Neuigkeit zur Petition: #Schwedeneck: DEA verweigert den Dialog mit den Bürgern

https://www.change.org/p/dipl-ing-thomas-rappuhn-dea-konzernchef-thomas-rappuhn-keine-%C3%B6lf%C3%B6rderung-in-schwedeneck/u/18463928

Prof. Dr. Linda Maria Koldau

Schwedeneck, Deutschland

14. Nov. 2016 — Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

die Kommunikationschefs der DEA haben nun auf unser zweites Schreiben hin geantwortet: Mit der Aussage, dass die DEA unsere Fragen nicht beantworten wird.
Die Begründung ist aus Sicht des Konzerns sicherlich sinnvoll – in Wirklichkeit bedeutet sie jedoch, dass die DEA nicht bereit ist, in ihren (geplanten) Fördergebieten konkrete Fragen der betroffenen Bevölkerung zu beantworten:

„Angesichts der laufenden Prüfung werden wir zum derzeitigen Zeitpunkt Ihre Fragen nicht beantworten, da einige relevante Untersuchungen noch nicht beendet sind. Deren Ergebnisse werden einen wesentlichen Einfluss auf unsere Entscheidung haben, die Erdölförderung aus dem Feld Schwedeneck-See wieder aufzunehmen.
Seien Sie sich bitte gewiss, dass wir Sie gerne über den Ausgang unserer Überlegungen auf dem Laufenden halten werden.

Mit freundlichen Grüßen

DEA Deutsche Erdoel AG
Dr. Olaf Mager – Derek Mösche“

Was sagt dieser Brief?
Wir, Bürger in international geschützten Natur- und Artenschutzgebiet „Südküste der Eckernförder Bucht“, haben die DEA um konkrete Antworten zu 7 Fragen gebeten (https://www.change.org/p/dipl-ing-thomas-rappuhn-dea-konzernchef-thomas-rappuhn-keine-%C3%B6lf%C3%B6rderung-in-schwedeneck/u/17930156). Die DEA ist nicht bereit, auch nur eine dieser 7 Fragen zu beantworten.
Es ist sehr freundlich, dass die DEA uns über „den Ausgang ihrer Überlegungen auf dem Laufenden halten will“ – wir wünschen jedoch Antworten auf 7 ganz konkrete Fragen. Und die werden uns seit 2 Monaten hartnäckig verweigert.

Warum ist der Konzern nicht in der Lage, diese konkreten Fragen zu beantworten?

Der Brief sagt allerdings doch etwas aus:
Obwohl die DEA uns alle Antworten verweigert, verraten die beiden Pressesprecher des Konzerns doch etwas: Ihrer Formulierung nach ist die Ölförderung im internationalen Naturschutzgebiet um Schwedeneck bereits beschlossene Sache.
Denn der Aussage der beiden Pressesprecher zufolge geht es der DEA nicht mehr um die Entscheidung, OB sie die Erdölförderung aus dem Feld Schwedeneck-See wieder aufnimmt. Die Formulierung „unsere Entscheidung, die Erdölförderung … wieder aufzunehmen“ bedeutet im deutschen Sprachgebrauch, dass diese Entscheidung bereits gefallen ist – und zwar FÜR eine Wiederaufnahme der Erdölförderung.
Grammatikalische Haarspalterei? Wohl kaum – man darf doch wohl davon ausgehen, dass die hochbezahlten Kommunikationschefs eines Ölkonzerns genau wissen, wie sie eine Aussage formulieren?

Ist die Entscheidung der DEA für die Ölförderung in Schwedeneck also bereits gefallen? Will die DEA also über Jahrzehnte hin Erdöl in einem Naturschutzgebiet fördern (möglicherweise mit Fracking), in dem nach Stellungnahme des zuständigen Umweltministeriums die Ölförderung aus Gründen des Natur- und Artenschutzes im GESAMTEN Feld ausgeschlossen ist? (Stellungnahme des schleswig-holsteinischen Umweltministeriums vom 17.10.2012)
Wenn wir der Formulierung der Pressesprecher glauben dürfen und die Ölförderung in Schwedeneck beschlossen ist: Warum lässt die DEA dann die regionale Presse verkünden, dass eine Aufgabe des Vorhabens nicht auszuschließen sei, und führt dabei ein ganzes Bündel an Gründen an, was alles gegen eine Ölförderung in Schwedeneck spricht?
(Kieler Nachrichten vom 28.09.16, Artikel „Konzerne legen Förderpläne für Öl und Erdgas zu den Akten“)

Hier stimmen die Aussagen und die Selbstdarstellung des Ölkonzerns vorne und hinten nicht überein – während die betroffenen Bürger weiterhin vergebens auf Antworten zu ihren Fragen warten.

Fazit: Angesichts dieser „Antworten“ fällt es äußerst schwer, diesem Konzern über den Weg zu trauen. Wir fordern weiterhin klare Antworten auf klare Fragen – wann will die DEA endlich in den „Dialog“ mit den Bürgern eintreten, den sie seit Jahren verspricht?

Und noch eine letzte Frage:
Warum ist es dem DEA-Chef nach 3 Bitten um einen Termin für die Übergabe unserer Petition nicht möglich, auf diese Bitte auch nur zu antworten?

Wir werden unsere Fragen weiter stellen – selbst wenn die DEA und industriefreundliche Politiker alles tun, damit diese Fragen ins Leere laufen.

Danke für Ihre Unterstützung und herzliche Grüße

Prof. Dr. Linda Maria Koldau
Sprecherin der Bürgerinitiative „Hände weg von Schwedeneck“


 

 

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