Neuigkeit zur Petition: Volksbühne: Übergabe Zwischenstand – Petition geht weiter

https://www.change.org/p/zukunft-der-volksb%c3%bchne-neu-verhandeln/u/21250423

Evelyn Annuß

Berlin, Deutschland

4. Sep. 2017 — 40.000 Unterzeichnerinnen und Unterzeichner der Petition change.org/volksbuehne haben sich dagegen ausgesprochen, dass die Volksbühne in einen Gastspielbetrieb umfunktioniert wird und fordern ihren Erhalt als Repertoire- und Ensembletheater.
Wir haben am 4. 9. 2017 den Zwischenstand der Petition an Kultursenator Klaus Lederer und die Vorsitzende des Kulturausschusses Sabine Bangert übergeben; die Petition läuft weiter. Wir befürchten, dass die drohende Abwicklung der Volksbühne als Repertoire- und Ensembletheater durch die Absegnung des Wirtschaftsplans und eine Umformulierung im Haushaltsplan legitimiert wird.
Wir bitten Kultursenator Lederer um Stellungnahme
– zum Wirtschafts-, insbesondere zum Stellenplan der Volksbühne, der den Umbau in ein Gastspielhaus zeigt (Abschaffung aller Regie- und Dramaturgiestellen, Halbierung des Ensembles, Verdopplung der Stellen für Programmdisposition und Marketing, Schaffung von 8 Kuratorenstellen),
– zur vorliegenden Spielplan-Recherche, die ebenfalls zeigt, dass das Programm zu einem wesentlichen Teil aus Gastspielen oder theaterfernen Bespielungen besteht und somit den bisherigen Zusicherungen der Landesregierung wie den öffentlichen Erklärungen der Theaterleitung widerspricht.
Wir bitten die Abgeordneten, der Umformulierung des Volksbühnenprofils im Haushaltsplan nicht zuzustimmen.
Wir bitten die Abgeordneten und den Kultursenator, den vorliegenden Wirtschaftsplan mit den einschneidenden Veränderungen im Stellenplan zu überprüfen – insbesondere, ob er den Anforderungen eines Ensemble- und Repertoiretheaters gerecht wird, als das der Kultursenator die Volksbühne nach eigenem Bekunden erhalten will.
Wir schlagen vor, im Interesse der Versachlichung der Debatte ein unabhängiges Expertinnen- und Expertengremium zu schaffen, das die weitere Entwicklung moderierend begleitet und seine Expertise dem Kultursenator und dem Kulturausschuss zur Verfügung stellt.
Voraussetzung einer sachgerechten und ergebnisoffen geführten Debatte ist ein fairer Umgang mit allen beteiligten Künstlerinnen und Künstlern sowie mit der Leitung des neuen Hauses. Um diese Debatte zu ermöglichen, ist Transparenz der Kulturverwaltung gegenüber der Öffentlichkeit notwendig.


 

 

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