Sonntagsansichten – Der Sommerabend schallet

Der Honigmann sagt...

Der Sommerabend schallet
So still aufs Erdenreich,
Tiefer der Himmel blauet,
Des Westens Rot wird bleich.

An den Bergen verglühet
Der gold’ne Abendschein,
Stillheimlich rauschend ziehet
Unten der tiefe Rhein.

Es duften Reben und Rosen
Um das freundliche Haus,
Liebliche Mädchen kosen
Von dem Balkon heraus.

Sie ringen und umschlingen
Sich scherzend in süßem Spiel,
Saiten und Lieder erklingen;
Ich sinne und träume viel.

Ich wandle auf und nieder
In süßem seligem Traum,
Verklungen sind längst die Lieder,
Ich weiß es selber kaum.

Und wie ich erwache, dunkelt
So groß mich an die Nacht,
Der Himmel, sternendurchfunkelt,
Die Berge in ruhiger Pracht.

Wolfgang Müller

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