die Wirkungen von Isolationshaft – können nicht mit PsychoDrogen geheilt werden

gesundbleibenblog

Eva Schwenk <psychopfer@aol.com>

Der Einsatz von Neuroleptika zur Suppression psychotischen Erlebens beruht auf der sogenannten Dopamin-Hypothese. Neuroleptika wirken, indem sie Rezeptoren blockieren, an die der Neurotransmitter Dopamin andockt, der während des psychotischen Erlebens im Übermaß ausgeschüttet wird. Voraussetzung hierfür ist, dass dem psychotischen Erleben eine endogene psychische Erkrankung zugrunde liegt. Liegt eine andere Ursache zugrunde, beispielsweise eine organische Erkrankung, wird notwendig die ursächliche Erkrankung zu behandeln sein.

Im Lehrbuch „Allgemeine Psychopathologie“ führt Prof. Christian Scharfetter im Kapitel „Wahn als Reaktion auf bestimmte sensorische Situationen und Halluzinogene“ aus: „Sinnesisolation. Sie kann akzidentell zustande kommen (z.B. bei Alleingängen im Gebirge, bei sehr isolierten Älplern, in Einzelhaft, bei Schiffbruch, bei Bergwerkunglück, bei Expeditionen durch die Arktis oder durch die Wüste, bei der Einzelfaltbootüberquerung des Atlantischen Ozeans). Die Berichte von solchen Erfahrungen sprechen von Depersonalistions-, Derealisationserlebnissen, wahnhafter Situationsverkennung und auch wahnhaft halluzinatorischer Wunscherfüllung: Land zu sehen, eine Oase anzutreffen, Zuspruch gebende Stimmen zu hören…

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