Das Lichtarbeiter-Syndrom

http://transinformation.net/das-lichtarbeiter-syndrom/

Das Hindernis, das viele hochbewusste Menschen in eine Falle tappen lässt

Von Steve Pavlina gefunden auf GOSTICA; übersetzt von Taygta

Dieses Hindernis nenne ich das Lichtarbeiter-Syndrom. Es ist das, was geschieht, wenn jemand auf einer höheren Bewusstseinsebene aufwacht, aber nicht herausfinden kann, wie er mit seiner höheren Bestimmung leben und gleichzeitig für seinen täglichen Unterhalt sorgen kann. Solche Menschen haben grosse Schwierigkeiten, mit höheren Bewusstseinsebenen in Verbindung zu bleiben, während sie gleichzeitig fest in der physischen Welt verankert sind. Viele von ihnen sind so frustriert von dieser Erfahrung, dass sie depressiv werden und das Gefühl bekommen, aufgeben zu wollen und einfach „nach Hause“ zu gehen (d. h. in die nicht-physische Welt ‚zurückzukehren’).

Spirituelle Verbundenheit vs. physische Erdung

Diese leidenden Lichtarbeiter fühlen sich oft gezwungen, kompromissvolle Entscheidungen zu treffen: Entweder bleiben sie gegen oben angeschlossen und sind völlig ungeerdet, oder sie verlieren diese höhere Verbindung und sind dafür mehr geerdet. Dies sind wirklich harte Entscheidungen, und so schwingen viele von ihnen hin und her und sind nie ganz sicher, welches der richtige Weg ist.

Folglich leisten diese Lichtarbeiter entweder bedeutungslose Arbeit, die ihnen nicht gefällt, ihnen aber materiell etwas einträgt, oder sie leisten zielgerichtete und spirituelle Arbeit, die sich aber kaum bezahlt macht. Schliesslich geben sie ihr höheres Ziel auf oder opfern ihr Einkommen, weil es sehr, sehr schwierig scheint, beides gleichzeitig zu befriedigen. Aber diese Entweder-Oder-Entscheidung fordert auf lange Sicht ihren Tribut. Es ist hart, seinen höchsten Zielen treu zu bleiben, wenn man sich ums Bezahlen der Miete Sorgen machen muss, und es ist hart, gutes Einkommen zu erwirtschaften, wenn einer Arbeit nachgehen muss, die keine Inspiration bietet.

Die eigentliche Falle ist der Entweder-Oder-Glaube selbst. Es ist ein Fehler zu denken, dass man, indem man das tut, was man liebt, nicht reichlich Ressourcen anziehen kann. Es ist auch ein Fehler zu glauben, dass man anderen Menschen dann am besten helfen könne, wenn man mittellos bleibt. Viele Lichtarbeiter sind so empfindlich gegenüber der Befürchtung, des Geldes wegen ihre Bestimmung zu opfern, dass sie denken, es sei besser, überhaupt kein Geld zu haben… oder kaum genug, um zu leben.

Wie es typisch ist für viele Lichtarbeitern, bin ich sehr sensibel gegenüber der Vorstellung, Geld „auf die falsche Art“ zu verdienen, denn ich habe eine starke Abneigung – ich würde es sogar als totale Abscheu bezeichnen – meine Werte zu verletzen, um Einkommen zu generieren. Wenn man jedoch mit finanzieller Knappheit konfrontiert ist und man sein Haus oder die Wohnung verlieren könnte, weil man den Zins nicht bezahlen kann, ist es schwierig, die eigene Integrität zu behalten. Denn wenn man unter Stress ist wird man wahrscheinlich seine Schwingung herabmindern und sein Bewusstseinsniveau senken. Und man kann so tatsächlich zu einer anderen Person werden. Wenn dein Überleben und deine Stabilität bedroht sind, werden diese zu deiner Priorität im Leben. Zum Glück war ich schon lange nicht mehr in dieser Situation, aber ich weiss, wie das ist. Es ist verflixt hart, an den Dienst für Andere zu denken, wenn man mit seiner Miete im Rückstand ist, tief in den Schulden steckt und man eine Nachricht an die Tür geklebt bekommen hat mit der Aufforderung: „Zahle innerhalb von drei Tagen oder verlasse die Wohnung“.

Die Lösung darin besteht also nicht darin, zwischen der Verbindung zum Höheren Selbst und dem geerdet Sein zu wählen. Wie du erraten kannst, braucht man beides. Aber du kannst nicht dahin kommen, bis du verstehst, warum du nicht bereits jetzt beides hast.

Angst vor der eigenen Macht

Der Grund, warum du nicht deine beständige Verbindung zur Quelle beibehalten kannst UND gleichzeitig geerdet bleibst, ist weil du Angst davor hast, was es bedeutet, erfolgreich zu sein.

Es besteht eine gute Chance, dass du dieser Aussage nicht zustimmen wirst – ich hätte ihr vor ein paar Jahren auch nicht zugestimmt –, aber bitte bleibe unvoreingenommen, während ich dir erkläre, warum das so ist.

Zunächst einmal: es ist möglich, mit der Quelle verbunden zu bleiben und gleichzeitig geerdet zu sein. Das ist nicht nur ein ‚New Age’-Konzept – es ist ausgesprochen praktizierbar.

Einerseits habe ich mein höheres Ziel, meinen spirituellen Glauben und mein Gefühl der Verbundenheit mit allen Menschen. Wenn ich mit diesen Gedanken in Resonanz bin, bin ich motiviert, den ganzen Tag lang den Menschen zu dienen und zu helfen. Andererseits lebe ich aber auch in der physischen Welt. Ich muss die Grundbedürfnisse für mich selbst und meine Familie decken, was in der Praxis bedeutet, dass ich ein Einkommen brauche. Ich kann nicht zu luftig-abgehoben sein, wenn das bedeutet, dass ich keinen Platz zum Leben habe. Ich muss richtig geerdet bleiben.

Verbundenheit + Erdung = Synergie

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