Reparieren oder neu kaufen?

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Reparieren ist für die Umwelt fast immer das Beste. Die jüngsten Untersuchungen des Öko-Instituts in Freiburg bestätigen diesen Befund.
cc: Ökoinstitut Freiburg

Den kaputten Staubsauger reparieren oder einen Neuen kaufen?

Die Waschmaschine nach zehn Jahren gegen eine Effiziente austauschen?

Den defekten Kühlschrank auf den Recyclinghof oder zur Reparatur bringen?

Das Öko-Institut in Freiburg hat sich im Auftrag des Umweltbundesamtes erneut mit diesen Fragen ausführlich auseinandergesetzt .

Die wichtigste Empfehlung: Aus ökologischer Sicht lohnt es mit wenigen Ausnahmen immer besser, defekte Haushaltsgeräte reparieren zu lassen und sie so lange wie möglich zu nutzen. Das spart Energie und Ressourcen, die für die aufwändige Herstellung neuer Produkte nötig sind. Und wenn man ein neues Produkt kauft, sollte man stets qualitativ hochwertige Produkte bevorzugen – sie haben in der Regel eine lange Lebensdauer und sind damit aus Umweltsicht und in vielen Fällen auch finanziell vorteilhafter.

„Die Energieeffizienz von zahlreichen Geräten hat sich, vor allem aufgrund der europäischen Richtlinien zum Energielabel und zum Ökodesign, in den letzten Jahren deutlich verbessert“, sagt Siddharth Prakash, Experte für nachhaltigen Konsum am Öko-Institut. „Da zukünftig keine großen Energieeffizienzsteigerungen zu erwarten sind, können Konsumentinnen und Konsumenten nur dann zum Klima- und Ressourcenschutz beitragen, wenn Sie in hochwertige und langlebige Geräte investieren und defekte Geräte reparieren lassen.“

Konkrete Rechenbeispiele für fünf Produktkategorien

Um sie bei dieser Entscheidung zu unterstützen, haben die Expertinnen und Experten des Öko-Institut konkrete Empfehlungen für Waschmaschinen, Kühl- und Gefriergeräte, Spülmaschinen, Wäschetrockner und Staubsauger zusammengestellt.

Das Ökoinstitut fordert die europäische Politik und Gesetzgebung auf deutlich mehr Anstrengungen unternehmen, um die Rechte und Interessen der Verbraucherinnen und Verbraucher zu stärken, damit sie aktiv zur Förderung von langlebigen und reparaturfreundlichen Produkten beitragen können. Dazu gehört unter anderem, bessere Rahmenbedingungen für Reparaturen zu schaffen,

Mindestanforderungen an die Haltbarkeit und Qualität von Produkten zu formulieren und die rechtlichen Instrumente, wie Gewährleistung und Garantien zu verbessern, um Obsoleszenz entgegen zu wirken.

12. OKTOBER 2018 
VON: 

  

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