Neuigkeit zur Petition: Die letzten Wüstenelefanten auf der Abschussliste

https://www.change.org/p/frau-dr-hendricks-stoppen-sie-den-import-von-jagdtroph%c3%a4en-gesch%c3%bctzter-tierarten/u/21579640

Dr. Christian Felix

Deutschland

4. Okt. 2017 — Liebe Unterzeichnerinnen und Unterzeichner,

heute möchte ich Sie um Unterstützung für eine ganz besondere, akut vom Aussterben bedrohte Unterart von Elefanten bitten. Hier finden Sie die entsprechende Petition:
https://www.change.org/p/hon-minister-pohamba-shifeta-keine-jagd-auf-w%C3%BCstenelefanten-in-namibia-5ed38ebe-8723-4d36-b457-9eafe73c548b?recruiter=2041571&utm_source=share_petition&utm_medium=copylink&utm_campaign=share_petition

Die Wüstenelefanten Namibias sind legendär. Sie haben gelernt, unter härtesten Bedingungen zu überleben. Es gibt nur noch wenige, kleine Populationen. Doch gerade aufgrund ihrer Seltenheit und ihres ikonischen Status geraten sie, einer perversen „Logik“ entsprechend, bevorzugt ins Visier der Trophäenjäger. Anstatt die wenigen verbliebenen Wüstenelefanten zu schützen, gibt das namibische Umweltministerium (MET) immer wieder Wüstenelefanten zum Abschuss frei – so zuletzt vor einigen Wochen im August, als drei Tiere per Abschussgenehmigung zum Tode verurteilt worden sind.
Trotz weltweiter Empörung wurden Ende September zwei – von insgesamt nur noch fünf! – Wüstenelefanten-Bullen in der Ugab-Region erschossen. Einer der beiden – Kambonde – war als „Problemelefant“ deklariert worden, da er Häuser zerstörte und dort nach Essen suchte. Ein Trophäenjäger wurde auf ihn angesetzt. Doch Kambonde war dem Jäger nicht imposant genug, deshalb machte er sich auf die Suche nach einem anderen Bullen. Mit dem Einverständnis des MET erschoss er stattdessen den stattlichen Bullen Tsaurab, der von Insidern als „friedfertiger und gelassener Charakter“ beschrieben wurde. Am darauffolgenden Tag ließ das MET auch Kambonde erschießen.

Eine weitere Abschussgenehmigung für einen Wüstenelefanten steht noch aus. Es könnte sogar den legendären „Voortrekker“ treffen, der zu den letzten Bullen in der Ugab-Region gehört. Als vor einigen Tagen das Gerücht die Runde machte, eine Jagd auf Voortrekker sei im Gang, setzte ein Proteststurm ein. Dieser könnte Voortrekker das Leben gerettet haben. Es heißt, stattdessen werde nun ein „namenloser“ Wüstenelefantenbulle gejagt.

Vollkommen absurd mutet es an, dass das MET – als Antwort auf die massive Kritik – nun die Existenz von Wüstenelefanten bestreitet. So etwas gebe es in Namibia nicht, ließ der Pressesprecher des Umweltministeriums Romeo Muyunda verlauten – ungeachtet der Tatsache, dass Wüstenelefanten für viele Namibia-Reisende eine der größten Attraktionen darstellen. Zwar unterscheiden Wüstenelefanten sich genetisch nicht von anderen Elefanten. Doch sie haben ausgefeilte Überlebensstrategien entwickelt, um sich an die extrem trockenen Bedingungen anzupassen. Dieses Wissen wird von den erfahrenen Tieren an die Jungen und so von Generation zu Generation weitergegeben. Jeder Wüstenelefant ist unersetzlich.
Deshalb möchte ich Sie bitten, die Petition gegen jegliche Jagd auf die Wüstenelefanten zu unterstützen:
https://www.change.org/p/hon-minister-pohamba-shifeta-keine-jagd-auf-w%C3%BCstenelefanten-in-namibia-5ed38ebe-8723-4d36-b457-9eafe73c548b?recruiter=2041571&utm_source=share_petition&utm_medium=copylink&utm_campaign=share_petition

Vielen Dank!

Herzliche Grüße
Christian Felix


 

 

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