Katzenparadies in Bratislava wieder vor dem Ende – bitte helfen Sie mit!!!

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Katzenparadies in Bratislava wieder vor dem Ende – bitte helfen Sie mit!!!

Dieser Tage waren wir einmal mehr nach Bratislava aufgebrochen, zu einem Hilfseinsatz in ‚unser‘ dortiges Katzenasyl bei Frau Havranovra. Eifrige RespekTiere-LeserInnen wissen, der Standort ist ein ewig umstrittener, seit Jahren bedroht von der Politik der Stadtvätern und -müttern der slowakischen Metropole. Nachdem die unverzichtbare Herberge, Bratislavas 1. Tierheim, vor einigen Monaten endgültig gerettet schien, drehte sich die Spirale zu Sommerbeginn leider wieder in die andere Richtung: Frau Havranovra wurde in Folge nahegelegt ihr Asyl zu verlassen, ein anderer Verein sollte eingesetzt werden, um weiterhin am selbigen Standort Tierhilfe betreiben zu können. Die komplette Renovierung des sehr baufälligen Areals, in Fakt eines Abrisshauses, stand im Versprechen; allerdings, so erklärte die Tierschützerin, sollte die Entscheidung eine sogenannte ‚Fake News‘ sein; warum? Alle Katzen, so Frau Havranovra weiter, wären in die städtische Hundeherberge, von dem größten Tierschutzverein des Landes, Sloboda Zvierat, betrieben, übersiedelt worden, zumindest für die Dauer der Arbeiten. Dann, so das Versprechen, wären sie nach Abschluss rück-geholt worden. Frau Havranovra spricht von einem perfiden Plan, nie im Leben hatte man ihrer Meinung nach daran gedacht das Katzenhaus aufrecht zu erhalten. Wir berichteten oft darüber, das Areal liegt in einer guten Gegend und Grund und Boden sind hier, in einer boomenden EU-Region (in Fakt, die fünftreichste Region innerhalb der EU!!!) enorm teuer geworden. Der Verdacht: man wollte zuerst Frau Havranovra aus dem Weg haben, dann die Katzen, man hätte einige Tage Alibi-gearbeitet und später das alte Haus als un-renovierbar erklärt, geschlossen, abgerissen und wahrscheinlich nie mehr dem alten Zweck zugeführt…

 

Foto: Tom und Frau Havranovra, von der Krankheit gezeichnet geht die Tapfere weiter ihren Weg – wie lange noch?

So hält die tapfere Kämpferin, mit den Nerven zwar längst am Tiefpunkt angelangt, aber im Geist noch immer nicht zur Aufgabe bereit, an ihrem Lebenswerk fest; ja, sie hat die meiste Zeit über, seit rund 20 Jahren, all ihr Vermögen in diesen Ort investiert, von der Stadt immer nur mit nicht mehr als Almosen abgefertigt, seit mehreren Jahren völlig ohne jede Unterstützung zurückgelassen. Frau Havranovra lebt, nein, sie ist unter den gegebenen Umständen zum bloßen vegetieren verdammt, nun mit 70 Euro Invaliditätspension. Fest steht, für jedermann/frau verständlich: ein Über-die-Runden-kommen ist damit unmöglich zu bewerkstelligen, schon gar nicht, wenn man ganz nebenbei noch um die 30 Katzen zu versorgen hat!

RespekTiere hat sie auf dem langen Weg begleitet, nie im Stich gelassen; wir haben Rechnungen übernommen, sind immer wieder für Strom oder Heizkosten aufgekommen, wir haben für den Tierarzt gesorgt, sogar Kastrationstage bewerkstelligt. Wir haben unsere Stimme im Fernsehen erhoben und im Parlament – nicht zu vergessen, der wichtigste Punkt, unsere andauernden Futterlieferungen, ohne welche ein Überleben hier längst unmöglich geworden wäre.

 
   

Fotos: Max von RespekTurtle begleitet die Hilfsfahrt – der neue Ofen ist schnell aufgestellt, jetzt gilt es für die Heizkosten aufzukommen. Frau Havranovra kann diese Aufgabe mit ihrer 70 Euro-Pension niemals alleine bewerkstelligen…

Frau Havranovra öffnet uns die Tür; wir haben sie aufgeweckt, um halb 1 Uhr nachmittags, sie ist schwer erkrankt. Vom Fieber gezeichnet, die Haare vom Schweiß festgeklebt auf der Stirn, erklärt sie einmal mehr ihre beängstigende Situation – so zu leben, ohne Strom (von der Behörde abgestellt), ohne Wasser und ohne Heizung! Den Ofen, den hatten wir im Frühsommer abgebaut und mitgenommen, hieß es doch, innerhalb von wenigen Wochen würde alles neu gemacht werden, inklusive einer Zentralheizung. Unter diesen Umständen wäre er in Rumänien oder Bulgarien bestimmt wichtiger gewesen, aber wer hätte diese Entwicklung voraussehen können? Die Wände sind völlig ausgekühlt, es bröckelt der Putz, tiefe Rissen ‚zieren‘ die tragenden Wände. Aus ihrem nur wenige Quadratmeter großen Zimmer, ausgestattet mit einem kleinen Kästchen und einem Bett, begrüßen uns 8 Katzen. Der Rest läuft inzwischen draußen frei herum, die ans Haus angebauten Gehege sind geöffnet, von den Elementen gezeichnet hat der Verfall längst eingesetzt. So gut hatte die Zukunft noch vor kurzem ausgesehen, und jetzt das. Wahrlich, so schlimm war die Situation überhaupt noch nie…

 

Wie helfen? Investieren, das geht fast nicht, solange man nicht den Weg kennt, weiß, wohin das Ganze führen soll; schon morgen könnte ein Bautrupp anreisen und alle Investitionen kaputt machen. So bringen wir nun wenigstens wieder einen Ofen, montieren die Ofenrohre, sagen den Ankauf von Heizmaterial zu. Und bringen heiß ersehntes Katzenfutter, versprechen mehr, so bald als möglich. Wir haben natürlich auch warme Kleidung und Schuhe für die arme Frau mit uns, die denn überhaupt im Spital liegen müsste; das hat sie mit ihrer Unterschrift auf Eigenverantwortung verlassen, denn wer würde sich in ihrer Abwesenheit um die Katzen kümmern?!

Sie erzählt wieder und wieder die traurige Geschichte, eine Story, die wir in- und auswendig kennen – aber das Zuhören spendet Trost, wir wissen es! Durchhalteparolen werden ausgetauscht, und das Versprechen abgegeben, wir würden bald wieder hier sein. Inzwischen wird sie es wenigstens warm haben und die Katzen zu essen…

  

 

Still verlassen wir den nun so traurigen Ort; allein die Tatsache, wie oft stand das Asyl an der Kippe aber gemeinsam konnte es immer wieder gerettet werden, gibt Hoffnung für die Zukunft…

Bitte helfen Sie uns Frau Havranovra beizustehen; das Asyl braucht unsere Kraft, unsere Aufmerksamkeit und unsere Unterstützung, dringender denn je!!! ZUSAMMEN werden wir auch diese Krise meistern, so wie wir es in der Vergangenheit immer wieder getan haben! Für den Moment müssen wir Kosten übernehmen, für den Strom, für Wasser, für das Heizen, für die Versorgung – wer direkt mithelfen möchten, das kleine Asyl zumindest über den Winter hin zu versorgen, bitte notieren Sie zu ihrer Spende den Vermerk ‚Katzenhaus Bratislava‘, damit gehen Sie sicher, Ihre Spende wird zu 100 % allein diesem Zweck zugeführt!

Keine Ost-Fahrt ohne Kundgebung gegen das Töten von Straßentieren – und so konnten erstaunte PassantInnen am späten Nachmittag wieder abwechselnd Gevatter Tod und einen Aktivisten im Hundekostüm sehen, mit einem Banner, der ‚Death Penalty for Innocents? Stop Killing Stray Dogs‘ verriet!

   


Das Radio RespekTiere geht am kommenden Montag wieder on-air! Vergessts nicht einzuschalten, um 18 Uhr auf der Welle der Radiofabrik 97,3 oder 107,5; bzw. über cablelink 98,3; oder Radiofabrik-Livestream (www.radiofabrik.at)!

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