Neuigkeit zur Petition Der Vertrag steht ! #Pferdekutschenverbot #Freeatlast

https://www.change.org/p/michael-m%C3%BCller-stoppen-sie-die-qu%C3%A4lerei-endg%C3%BCltiges-pferdekutschen-verbot-f%C3%BCr-berlin/u/18513878

Julia Maier

Deutschland

18. Nov. 2016 — Meine lieben Unterstützer/innen und Mitstreiter/innen,

nun ist es amtlich. Der Koalitionsvertrag steht.
Und siehe da:
Das Pferdekutschenverbot ist im Vertrag tatsächlich fest verankert!
Dank des E-Mail Aufrufes im Rahmen dieser Petition wurde es Wirklichkeit….. Ihr seid unglaublich!

Hier einige Auszüge aus dem Vertrag:
„Die Koalition wird in Berlin ein Verbandsklagerecht für anerkannte Tierschutzorganisationen einführen und unterstützt die Schaffung eines Verbandsklagerechts auf Bundesebene im Tierschutzgesetz. Die Koalition will Tierversuche auf das absolut notwendige Maß reduzieren und fördert verstärkt Alternativmethoden. Gemeinsam mit den Universitäten will die Koalition Berlin zur Forschungshauptstadt für Ersatzmethoden machen.
Das Amt des Tierschutzbeauftragten des Landes Berlin wird hauptamtlich besetzt.
Es wird ein Tierschutzbeirat eingerichtet, in dem Tierschutzverbände und die Fraktionen des Abgeordnetenhauses vertreten sind. In der Berliner Innenstadt sollen keine Pferdekutschen mehr fahren dürfen.
…“
Quelle: Berliner Zeitung vom 17.11.16 / Seite 150

Die Berliner Regierung hat somit den ersten, wichtigen Schritt für die Erlassung eines Verbotes der Pferdekutschen getan.
Wann diese Bemühungen fruchten; denn ein Koalitionsvertrag ist so gesehen eine gut gemeinte „Absichtserklärung“, steht leider noch in den Sternen. Dennoch bin ich überzeugt, dass alleine durch die Tatsache, dass der Schwerpunkt „Verkehr“ an das Bündnis90/Die Grünen übertragen wurde – ein Verbot kommt!

Und natürlich ließen die Gegenstimmen nicht lange auf sich warten.
Die Kutscher; allen voran Herr Klaus Winkelmann, gehen auf die Barrikaden und ersuchen sogar Unterstützung beim Deutschen Pferdesportverband. In der Berliner Zeitung wurde am 15.11.2016 ein Leserbrief von Herrn Winkelmann veröffentlicht, indem er mehrfach beteuert wie „ungerecht“ dieses Verbot wäre. Er argumentiert mit nicht haltbaren Argumenten wie
– der Berufsfreiheit
– höhere Unfallzahlen bei Radfahrern als mit Pferdekutschen
– Kutschen seien Tradition in Berlin und schon immer dagewesen
– niemand hätte sich vorab mit der Kutschbranche zusammengesetzt
– Die Tiere seien sein Kapital etc…..

Nun; ich habe mir die Mühe gemacht Herrn Winkelmann eine Antwort auf seinen Artikel „Droschken gehören schon immer zu Berlin“ zu schreiben und der Berliner Zeitung zuzustellen.

Meine Antwort lautet wie folgt:

„Gastbeitrag von Klaus Winkelmann
„Droschken gehören schon immer zu Berlin“
-Nr. 268 von Dienstag, 15.11.2016

Droschken gehören schon immer zu Berlin.

Die Menschheit hat ja auch Jahrzehnte lang Sklaven gehalten; weil sie ja schon immer Teil der elitären Gesellschaft waren. ( Das Wort „immer“ ist im Übrigen ein interessanter Ansatz, in Anbetracht der Entstehung der Menschheit. Fuhren Adam und Eva etwa auch schon Kutsche ?) Die Aussage reiht sich ein zu Floskeln wie
„Es war ja schon immer so“ , welche Wurzel von sehr viel Tier- und Menschenleid auf dieser Welt ist. Kutschen haben in Berlin nicht einmal Tradition. Im Gegenteil; sie wurden in der Neuzeit zur Bespaßung der lauffaulen Touristen eingeführt und um Menschen wie Ihnen; Herr Winkelmann, ein Geschäftsmodell zu ermöglichen, das sich durch Tierqual finanziert.

Ihr Argument der Berufsfreiheit bringt zum Staunen und Lachen. Wer; Sehr geehrter Herr Winkelmann, hat je die Behauptung aufgestellt, dass Sie nirgendwo sonst auf unserer schönen Erde Kutsche fahren dürfen? Besteht die Welt denn nur aus Berlin Mitte? Aus dichtem Verkehr und lärmenden Touristen? Wo bitteschön bleibt dann die Berufsfreiheit für Henker und Auftragskiller?

Ja, die neue Regierung möchte ein grünes Berlin. Die Fahrradwege müssen hierfür ausgebaut werden -Dringend- und im Zuge von Innovation gibt es tatsächlich mehr Unfälle zwischen Autos und Radfahrern wie Sie richtig erkannt haben. Haben Sie jedoch bedacht; dass Sie Ihre geliebten, von geschundenen Kreaturen gezogenen Gefährte nicht innovativ einsetzen? Dass diese Pferde gezwungen werden, sich anhupen und auf Asphalt Ihre Gelenken und Sehnen verschleißen zu lassen? Wir Menschen, entscheiden uns hierfür freiwillig. Wo sind sie denn, die Airbags, ABS Bremssysteme, Warnblinker, Überrollbügel und Knautschzonen die es den Pferden ermöglichen würden eine Überlebenschance bei einem Unfall zu haben? Vielleicht sind Sie da nicht der Einzige, dessen Gesichtsfeld mit Scheuklappen stark eingeschränkt ist.

Leider muss ich Ihrer Aussage, es hätte sich niemand mit der Kutschbranche zusammengesetzt widersprechen. Erst im Sommer fuhr Herr Senator Heilmann zu Ihrem Branchenfreund Herrn Ludwig Zachmann hinaus auf’s Gehöft. Nicht an das Brandenburger Tor wie erwartet. Nun, vielleicht war ihm ein Pferd auf grüner Wiese auch lieber und besser mit dem Gewissen vereinbar, als bei 35 Grad im Schatten stehend im stickigen Smog. Die abgemagerten, ausrangierten Zirkus-,Trab- und Schulpferde zu sehen, die sich längst einen ruhigen Lebensabend verdient hätten; während die Kutscher selbst, sich gelassen ein Eis gönnen.

Ja, 10 Jahre haben Sie nun am Brandenburger Tor gestanden, bei sommerlicher Hitze und glühendem Asphalt, klirrender Kälte und Sturmböen. 10 Jahre lang, haben Sie Tiere zeitgleich ab- und ausgenutzt. Die Zeit ist reif für den längst überfälligen Wandel in Sachen Equidenschutz. Da helfen auch keine Bewerfungen mit Pferdeäpfeln auf die Elektrokutschen in Berlin, denen Sie damit einen Platzverweis vom Pariser Platz erteilen wollten. Und auch die Beschimpfungen gegen mich, die Sie und Ihre Kollegen mir ins Gesicht brüllten, als ich demonstrativ das Megafon im Zuge einer Protestveranstaltung gegen Sie gerichtet habe.

Sehr geehrter Herr Winkelmann, nicht nur ich und der Koalitionsvertrag fordern ein modernes, tierleidfreies Berlin. Nein, auch die über 77.000 Zeichner meiner Petition auf Change.org.
Es ist an der Zeit, die Peitschen einzustecken und umzusatteln.

Die einzigen Pferde, die am Pariser Platz etwas verloren haben, sind die auf dem Brandenburger Tor.

Petentin Julia Maier“

Ich freue mich darauf, euch das nächste Update zukommen zu lassen!
Wir sind auf dem richtigen Weg angekommen!
Alle, die dieses Update teilen möchten bitte ich ab nun den Hashtag
#Freeatlast mit zu verwenden🙂

Denn das ist es, was wir für die Berliner Kutschpferde wollen und dass Bilder wie in diesem Update – endlich der Vergangenheit angehören.

Bis bald an dieser Stelle,

Eure Julia


 

 

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