Die eklatanteste Menschenrechtsverletzung

https://www.change.org/p/f%C3%BChren-sie-endlich-einen-globalen-mindestlohn-ein-1-dollar-stunde-als-menschenrecht

Führen Sie endlich einen Globalen Mindestlohn ein: 1 Dollar/Stunde als Menschenrecht.

Über eine Milliarde Menschen auf der Welt verdienen weniger als einen Dollar pro Stunde. Der Mindestlohn in Bangladesh z.B. liegt aktuell bei ca. 30 Cent. Mit unbezahlten Überstunden liegt er faktisch oft noch deutlich darunter. Das ist würdelos und erzeugt extreme Armut trotz Arbeit. Armut führt zu Flüchtlingsströmen, Umweltzerstörung und spielt Extremisten in die Hände. Die Lösung liegt auf der Hand. Wir brauchen einen globalen Mindestlohn von mindestens einem Dollar pro Stunde. Das klingt wenig, würde aber sofort mehr als eine Milliarde Menschen aus extremer Armut befreien.

Die Einführung und Durchsetzung könnte mit der Europäischen Union beginnen. Die Idee ist einfach: Die EU erließ bereits viele Verordnungen über gesundheitliche und ökologische Standards, die alle Produkte erfüllen müssen, die in der EU gehandelt und in sie importiert werden. Die global agierenden Unternehmen unterwarfen sich diesen Standards, weil sie es sich nicht leisten können, den europäischen Markt links liegen zu lassen. Warum also nicht eine erste EU-Richtlinie mit einem sozialen Standard verabschieden, konkret mit dem Standard, dass in die EU ab einem Stichtag nur noch Produkte importiert werden dürfen, bei deren Herstellung Löhne oberhalb einer globalen Lohnuntergrenze von 1 Dollar pro Stunde bezahlt werden. Als Unternehmensberater in der Textilindustrie erarbeitete mein guter Freund und Mitautor meines Buches “Die 1-Dollar Revolution” Georgios Zervas ein System für dessen Kontrolle auf der Grundlage der vorhandenen Erfahrungen.

Seit meiner Jugend, das sind nunmehr fast 50 Jahre, lässt mir die aus meiner Sicht eklatanteste Menschenrechtsverletzung keine Ruhe: Wie können wir es zulassen, dass mehr als eine Milliarde Menschen lebenslänglich zu Sklavenlöhnen arbeiten, die ihnen absolut keine Chance zu „Freiheit“, „Würde“ oder sonst irgendeinem Menschenrecht lassen? Massenhaft lebenslänglich chancenloses Leben empfand ich schon immer als die größte systemische Menschenrechtsverletzung unserer Zeit, eine Zeit, die sehr viel reicher ist als jede zuvor. Die Bilder in den Medien motivierten mich, mit betroffenen Sklavenlöhnern das Gespräch zu suchen, die mit einem Jahresverdienst (!) von 450 Dollar oder noch weniger „leben“. Meine Scham über diese „marktkonforme“ milliardenfache Menschenrechtsverletzung war seither mein Lebensantrieb zur hartnäckigen Lösungssuche.

Als Georgios Zervas seine Idee äußerte, wie man ohne jahrzehntelangen und ergebnisunsicheren Marathon durch die internationalen Organisationsgeflechte zur Durchsetzung eines Globalen Mindestlohns kommen kann, war mir klar: Dies ist der mit Abstand kürzeste, effektivste und realistischste Weg zur Durchsetzung eines Menschenrechts auf Globalen Mindestlohn als weltweite Lohnuntergrenze.

Daher: Unterstützt diese Petition für einen Globalen Mindestlohn als Mindestanforderung an die Idee der Menschenrechte und als eine überaus effektive Maßnahme, denn bei einem Mindestlohn kommen 100 Prozent des Geldes bei 100 Prozent der Betroffenen an. Und unterstützt diese Petition auch als ein Testfall: Schaffen wir es, die überfälligen großen Korrekturen in der Weltwirtschaft und Weltgesellschaft mit hinlänglich großen Schritten anzugehen?

Diese Petition wird versendet an:

  • EU-Parlament
  • Martin Schulz

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