eine wunderschöne Weihnachtsgeschichte! Wir bedanken uns!

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eine wunderschöne Weihnachtsgeschichte! Wir bedanken uns!

Passend zur Vorweihnachtszeit möchten wir Euch heute gerne einmal eine ganz besonders schöne Geschichte erzählen; es geht dabei um den fabelhaften Hund Bobbi, der noch vor wenigen Wochen auf den Straßen von Breznik in Bulgarien seinen persönlichen Überlebenskampf führen musste.

Im Zuge unseres Kastrationsprojektes im kleinen Städtchen hart am Rande der Welt war er nicht weiter aufgefallen, in Fakt, ist er unentdeckt geblieben; bis wir am letzten Tag der Aktion das kleine Geschäft unweit des OP-Raumes aufsuchten, wie hundert Mal zuvor, um dort rasch noch ein bisschen Zucker und Brot zu kaufen.

Plötzlich stand er vor uns, mit einer Kette festgebunden, die ihrerseits um einen kleinen Baum geschlungen war. Ein Arbeiter meinte: ‚Schau mal, den hab ich für Euch eingefangen; vielleicht sollte der auch kastriert werden!‘ Wie recht der Gute doch hatte – aber welch unfassbar großartigen Hund er irgendwo im nirgendwo einfing, ich glaube, er wird es nie erahnen…

 
 

Fotos: Bobbi am OP-Tisch, in besten Händen (Dr. ‚Didi‘ Rangelova, Rumi Tadorova)!; Reihe 2: bei der Verabschiedung nach dem Projekt; Bobbi im Hundehotel

Jedenfalls, Bobbi freute sich riesig uns zu sehen; ohne jede Probleme ließ er sich zum Behandlungsraum führen, die Betäubungsspritze der Tierärztin im Saal schien er dann gar nicht zu bemerken, und überhaupt nur der Umstand, dass sich zum einen das Wetter außergewöhnlich mild für die Jahreszeit, ja sogar sehr warm und es vor allem trocken, präsentierte – laut Wetterbericht dann auch noch für die folgenden Tage – und er zum anderen bei guter Gesundheit war und männlich, sollte es möglich machen, ihn noch zu kastrieren. Normalerweise würden wir das nicht tun, dann, wenn es nicht die Möglichkeit gibt, den Patienten mindestens 24 Stunden nach dem Eingriff im Auge zu behalten. Jetzt war es aber erst früher Morgen, und weil der letzte Tag traditionell immer bis spät in den Abend hinein mit Arbeit gefüllt ist, und unter der Miteinbeziehung genannter Aspekte, entschied die Veterinärin, die OP dennoch durchzuführen.

Bobbi wachte dann sehr schnell aus seiner Betäubung auf, und schon nach kurzer Zeit war er wieder bei bester Laune; so beließen wir ihn zwar einige Stunde in der Box, aber am Nachmittag dann schon durfte er raus zurück in die Freiheit. Jemand versprach, die nächsten Tage nach ihm zu sehen, und bei nur geringsten Anzeichen von Problemen die Tierärztin zu rufen. Alleine, Bobbi entschied anders; er wollte seine Freiheit anscheinend gar nicht wieder, im Gegenteil, er blieb einfach im überdachten Teil des zerfallenden Gebäudes auf einem dort gelagerten Ballen Stroh liegen und beobachtete höchst interessiert unser Tun. Jedermann/frau, der/die an ihm vorbeiging, wurde mit besonderer Aufmerksamkeit begrüßt, ein Schmeichler sondergleichen, und im Handumdrehen hatte er alle Herzen erobert.

 

Fotos: auch diese beiden Süßen aus dem Kastrationsprojekt konnten jetzt endlich zu uns kommen! Die kleine Lady links sucht vielleicht auch noch ein zu Hause (wir informieren in Kürze)!

 

…und diese Beiden sind auch mitgekommen! 🙂
Doch dann, es war nun bereits stockdunkel, kam die Stunde des unvermeidlichen Abschieds; jetzt mussten wir den Saal endgültig zusperren, die Schlüssel bei der Gemeinde abgeben. Alles war in den alten Zustand rückversetzt, alles bei der Aktion Übriggebliebene in unsere Autos verstaut – und Bobbi saß da noch immer in seinem Stroh und schien zu sagen – bitte, nicht auf mich vergessen…

Natürlich, man kann nicht alle Straßenhunde aufnehmen, diese Möglichkeit ist leider in der Realität unumsetzbar; die nahe Hundeherberge, dort, wo die lokalen TierschützerInnen und auch wir Hunde für den späteren Transport in den Westen ‚zwischenparken‘ konnten, war längst übervoll, quoll bereits aus allen Nähten. Außerdem, wir mussten im frühen Morgengrauen bereits aufbrechen in eine andere Stadt, 400 Kilometer von hier entfernt.

So verabschiedeten wir uns, der Süße wurde gedrückt, versorgt und mit allen Glückwünschen bedacht, dann fuhren wir los. Ein Blick in den Rückspiegel brach fast das Herz – Bobbi blieb einfach vor dem Tor sitzen, blickte nach uns, fast flehend, jeder Muskel in seinem Körper gespannt auf das Signal: ‚Komm, lauf her und hüpf rein ins Auto‘… aber das Signal kam nicht, und langsam verschluckte die Finsternis seine Umrisse; manchmal muss der Verstand einfach das Herz besiegen…

Doch der so mühsam errungene Sieg sollte kein dauerhafter sein – nur wenige Stunden später, es war nun bereits nach Mitternacht, griff ich nochmals zum Telefon, schickte der so wunderbaren Tierschützerin Rumi eine Kurznachricht, denn ich wollte niemanden zu dieser Uhrzeit wecken: ‚Bitte, bitte frag gleich morgen früh nach, ob vielleicht doch jemand zurück nach Breznik fahren könnte, um erneut nach Bobbi zu suchen; bitte versucht ihn im Hundemotel unterzubringen, wie auch immer, wir werden so schnell als möglich ein zu Hause für ihn finden, fest versprochen!‘ Die Antwort kam, keine zwei Minuten später; Rumi, die Großartige, sie hatte ebenfalls nicht schlafen können, aus selbigen Grund, selbige Gedanken hatten sie geplagt; sie war so froh über die Nachricht, würde jetzt noch alles in die Wege leiten für die ‚Rückholaktion Bobbi‘!!! 🙂

Es sollte dann noch nicht einmal Mittag sein, als ein durch und durch erlösendes Foto auf meinem Mobiltelefon erschien – Reni, so unfassbar schön das Bild, war darauf sehen, und Bobbi, der an ihr hochsprang, offensichtlich in großer Erleichterung!
Sooooooooo schön, Sie können sich bestimmt vorstellen, wie oft wir das Foto angeschaut, wie sehr wir uns gefreut hatten – der Tag war gerettet, wir hätten die fantastische Nachricht am liebsten in die ganze weite Welt hinausgeschrien!
Manches Mal, leider viel zu selten, aber dennoch immer wieder, werden kleine Märchen zur Realität; man muss nur fest an Wunder glauben, und darf die Hoffnung und den Mut nie verlieren!
 

So, und unser Versprechen lösten wir natürlich schnellstmöglich ein – Bobbi ist zusammen mit vier anderen Glücklichen aus unserem Kastrationsprojekt im für Hunde noch immer goldenen Westen angekommen! Er hat nun die Chance auf ein Leben, welches er sich noch vor wenigen Wochen in seinen kühnsten Träumen nicht hätte vorstellen können – dank Ihnen, die Sie uns mit Ihrer Unterstützung erst die Möglichkeit für solche in ihrer Wertigkeit nicht hoch genug einschätzbare Kastrationsprojekte geben – von ganzem Herzen ‚Danke‘ dafür!!!!

Bobbi heißt jetzt Tommi, und er sowie Mila, die unfassbar sanfte kleine Jagdhündin, sind jetzt auf einem Pflegeplatz in Bayern, unweit des Chiemsees. Milas Geschichte ist dann wohl genauso bewegend wie jene des Wunderhübschen. Während Tommi die OP so hervorragend wegsteckte, gab es bei ihr Komplikationen; ja, es ging ihr schlecht, sehr schlecht sogar. Vom frühen Morgen weg bis zum späten Abend musste ihr Zustand immer wieder stabilisiert werden, und es verging keine Minute, wo nicht zumindest ein/e TierschützerIn ihr zur Seite stand, sie umsorgte, sich an sie kuschelte. Wie war die Erleichterung groß, als sie beim Einbrechen der Dunkelheit erste Schritte selbstständig wagte, bald darauf ein paar Happen Essen zu sich nahm! Die Entscheidung war gefallen, nicht erst jetzt, sondern eigentlich schon als sie in den Saal gebracht worden war: Mila darf nie mehr zurück auf die Straße…
Wer Interesse an Mila oder Tommi hat, wir leiten Ihre Briefe mit Freude weiter!

 
 

Natürlich kosten Kastrationseinsätze immer viel Geld; doch wo wäre dies besser angedacht, als im Bestreben unweigerlich folgendes künftiges Tierleid im vornherein zu unterbinden?! Mehr als fünftausend Euros pro Kampagne müssen aber dennoch erst finanziert werden, dazu kommen dann noch die Kosten der Unterbringung für verletzte, kranke oder jene Hunde, die später mit in den Westen kommen dürfen, sowie der Transport dieser selbst, welcher sich mit rund 100 Euro pro Tier niederschlägt. Deshalb dürfen wir nicht müde werden, Sie zu bitten: bitte helfen sie uns helfen! Ohne Ihre Hilfe sind wir hilflos! Ohne Ihre Unterstützung wären Geschichten wie jene von Bobbi nicht möglich, bitte vergessen Sie das niemals! 🙂

Es gibt auch gute Nachrichten aus Niederösterreich – Sie erinnern sich bestimmt, dort konnten wir einen Fall von schlimmer Pferdehaltung aufdecken und mithilfe des Tierheim Krems eine chronologische Aufstellung der Vernachlässigung dem zuständigen Amtstierarzt präsentieren. Der griff auch prompt ein, bei einer jetzigen Nachkontrolle präsentierte sich die Situation nun – bis auf die Punkte, welche nicht von heute auf morgen zu lösen waren (Lichteinfall beispielsweise) – erstmals tiergerecht! Sie sehen daran, wie wichtig es ist, schlechte Tierhaltung den Behörden oder dem nächsten Tierschutz- bzw. Tierrechtsverein zu melden!!!

 
Unglaublich! Charlotte aus Grödig bei Salzburg veranstaltet nun schon seit mehreren Jahren mit großer Liebe zum Detail ihre privaten Flohmärkte, immer mit der Möglichkeit ein Frühstück in ganz besonderem Rahmen zu genießen, und hat damit bereits tausende Euros für den Tierschutz eingenommen – den Reinerlös solcher Veranstaltungen teilt sie dann immer zwischen verschiedenen ihr nahestehenden Organisationen auf!

Nie vergisst sie dabei auf RespekTiere – jetzt zum Beispiel durften wir uns über über 500 Euro freuen, welche wir für die kommenden Kastrationsprojekte so dringend benötigen! Einfach nur großartig, was alles mit Eigeninitiative möglich wird – Allerherzlichsten Dank, liebe Charlotte!!!

 

Ein großer Dank gebührt an dieser Stelle einmal mehr unserem Partnerverein, der Pfotenhilfe Lochen (www.pfotenhilfe.org), welche uns am vergangenen Adventsonntag wieder einmal zu sich eingeladen hatte – der inzwischen schon traditionelle ‚Adventpunsch‘ stand am Programm, und unglaublich viele Menschen folgten dem Ruf! Trotz bitterer Kälte passierte so eine ganz wunderbare Veranstaltung im größtmöglich faszinierenden Rahmen: den hunderten Schützlingen vom Lebenshof der Pfotenhilfe! Einfach nur großartig, wir freuen uns schon riesig auf das nächste Mal!!!!!

    
Fotos: leider haben wir gefangen in der wunderschönen Atmosphäre (fast) ganz auf das Fotografieren vergessen; jedenfalls war der Andrang zum Adventpunsch ein großer, und sogar Nikolaus selbst sollte unter den BesucherInnen gewesen sein!
Wir bedanken uns von ganzem Herzen bei der Pfotenhilfe für die Möglichkeit, Teil solch wunderbarer Veranstaltungen sein zu dürfen!!!

 

Am kommenden Samstag und Sonntag, jeweils von 14 bis 20Uhr, bietet sich für TierfreundInnen nochmals die Gelegenheit einen Adventmarkt für die gute Sache zu besuchen!
Im bayerischen Laufen, der Nachbarstadt des österreichischen Oberndorfs, gibt es Samstag und Sonntag einen Stand der großartigen Katzenhilfe Salzachtal e.V., wo man neben Punsch und Glühwein auch alle möglichen Geschenksideen erstehen kann!

Achtung, Achtung! Wir dürfen vom 14. bis zum 17. Dezember wieder beim legendären Tollwood-Festival (www.tollwood.de) in München mit einem Stand vertreten sein! Bitte kommt’s uns dort besuchen, wir freuen uns auf Euch!!! Ihr findet uns wie immer im ‚Grünen Pavillon‘!
Aber nicht nur wegen uns, das Tollwood ist sowieso immer einen Besuch wert – einfach anschauen und genießen, Ihr werdet es nicht bereuen! Tollwood ist eine echte Pflichtveranstaltung, die man einfach gesehen haben MUSS!!!

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