Psychologie des Amok

gesundbleibenblog

Gespräch mit Wolfram Pfreundschuh

Weder in den bürgerlichen Medien noch in der von ihr befragten Expertenwelt kann man gegenwärtig eine analytische Aufarbeitung des Amoklaufs finden. Alle stellen zwar die große Frage des „warum?“. Statt eines theoretischen Eindringens in das Phänomen gibt es aber nur ein gemeinschaftliches Rätselraten und ideologische Positionierungen (Computerspiele, „Ellbogengesellschaft“).

Der Psychologe Wolfram Pfreundschuh hat sich auch schon mit dem Massaker von Erfurt 2002 intensiv befasst. Er sagt, dass die Medien sich gar nicht mit der Geschichte des Amokläufers befassen wollen. Sie hätten nur Interesse an einer einfachen Erklärung, die sie subjektiv beruhigt, und die vor allem die Kritik an der bürgerlichen Gesellschaft, wie sie sich durch eine wissenschaftliche Analyse ergeben könnte, unnötig macht.

Die wissenschaftliche Analyse des Amok müsse sich sowohl mit den objektiven Bedingungen, unter denen der Amok entstanden ist, also der sozialen und kulturellen Umgebung, wie auch mit der subjektiven Geschichte, der besonderen Situation des…

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