Aktiv werden gegen Pestizide und Agrarwüsten! ++ Gentechnik im Blumenbeet ++ Eine Million gegen Glyphosat !

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22.06.2017

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Kiebitz gegen Pestizide

„Offene Türen“ für den Vogelschutz?

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,

vor zwei Wochen starteten wir unsere neue Aktion gegen das Vogelsterben durch Pestizide und Monokulturen. Rund 20.000 E-Mails sind seitdem bei Umweltministerin Hendricks und Landwirtschaftsminister Schmidt eingegangen. Vielen Dank dafür!

Eine erste Reaktion auf unsere Aktion erfolgte inzwischen vom Umweltministerium. Via Twitter ließ uns die Pressestelle wissen, dass wir dort mit unseren Forderungen „offene Türen“ einrennen. Doch was unternimmt Ministerin Hendricks (SPD) konkret, um die Vögel vor den Auswirkungen der industriellen Landwirtschaft zu schützen? In einem Offenen Brief haben wir nachgehakt.

Während wir auf eine Antwort von Frau Hendricks warten, können Sie uns helfen, den Druck weiter zu erhöhen:

Teilen Sie die Aktion jetzt mit Freunden und Bekannten, damit zu den ersten 20.000 TeilnehmerInnen in den nächsten Tagen noch viele weitere dazu kommen!

Jetzt Aktion teilen!

P.S.: Mit Ihrer Empfehlung stärken Sie uns auch den Rücken gegenüber Landwirtschaftsminister Schmidt (CSU), der sich bisher noch nicht zu unseren Forderungen geäußert hat.

Aktuelle Meldung lesen

Achtung: Illegale Gen-Blumen im Handel

Über viele Jahre ist massenhaft gegen das Gentechnik-Gesetz verstoßen worden. Mindestens 78 verschiedene Sorten Gen-Petunien sind inzwischen ausfindig gemacht worden, die unbemerkt in Verkehr gebracht wurden, obwohl keine Zulassung vorlag. Die Spur führt auch nach Deutschland. Hier gab es vor fast 30 Jahren Freisetzungsversuche mit Gen-Petunien.

Händler müssen die Gen-Petunien zwar vom Markt nehmen, doch wie viele dieser illegalen Pflanzen schon in unseren Gärten wachsen, ist ungewiss. Die VerbraucherInnen werden durch die Behörden bisher kaum informiert: Es gibt weder Rückrufaktionen noch Warnhinweise. Auch die Risiken werden heruntergespielt: Wie sich die Gen-Petunien im Freiland verhalten, kann niemand vorhersagen. Petunien werden auch von Bienen bestäubt, wodurch Pollen der genmanipulierten Pflanzen letztlich in den Honig und damit in unsere Nahrungskette gelangen kann.

Wir fordern von Landwirtschaftsminister Schmidt, den Skandal jetzt lückenlos aufzuklären und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Außerdem müssen Kontrollen verschärft werden, um festzustellen, ob auch andere Gen-Pflanzen illegal in Umlauf gebracht wurden.

Erfahren Sie hier, welche Petunien-Sorten betroffen sind.

Geschafft: Eine Million gegen Glyphosat!

Mitarbeiterin des Umweltinstituts mit Unterschriftenlisten gegen Glyphosat

Kistenweise Unterschriftenlisten gegen Glyphosat gingen in den letzten Wochen bei uns ein. Am Mittwoch war dann klar: Wir haben es geschafft! In weniger als einem halben Jahr haben mehr als eine Million Menschen an der Europäischen Bürgerinitiative gegen Glyphosat teilgenommen.

Damit haben wir die offizielle Hürde geknackt – die EU-Kommission muss sich unseren Forderungen jetzt in einem formellen Verfahren stellen. Vielen Dank an alle, die mitgesammelt oder unterschrieben haben!

Derweil überreichte die Europäische Chemikalienagentur ECHA letzte Woche ihren Bericht über Glyphosat an die EU-Kommission. Nun kann diese den Prozess für die Wiederzulassung des Unkrautvernichters einleiten. Sie möchte den Einsatz des Gifts trotz aller Skandale für zehn weitere Jahre genehmigen.

Die Entscheidung darüber wird in den kommenden Monaten von den Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten getroffen. Mit der Europäischen Bürgerinitiative haben wir deutlich gemacht: Die Menschen wollen nicht, dass mit ihrer Gesundheit und der Umwelt gespielt wird! Wir werden zusammen mit unseren Verbündeten dafür sorgen, dass der öffentliche Druck jetzt nicht nachlässt –

damit Glyphosat endlich von den Äckern und Feldern verschwindet.

Protest gegen Patente auf Bier. Bild: Christof Stache
Protest gegen Bier-Patent
In der letzten Woche berichteten wir an dieser Stelle über eine Protestaktion gegen ein Patent auf Gerste und Bier.

Aufgrund eines technischen Fehlers wurde der Beitrag bei einem Teil der EmpfängerInnen unseres Newsletters nicht angezeigt. Falls Sie zu dieser Gruppe gehören, können Sie den Beitrag jetzt in unserem Archiv nachlesen. Sie finden ihn am Ende des Newsletters.

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Mit herzlichen Grüßen,

Ihr Team des Umweltinstitut München

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