31.10. Leserbrief SZ – erste relativ positive Antwort — Blog – Axel Burkart

https://axel-burkart.de/31-10-leserbrief-sz-erste-relativ-positive-antwort/

Blog – Axel Burkart

Der Autor des Artikel hat persönlich geantwortet und auch in einem gewissen entschuldigenden Ton. Seine Antwort und meine darauf ist hier wiedergegeben. Artikel der SZ: https://www.sueddeutsche.de/leben/boom-der-esoterik-heil-1.4186848?reduced=true

Sehr geehrter Herr Burkart,

haben Sie vielen Dank für Ihre Zuschrift, die ich mit Interesse und natürlich mit Bedauern gelesen habe. Es war nicht die Absicht des Artikels, die Person und die Ansichten, geschweige denn die Anhänger Rudolf Steiners zu diffamieren, eher ging es darum, sie geistes- und sozialgeschichtlich in die hier diskutierten Zusammenhänge einzuordnen, zumal auch bei der SZ und in meinem eigenen Umfeld Waldorf-Schulen besucht und bio-dynamische Eier gegessen werden. Es wird Sie nicht versöhnen, dass mich persönlich auch Steiners Leistungen auf dem Gebiet von Architektur und Bildhauerei sehr beeindrucken. Aber schreiben wollte ich es ihnen doch.Das heftige Pro und Contra, das mich zu diesem Artikel erreicht, zeigt immerhin, dass das Thema bis heute bewegt und einer Diskussion würdig ist, wobei ich aber eben nicht denke, dass sie zwingend in einer andächtigen Haltung zu erfolgen hat, sondern auch Schärfe und Polemik verträgt. Dass Ihnen die Art, wie ich das beschrieben habe, nicht zusagt, tut mir leid. Ich ärgere mich oft genug selbst über Inhalt und Form von manchem Artikel, auch im eigenen Blatt. Gleichzeitig hoffe ich, dass Sie der Süddeutschen auch weiterhin gewogen bleiben, selbst wenn gelegentlich ein Artikel, so wie jetzt meiner, nicht Ihren Beifall finden kann.
Mit besten Grüßen,
Ihr Peter Richter


Sehr geehrter Herr Dr. Richter,

ich bedanke mich für Ihre Mail! Es ehrt Sie, dass Sie so offen sprechen.
Es ändert sich aber für mich nichts daran, dass solche Artikel und vor allem die Gedanken des „Experten“, der keiner ist, die Kultur vergiften, da wo genau das Gegenteil der Fall ist.
Wir haben genug Vergiftung im politischen Raum. Wir brauchen das nicht auch noch in dem geistigen Raum.
Man spricht ja sonst auch von „geistiger Brandstiftung“. Das will ich Ihnen nicht unterstellen! Aber das ist es, was geschieht.
Die SZ hat hier einen Ton wie der SPIEGEL und der ist in Bezug auf Steiner ebenso schlimm, schlimmer.
Die AfD zu kritisieren und sich geistig selbst so zu verhalten ist leider der Ton vieler intellektueller Medien heute.
Deshalb ist für mich die Sache noch nicht beendet.
In der Ausgabe der SZ war auch eine Beilage „Chrismon“ mit der Überschrift: „Wir müssen laut werden“.
Ich werde laut werden, ich muss laut werden auch wegen dieses Artikels. Das ist der SZ nicht würdig! Aber vor allem Rudolf Steiner nicht.

Deshalb bleibe ich dabei, dass ich von der SZ einen anderen Artikel erwarte, einen Artikel, der sachlich über Steiner berichtet.
Dass hier Vieles schief läuft und kritisch zu sehen ist in den anthroposophischen Bewegung, das weiß ich. Ich bin selbst ein harter Kritiker.
Diese Kritik hat aber nichts mit Steiner zu tun und es ist an der Zeit, dass in der SZ wahrgenommen wird, was hier eigentlich geleistet wurde für die Zukunft der Menschheit.

Daher würde ich mich sehr freuen, wenn die SZ – kurzfristig – hier ein Signal senden würde, dass sie so etwas tun wird.
Sie können gerne auf meinem Blog dazu Beiträge lesen. https://axel-burkart.de/28-10-leserbrief-sz/
Und ich werde diese Sache nicht ruhen lassen, wenn sich nicht etwas Positives ereignet. Ich muss laut werden.

Mit besten Grüßen und bestem Dank für Ihr Verständnis.

Axel Burkart,
Dipl. Math.

6 Gedanken zu “31.10. Leserbrief SZ – erste relativ positive Antwort — Blog – Axel Burkart

  1. Geliebte Luise,
    es war köstlich zu lesen, wie der Kritiker auf den Kritiker trifft.
    Und da dachte ich doch bisher ganz naiv, dass der theosophische Geist ein Schlichter wäre und keinesfalls ein Richtender.
    Die kraftvolle Schwingung der Reformation ist heute wahrlich fühlbar.
    Schönen Sonntag
    Luxus

    Gefällt 1 Person

    1. ja LIEBES
      gestern hatte ich so etwas ähnliches wie n kampf: eine kommentatorin diskriminierte mich und einen anderen kommentator mit – ich fand – höhnischen attributen und verdrehten aussagen … der blogger unterstützte sie, es ginge nur um sprüche verschiedener individualitäten … (das thema war, dass ein KINDER-dieb verprügelt werden durfte, nachdem er gefasst war und beinahe angezündet worden war) . Nach einem ständig erneut ausweichenden hin und her schrieb ich :: „da liegen wohl noch einige steine auf dem weg der LIEBE“ … SPIRITUALITÄT wohin bist du entschwunden ??? frag ich — mich … da sind sie wieder die emotionalitäten, angriffe, aggressionen in hohn und zynismus verpackt und sähr eigenartige SELBSTeinschätzung uff .. luise

      Gefällt mir

      1. Wahrscheinlich hast du da für alle gesprochen, eventuell kam auch nur die strenge Mutter durch. Seitdem ich nicht mehr so streng mit mir bin, nehme ich auch manche Blogger nicht mehr schmerzvoll ernst. 😉 Geistiger Zusammenhalt ist halt öfter mal nur eine Ansichtssache, die im Tatsächlichen rasant entgleisen kann. Dem Leben sei Dank, sind wir jedoch kein Güterzug und das Internet auch kein Holodeck, sondern lediglich eine einzige Komponente darin. Die man jeder Zeit ausschalten kann, wenn die Sehnsucht nach Wirklichkeit uns packt.
        Dann fällt mir dazu noch ungefragt ein, ‚Gleich und gleich gesellt sich gern‘ und ‚Es findet stets zueinander, was passt‘. Ich bin mir dessen gewiss, dass das Göttliche derart genial ist, dass es mit einem einzigen Lichtblinzeln den ganzen Zirkus beenden könnte. Das würde jedoch den Weg in das Herz der Freude abkürzen, und wer kann das schon wollen?
        Zumal doch so viel Freude schon am Wegesrand zu finden ist, naja und manchmal sitzt da eben auch ein hart aussehender Geselle, der einfach keinen dauerhaften Zugang zu seinem Herzen finden kann, nicht mit sich selbst in Frieden sein kann.

        Was kann man da schon tun, mitfühlen und weiter gehen, nicht den eigenen Haken schlucken. Da hör ich noch ein paar Worte im Innenohr: Jeder werde glücklich nach seiner Fasson – scheint ja tatsächlich so zu sein, dass stetig und in allen Zeiten, alles gesagt wurde, was gewusst sein wollte, um selbstbestimmt ein schönes Leben zu erschaffen. Es ist so toll, dass all das, was einst nur die Könige wussten, heutzutage jeder wissen und überprüfen kann.

        Da hab ich mich doch echt mal ausgeplaudert, Dankeschön für den Raum und die Zeit.

        Ich umarme dich in Herz und Geist

        Ein Luxus

        Gefällt 1 Person

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