Achtung! Demo zur Wolfsdebatte in Salzburg!!!

http://www.respekTiere.at

 

Achtung! Demo zur Wolfsdebatte in Salzburg!!!

„Welche Lehren könnten wir aus der Geschichte ziehen, wenn der Mensch nur daraus lernen wollte! Aber Leidenschaft und Partei machen uns blind, und das Licht der Erfahrung ist eine Laterne am Heck, die nur auf die Wellen hinter uns scheint!“ (Samuel Taylor Coleridge).

Heute trafen sich RespekTiere-AktivistInnen, um gegen die Forderungen zum Wolfsbschuß zu protestieren!

 
 


Bitte lesen Sie die Hintergründe, welche zu der Kundgebung geführt haben!!!

Es ist einfach nur unfassbar – kaum scheint der Wolf zurückgekehrt nach Österreich, über 125 Jahre nach seinem Verschwinden, schreit man schon wieder aus verschiedenen Lagern nach seinem ‚Abschuss‘! Seit 1892 gilt die Art in unserem Land als ausgestorben (wobei ‚ausgestorben‘ wohl der falsche Ausdruck ist, denn er impliziert nicht den Grund des Verschwindens; ‚ausgerottet‘ muss es dann heißen, verfolgt, vergiftet, niedergeschossen), und als um 2009 erste Berichte von neuen Wolfssichtungen in der Republik auftauchten, war die Reaktion auf das langsame Wieder-Erscheinen Isegrims zuerst noch fast euphorisch.

Nur, warum auch sollte es dieses Mal anders sein, die anfängliche, vorsichtige Euphorie hat sich längst und schnell wieder gelegt; trotz Artenschutzbestimmungen, trotz Verpflichtung zum Natur- und Umweltschutz, ja, trotz Tierschutz als Staatsziel, wissen so viele Menschen vom einfachen Bauern bis hin zu obersten Politbonzen im wunderschönen Österreich – das sich so gerne als, selbstredend durch und durch naturschützendes Tierschutz-Vorzeigeland gibt – erneut nicht mit den Zeichen der Zeit umzugehen! Als wäre sie stillgestanden, reagiert man genauso wie man es schon im Mittelalter tat – mit völlig übertriebener Panikmache; und die Folge daraus führt ohne Frage einmal mehr direkt in den einfachsten Weg, den Weg der bedingungslosen Gewalt, der vermeintlichen Männlichkeit, der Möglichkeit zur Profilierung auf Kosten der Geschöpfe, der Phrasendrescherei, der Ignoranz; alternative Ideen zum geplanten Morden? Fehlanzeige.

 

Foto: aus einer Auslandsjagd-‚Weerbebroschüre‘ auf der Hohen Jagd in Salzburg – lassen wir so etwas nicht mehr zu!

Hat man aus der Geschichte wirklich nichts gelernt? Am Beispiel des Artenschutzes ist die Frage leider äußerst einfach zu beantworten: alles andere als ein klares ‚Nein‘ wäre nämlich eine schlichte, erbärmliche und vorsätzliche Täuschung! Wie wir auf eine derart niederschmetternde Antwort kommen? Der Biber ist zurück – und muss schon wieder weg, zumindest teilweise! Der Otter kommt retour – Gift und Galle wird gespuckt – möchte Sie wetten, es wird ihn bei uns nicht lange geben?! Der Bär versucht seit Jahren ein Comeback: chancenlos! Fast alle der wunderbaren Tiere, mühevollst ‚re-naturiert‘, einfach ins Nirgendwo entführt, auf Nimmerwiedersehen verschwunden. Manche davon sind allerdings dann auch wieder aufgetaucht – ausgestopft in versteckten Jagdhütten! Die Jägerschaft wäscht ihre blutbefleckten Hände in Unschuld, wie sie es immer tut; dazwischen irgendwo ein dümmliches Grinsen, wenn ein Kretin seine verlorene Männlichkeit mit Hilfe seiner Waffe wiederhergestellt zu haben glaubt; allerdings, er vergisst dabei, größer wird sein Geschlechtsteil durch den tödlichen Schuss auch nicht, und dasselbe gilt natürlich fürs Gehirn. Weitere Beispiele in einer beschämenden Historie? Das Ziesel kämpft ums Überleben – Hilfestellung von Seiten der Politik: Fehlanzeige! Von Seiten vieler Landwirte: da wird sie todsicher gewährt! Rabenvögel stehen unter Schutz – die Abschusszahlen gehen trotzdem wieder in die Zehntausende! Der Luchs versucht ansässig zu werden: erfolglos! Auch hier sind fast alle ausgesetzten Exemplare verschwunden, einige wiederaufgetaucht – ebenfalls als bloße Trophäen in Jagdhütten, und auch in Kühltruhen der Jägersmänner und –frauen – Mordmanns Heil!

Und jetzt der Wolf – wir alle wissen, er hat in Wahrheit, bei allen Versuchen die Tatsachen schönzureden, in einem Land wie dem unseren – so niederschmetternd das auch ist – auf Dauer kaum den Funken einer Chance! Ewiggestrige und Trophäengeile laden schon ihre Gewehre, und pure Tötungslust ist ihr Antrieb. Ja, sie verstecken ihre Steinzeitmenschengefühle hinter Schlagworten, Hetze ist das ihre, und wir möchten gar nicht wiederholen was da Dümmliches aus eigentlich ganz klugen Köpfen kommt; nur alleine zu wissen, dass man in einer modernen Gesellschaft, die sich ihrerseits immer weiter ausbreitet und an allem und jedem schmarotzt, anscheinend keine Möglichkeit findet, ein paar Tiere, welche schon Jahrtausende vor uns das Land besiedelt hatten, zu integrieren, muss einen nachdenklichen Menschen schon die Schamesröte ins Gesicht treiben!

 

Foto: auch das weibliche Geschlecht ist offensichtlich nicht immun gegen den erbärmlcihen Virus des Lustmordes…

Ja, es gibt Berichte von gerissenen Schafen auf den Weiden; und ja, wir wissen, so etwas kann ein Blutbad sein. Bei aller Vorverurteilung des Wolfes sollte jedoch nicht vergessen werden, haben Sie überlegt, was die Schafe ‚auf natürlichem Weg‘ ansonsten erwartet? Der Schlachthof ist es, wo unweigerlich – egal welch mehr oder weniger schönes Leben sie davor hatten – vom Einfangen über den Transport bis zum Bolzenschuss ein einziges Martyrium auf die armen Tiere zukommt. Deshalb verwundern die in den letzten Wochen so oft gehörten Aussagen von Landwirten doch ein wenig, wenn sie uns weißzumachen versuchen, wie sehr sie doch darunter leiden, wenn sie tote Schafe auf den Weiden finden. Natürlich wollen wir ihre Gefühle nicht in Frage stellen, und bestimmt ist der Anblick totgebissener Tiere ein herzzerreißender, furchtbarer, aber jemand, der seine Schützlinge letztendlich spätestens am Weg in den Schlachthof bitter verrät, möchte doch tatsächlich behaupten, es wäre emotional so viel schlimmer sein totes Schaf auf der Wiese zu sehen als sein totes Schaf in die Hölle des Schlachthofes auszuliefern? Jedermann/frau versteht die Problematik, aber warum kann man die nicht benennen, so wie sie ist? Dass ein wirtschaftlicher Schaden entstand, dass man jetzt wohl auch noch investieren sollte, um seine Schützlinge auch wirklich zu schützen, dass einem der Anblick getöteter Tiere auf der Weide selbstredend nahegeht? Warum aber muss die Gefühlsebenenschienen überstrapaziert werden, bis hin zur Unglaubwürdigkeit? ‚Ich liebe meine Tiere‘, spricht so mancher Bauer, und es wäre schön, wenn dem auch tatsächlich so wäre; dann würde nämlich das unsagbare Töten in den Schlachthöfen bald der Vergangenheit angehören! Denn ganz ehrlich, kann man jemanden lieben und ihn/sie dann trotzdem in Folge unweigerlich zum Schlachthaus karren? Ist so etwas tatsächlich möglich, ohne an Schizophrenie zu leiden? Warum sagt man nicht ‚ich mag meine Tiere‘, was wesentlich legitimer wäre; vielleicht, weil der Satz andersrum wesentlich besser in eine längst verblasste Bauerhofromantik passt, KundInnen so etwas nun mal gerne hören?

Aber zurück zur eigentlichen Thematik: Der Tiroler Bauer Christian Ilmer etwa, er hatte vor wenigen Monaten sechs Schafe verloren, erzählte der ‚Krone‘ passend dazu seine Geschichte. ‚Ein Wolf hat sie gerissen‘. Der rein materielle Schaden, betonte das Nachrichtenblatt, wurde ihm unbürokratisch abgegolten, ‚aber nur ein Bauer kann nachvollziehen, was es heißt, ein Stück Vieh zu verlieren‘, schlussfolgerte Bauer Ilmer. Dieselbe Frage stellt sich an dieser Stelle erneut – wo liegt der große Unterschied für ihn, ob sein ‚Stück Vieh‘ (man beachte die Wortwahl!) vom Wolf oder vom Metzger getötet wird? Beides endet im Blutbad, beides im unweigerlichen Tod, für beides kriegt er bezahlt. Nur dem Fleischer bringt er ‚das Stück Vieh‘ freiwillig, und hunderte Male öfters…

Über die tatsächlichen Regungen von Landwirten mögen wir uns vielleicht nicht ganz im Klaren sein, aber wie wird es für das Schaf selbst aussehen? Eines ist klar, kein Wesen mag sterben müssen; aber wie auch immer, soweit man die Sachlage nachvollziehen kann, ist der Angriff des Wolfes ein überraschender, schneller, ein solcher, der den Körper und den Geist des Beutetieres lähmt; der Tod im Schlachthaus dagegen ist ein langwieriger – vielleicht nicht (in jedem Falle) das Sterben selbst, aber bis es soweit ist; denn Todesangst begleitet die Tiere über Stunden hinweg, wohl schon während des Transportes erahnen sie die Endgültigkeit der Situation; erst recht im Schlachthaus, wo der Gestank nach Tod und Blut über allem liegt. Und nochmals, Fakt ist, die Wahrscheinlichkeit des gewaltsamen Todes durch den Wolf ist eine, wir werden es später lesen, 0,01 %ige; zu Sterben durch die Hand des Metzgers im Vergleich dazu eine nahezu 100%ige.

 

Fotos: Schafe beim Metzger – auch keine appetitliche Angelegenheit… schon gar nicht, wenn besagte Landwirte dann ihre Tiere auch dorthin verkaufen, wo man weiß, dass sie ohne jede Betäubung getötet werden (Bilder unten); aber das tut bestimmt niemand, der sich über den Wolf beschwert!

   

Verstehen Sie uns an dieser Stelle bitte nicht falsch, natürlich muss es ein Schock für die Tierhalter sein, von Wölfen getötete Schafe auf der Weide zu finden; ohne jede Frage. Aber dann so zu tun, als wäre man selbst der beste Freund der Tiere, ein jemand, der diesen ein wundervolles Leben unter allem Schutz und mit aller Liebe gewährleistet, kann nur sehr beschränkt gelten. Denn auch für den Landwirten und die Landwirtin sind die Tiere zuallererst nichts anderes als ein lebender Fleischvorrat, ein Kapital, das man mit Euro bewertet, es bestenfalls respektiert, aber schon alleine zum Selbstschutz wohl nicht lieben kann. Denn, nochmals, wer von uns würde das, was er/sie vom Herzen liebt, in einen Schlachthof karren?

weiter:::

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