Von Hunden, Katzen, Schweinen, Schafen und Hummern – Tierrechts-Impressionen aus Kroatien

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Von Hunden, Katzen, Schweinen, Schafen und Hummern – Tierrechts-Impressionen aus Kroatien

Im Zuge eines erneuten Besuches des städtischen Tierheims im kroatischen Zadar gestalteten wir die vergangenen Tage zu einem Tierrechts-Event der besonderen Art.

Wie in praktisch allen Ländern stößt man auch im Urlaubsparadies Kroatien überall auf Tierleid; meist bleibt dieses allerdings völlig unbeachtet, die Menschen – selbstredend auch die TouristInnen – registrieren die oft todtraurigen Details nicht einmal am Rande.  Natürlich kann dieser kleine Bericht nur ein Augenaufschlag zur Problematik sein, zu näherer Betrachtung reicht im Moment weder die Zeit noch die Bestimmung – aber vielleicht wagen wir einmal eine ausführlichere Analyse in den nächsten Jahren.

 

Jedenfalls, Arbeit gibt es für die Tierrechtsvereine wohl auch in Kroatien genug, wobei aber nicht übersehen werden kann: Tierrechtsgruppen wie zum Beispiel die großartigen ‚Animal Friends of Croatia‘ haben natürlich inzwischen ganz wunderbare Aufklärung geleistet und den allgemeinen Tierschutz im Küstenland auf einen positiven Level gehoben. So zum Beispiel kommt ab heuer ein Gesetz zu tragen, welches das Töten von Straßenhunden verbietet, und auch andere Vorlagen wurden erlassen, welche sich international sehen lassen können (seit dem 01. 01. 2017 gibt es ein Pelzfarmverbot)!!

Aber zurück zum Grunde unseres Besuches; das Tierheim Zadar stand früher auf der Liste der besonders schlimmen ‚Asyle‘ Südost-Europas, mit teilweise wirklich schrecklichen Zuständen. Viel hat sich seither geändert, alleine im Vergleich zum letzten Jahr ist der Fortschritt unübersehbar. Mithilfe ausländischer Organisationen ist es augenscheinlich gelungen, für die allermeisten Hunde die Kettenhaltung auszusetzen, die Stadt Zadar war zudem ein Vorreiter in der ‚No-Kill-Politk‘ und setzte das Morden schon drei Jahre früher als der REst der Nation, nämlich 2014, aus.
Zwar gibt es leider noch immer einzelne der Lieben – und sonderbarerweise die besonders zugänglichen – welche aus dem einen oder anderen Grunde angepflockt leben müssen, dies sei aber eher eine Maßnahme dem Platzmagel geschuldet und dem Vernehmen nach dürften genau jene sobald die Zugangsgitter geschlossen werden völlig frei laufen.

 

Ansonsten sehen die gut 250 Hunde aber gut aus – bis auf die Neuankömmlinge, die nun gesund gepflegt werden (Bild oben) – es gibt ausreichend Wasser und Nahrung, die Gehege sind sauber und aufgeräumt. Auffällig ist, wie viele Welpen es hier gibt; jetzt sei die Zeit, wo sehr viele abgegeben werden, samt den Müttern, hören wir später.

Ein sehr netter Junge betreut die BesucherInnen – es gibt im Gegensatz zu den meisten Tierheimen südlich und östlich von Österreich tatsächlich welche – und sämtliche Hunde präsentieren sich uns gegenüber als sehr, sehr freundlich, zeigen keinerlei Scheu vor Menschen – im Gegenteil, sie wollen alle möglichst viele Streicheleinheiten abbekommen! Wie es aussieht, dürfte das Asyl seine ärgsten Probleme gemeistert haben und die Entwicklung hin zur echten Herberge ist eine ziemlich verblüffende! 🙂
Überall in Kroatien, wo immer man auch durch das Land fährt, stößt man auf die großen Öfen, wo ganze Schweine, Hühner und Schafe gegrillt werden. Selbst die TouristInnen finden den eigentlich furchtbaren Anblick irgendwie toll und zur Atmosphäre passend, die Einheimischen sowieso, aber sensiblere Menschen werden sich – auch im Bewusstsein der Tatsache, dass es für die für unsere Gelüste ermordeten Tiere wohl keine Unterschied macht in welcher Form man ihre Leichen(teile) präsentiert (selbstredend ist Fleischverkauf und -verzehr immer gleich fordernd, nämlich das Leben eines Tieres) – noch angewidert von den Grillern wegdrehen als von ’normalen‘ Fleischtheken. Es macht nämlich doch eine Differenz, eine ganz gewaltigen, tief psychologische sogar, wie man den Tod von Mitgeschöpfen präsentiert: in ganzer Form zeigt man den Kindern nämlich auf direkteste Art und Weise wie selbstverständlich das Ermorden von Tieren für unsere ‚Gaumenfreuden‘ ist, bereitet sie in sehr abstoßender, aber anschaulicher Weise darauf vor, dass ‚Mensch‘ der Gebieter ist, allen andere Lebensformen weitest überlegen. Wie mit dem erhobenen Zeigefinger wird angedeutet, es ist uns gestattet mit den Mitgeschöpfen umzugehen, wie immer wir mögen… hier wird selbst der Horror zur Idylle erkoren, der Gestank gebratenen Fleisches im Angesicht im Feuer brutzelnder, aufgespießter Körper zum Appetitanreger verpflichtet. Denken Sie bitte darüber nach, diese Öfen, sie sind dazu prädestiniert, Kinder in dem Gefühl aufwachsen zu lassen, dass Tiere nur dazu da sind, um von uns aufgegessen zu werden; sie sind Mitleids-Vernichtungsmaschinen, Geräte, welche die psychische Tabu-Schranke mit Leichtigkeit knacken. Jedes gesunde Kind würde vor dem Anblick malträtierter, gepfählter, im eigenen Fett triefender Tiere zurückschrecken, würde ebendieser nicht solcherart zur Normalität erhoben – und nicht alleine zur Normalität, nein, viel schlimmer, die Öfen dienen sogar dazu, ein ländlich- romantisches Umfeld vorzutäuschen, eine Verbundenheit mit der Erde – obwohl sie gerade diese Verbundenheit, das seidene Band, mit dem Luftzug glühender Kohlen zerreißen, und letztendlich beitragen, die Monster aus uns machen, die mir mit den Augen der Tierwelt betrachtet dann auch so sind…wer mag dies bezweifeln?

 

Wohl nicht nur tierrechtsaffine Menschen würden sogar so weit gehen, zu behaupten, derartiger Anschauungsunterricht fördert ein später tierquälerisches, zumindest ein herzloseres, Verhalten gegenüber den Mitgeschöpfen, wenn auch auf ganz absurde Art und Weise. Jedenfalls wird das Leben der Tiere auf diese Art und Weise dem alleinigen Daseinsgrund unterstellt, uns als Nahrung zu dienen. Solche Gedanken und Bilder setzen sich besonders in Kindern fest, und ja, natürlich, es wird einige davon geben, welche sich angeekelt abwenden und vielleicht gerade wegen des Anblicks später auf Fleisch als Nahrungsmittel verzichten, aber noch viel mehr werden nicht zuletzt deshalb vorbereitet auf eine fleischessende  Zukunft ohne schlechtes Gewissen und ohne jegliche Reue…

Natürlich dürfen da Proteste nicht fehlen, die allerdings meist von den PassantInnen übersehen werden, da der Sinn solcher nicht wirklich erkannt wird; zu abstrakt ist die Vorstellung, Tiere zu lieben und ihnen das gleiche Recht auf Leben zugestehen wie uns selbst, anstatt sie bloss deren Fleisches wegen zu halten…

 
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‚Proteine müssen nicht tierischen Ursprungs sein‘, das sind die ersten Anzeichen – hier auf dem Vollkornbrot – hin in eine vegane Welt!!! Das ganz wunderbar schmeckende Vollkornbrot wird in Folge dann auch als gesundes, ‚pflanzliches Steak‘ be-zeichnet

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