DIE RespekTiere-Weihnachtsgeschichte – und nur SIE haben es möglich gemacht!!!

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DIE RespekTiere-Weihnachtsgeschichte – und nur SIE haben es möglich gemacht!!!

Die RespekTiere-Weihnachtsgeschichte – nur durch Ihre so großartige Unterstützung ist sie möglich geworden!
Jetzt, so knapp vor dem großen Fest, ist es endlich soweit – unser Weg führt uns wieder, nun schon zum dritten Male innerhalb weniger Monate, zu dem alten Ehepaar und seinen 150 Hunden ins Asyl nahe der rumänischen Stadt namens Temeswar! Fast schon hätten wir befürchtet es in diesem Jahr nicht mehr zu schaffen, stand die Reise tatsächlich mehrmals auf der Kippe, denn so viel galt es noch im Vorfeld zu tun, enorm wichtige Dinge standen an; doch letztendlich, wie konnte es auch anders sein, sitzen wir doch noch im vollgepackten Mercedes Sprinter, erfasst von Vorfreude auf das was kommen sollte, die Motorhaube des orangen Ungetüms immer in Richtung Osten zeigend, der Motor grimmig schnurrend! Wie oft in der Vergangenheit hatten wir schon diesen Weg eingeschlagen, immer waren die Fahrten voller Abenteuer gewesen, wir in Hingabe und von Nervosität gefangen, im Ungewissen auf das was uns wohl dieses Mal erwarten würde; und immer, ohne jede Frage, waren die respekTIERE IN NOT-Hilfseinsätze richtungsweisend gewesen, immer über-lebenswichtig!
 
 Foto: respekTIERE IN NOT Einsätze – immer im Zentrum des Geschehens und sooo enorm wichtig!

Aber dieser eine nun, der ist dennoch ein ganz Besonderer, gilt es letztendlich viel mehr als ‚nur‘ dringenst benötigte Waren zu bringen, Nahrung und Medizin, Kleidung und Hygieneartikel – dieses Mal ist die Vorgabe eine noch wesentlich höhere, ist sie eine von unermesslicher Wichtigkeit: es geht um nichts weniger als um die Hoffnung selbst… denn hat sich diese erst auf den Weg gemacht um ins Nirgendwo zu entschwinden, beschreitet sie niemals alleine den steinigen Pfad; Mut und Hingabe werden folgen, Kampfgeist und Elan, und zurück bleibt nur die bloße Existenz. Aber ohne Hoffnung gibt es keine Zukunft, sie ist ein gar kostbares Gut…
So waren wir also wieder unterwegs, auf einer Strecke, die inzwischen fast der berühmten Westentasche gleicht; wie oft sind wir diese Kilometer, ab Salzburg gut 1000 davon (bis Temeswar), schon gefahren, wie oft haben wir dabei das prächtige Wien durchquert, immer dem sturmgepeitschten Tiefland des Ostens folgend, vorbei an der ständig größer werdenden Armee von riesenhaften Stahlungeheuern, welche mit ihren ausladenden Windrädern das Land unter sich für immer begraben, hoffnungslos verändern, hinein in die  pannonischen Ebenen, durch Ungarn hindurch, bis an die weit entfernte rumänische Grenze.
Max, mein Bruder, sitzt neben mir im Bus, zum ersten Mal ist er mitgekommen auf die lange Reise. Undurchdringliche Nebelschwaden begleiten wieder einmal, wie so oft im Frühwinter, unseren Weg, tauchen das Land ringsum in trübes Licht, dämpfen jeden Lärm. Sie verbreiteten eine nahezu gespenstische Stille, erinnern an die Endlichkeit jedes Seins. Ab und zu versucht die Sonne, ganz zaghaft, sich trotzdem ein bisschen Platz zu verschaffen, doch erfolgreich ist sie damit nicht. Nur ein scheues Fackeln am Horizont sollte hie und da sichtbar sein, immer wieder von der Macht des großen alten Mannes aus dem Norden gebrochen. Denn Gevatter Frost, durch den fortschreitenden Klimawandel geschwächt wie nie zuvor, hatte, etwas überraschend, dieser Tage doch noch zu alter Kraft gefunden; Todgesagte leben länger, so das Sprichwort, und nun versetzen eisige Temperaturen die Umwelt in eine gebrechliche Starre, gefrorenes Etwas überzieht Gras und Bäume, formt die einsame Pflanzenwelt dabei in nahezu groteske Abbilder ihrer selbst.
 
Einmal mehr geht die Fahrt durch die weiten Ebenen des Magyarenlandes, wie immer sonst auch bin ich beinahe dankbar dafür, dass das Leintuch aus Nebel und Schwaden den Blick gnädig verhüllt auf all die Tierfabriken und sonstige Mahnmäler des menschlichen Irrweges, die hier so zahlreich auftreten. Zu viele Gedanken beschäftigen ohnehin den ruhelosen Geist, und, obwohl wohlwissend, dass die bittere Realität nur eine kaschiert ist, bedeutet die geisterhafte Leere dennoch Balsam auf den alten Wunden, welche ansonsten ohnehin nur aufbrechen und für zusätzliche Belastung sorgen würden…
Bald erreichen wir die rumänische Grenze, nun, da die Autobahn – einer gefräßigen und nimmersatten Schlange gleich, deren Heißhunger nie gestillt ist und die deshalb fortwährend Land in sich hineinstopft, nur um es zu Stein erstarrt zurückzulassen –  sich längst ihren Weg durchgehend vom Zuhause aus bis nahezu vor die Stadtgrenze Temeswars gebahnt hat, sogar mit vergleichsweise wenig Anstrengung. Vor uns ergieß sich der Verkehr dieses Mal zudem auch nur tröpfchenweise, entgegen den ‚normalen‘ stauartigen Zuständen – wie wohltuend! Selbst der Grenzbeamte ist dann, eigentlich sehr konträr den sonstigen rigiden, russisch anmutenden Verhaltensweisen, ausgesprochen nett, er kontrolliert nicht einmal die Fracht – auch gut so, denn der Güterraum ist ohnehin so vollgeladen, dass ein Öffnen ganz gewiss nicht vonstattengegangen wäre, ohne dass zumindest ein Teil des Inhaltes aus dem Frachtraum gepurzelt wäre…
 
 Foto: Rumänien ist ein sehr christliches Land – überall wird man an die Barmherzigkeit Gottes erinnert – nur leider wird diese nicht überall auf alle Wesen weitergegeben…

Die Nacht hat den Tag längst besiegt, als wir uns auf den völlig neu errichteten Highways des Karpatenlandes wiederfinden! Gut eineinhalb Stunden an Zeit ersparen wir uns durch die schnellere Verbindung, eineinhalb Stunden, welche allerdings die Zeitumstellung zu einem großen Teil sofort wieder für sich in Anspruch nimmt. Was solls, denk ich mir, letztendlich ist sowieso jede Minute nur geliehen… Der Neben wird nun noch dichter, die Temperatur sinkt auf minus 4 Grad. Am Straßenrand zeichnen sich Schneefelder ab, zwar sind hier auch keine großen Mengen des flauschigen Etwas gefallen, aber immerhin ist der Boden bedeckt und verspricht den Menschen eine ‚Weiße Weihnacht‘.
Gegen 8 Uhr abends erreichen wir Frau Doinas Heim; die Ankunft ist wie ein ‚nach Hause kommen‘, so sehr haben wir die wunderbare Frau über die letzten Jahre hinweg ins Herz geschlossen! Schon bald sitzen wir dann auch schon bei einer Tasse duftenden Tee und in nette Gespräche vertieft, verdichtet sich das wohlige Gefühl der Geborgenheit sogar nochmals zunehmend.
 
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