Der Lebensstil der Menschen in den westlichen Industrienationen beispielsweise ist nur als etwas aus dem Zusammenhang Gerissenes, als „Abstractum“, eine mögliche Existenzweise. Wenn ich diese Lebensweise im Zusammenhang des Ganzen, im Kontext der Bedürfnisse der ganzen Menschheit und der ökologischen Tragfähigkeit der Erde betrachte, erkenne ich ihren wahren, zerstörerischen Charakter.

https://www.rubikon.news/artikel/dem-lebendigen-dienen

Marx knüpft an Hegels „Herr-Knecht-Gleichnis“ an.

Gleicht Arbeit dem Verhältnis zwischen Herrn und Knecht, dann wird der Arbeiter zu einem Ding, das benutzt wird.

Er verliert seine Menschlichkeit, die darin besteht, ein Zweck in sich selbst, statt Mittel für die Zwecke anderer zu sein.

Den Menschen, der so arbeiten muss, nennt Hegel „entfremdet“. Was Hegel in seiner „Phänomenologie des Geistes“ für die Agrargesellschaft analysierte, erforscht Marx für den kapitalistischen Produktionsprozess.

 

Das Leben lieben oder tote Dinge verehren

Im Neoliberalismus sind die Natur zur ausbeutbaren Ressource und der Mensch zu „Humankapital“ geworden.

Sein wird durch Haben, Lebendigsein durch Konsumieren ersetzt.

Das ungeschriebene Gesetz des Neoliberalismus lautet: Sei nicht! Denn sein heißt, im Austausch mit der Welt ein eigenes Selbst zu sein, lebendig zu sein.

Wer aber lebendig ist, ist unbeherrschbar.

Der schärfste Widerspruch, den ich dem Kapitalismus entgegensetzen kann, ist mein Entschluss, zu sein − ein wirklich lebendiger Mensch zu sein.

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