Hirnforschung: Ein Lob der Langeweile?

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Langeweile ist alles andere als öde und scheint bei Gehirnverletzungen genauso wie beim Lernen relevant zu sein.

Langeweile

© iStock / RapidEye

James Danckert war 1990 gerade einmal 18 Jahre alt, als sein älterer Bruder Paul mit seinem Auto gegen einen Baum prallte und mit zahlreichen Verletzungen einschließlich eines Kopftraumas aus den Trümmern geborgen wurde. Seine Genesung war schwierig. Paul war eigentlich Schlagzeuger, doch auch nachdem sein Handgelenk wieder geheilt war, konnte er sich nicht mehr so richtig für das Trommeln begeistern. Er beklagte sich immer wieder heftig darüber, wie sehr es ihn einfach nur anödete, erinnert sich Danckert. „Es war ihm nicht gleichgültig geworden. Aber es war einfach höchst frustrierend und unbefriedigend für ihn, von seiner einst so geliebten Musik nun so gelangweilt zu werden.“

Ein paar Jahre später, während seiner Ausbildung zum klinischen Neuropsychologen, traf Danckert auf etwa 20 junge Patienten mit traumatischen Gehirnverletzungen. Er musste dabei an seinen Bruder denken und fragte sie, ob sie sich auch schneller gelangweilt fühlten als früher. „Und jeder Einzelne stimmte zu“, erzählt er. So kam Danckert zu seinem derzeitigen Forschungsschwerpunkt in der kognitiven Neurowissenschaft an der University of Waterloo in Kanada. Dort ist er Teil einer kleinen, aber stetig wachsenden Zahl von Wissenschaftlern, die sich ernsthaft mit dem Thema Langeweile auseinandersetzen.

Allerdings gibt es bisher keine allgemein gültige Definition dieses Gefühls. Wie auch immer man es charakterisiert, es ist laut aktueller Forschung wohl nicht nur ein anderer Name für Depression oder Apathie. Eher geht es um einen bestimmten Geisteszustand, der als unangenehm empfunden wird – sprich eine Art Mangel an Anregung, der den Betroffenen nach Abhilfe lechzen lässt und eine ganze Reihe von Folgen für sein Verhalten, seine Gesundheit und sein soziales Leben hat.

Bungee-Sprung
© iStock / mayo5

Bungee-Sprung

Manche Menschen, die sich oft langweilen, benötigen starke Reize, um aus ihrem Gemütszustand herauszukommen.

Ein Maß für das ungute Gefühl

Das langweiligste Video aller Zeiten

Elektroschocks gegen die Langeweile
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Elektroschocks gegen Langeweile

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„Langeweile wird damit zu einer messbaren Größe“
(Shane Bench)
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Schmerzhafte Langeweile

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