Vom Fehlen

Zuzalys Herz *Klick*

© DARC – Gastbeitrag mit Genehmigung einer jungen Autorin

Vom Fehlen

seitdem dein Arm sie verließ

hängen meine Schultern erbärmlich am Boden

meine Hände, diese Schwächlinge,

streiken nun schon seit zwei Wochen

berichten zufolge warten sämtliche Fingerkuppen

nur auf dein Signal

fielen meine Füße nicht manchmal ermüdet

auf die Fließen, in der Küche, vor dem Herd

führten sie mich in hoffnungsvoller Disziplin

zu jedem Briefkasten dieser Stadt

mein Mund formt lästigerweise,

jede Rauchwolke nach deinem Vorbild

seine Winkel hängen wie enttäuschte Regenrinnen

jedesmal wenn das volative Werk

auf dem Wohnzimmer-Teppich verschwindet

alles sucht, von den Augen zu den Haaren

selbst der Bauchnabel – nach außen gekehrt

meine Ohren lassen sich nur deine Sätze sagen

dem Rest wird das Gehör verwehrt

ich brauche wohl kaum zu erwähnen

welch Schmerz mein Bett der Haut hinterlässt

nun drohte ich dem neuronalen Zentrum

mit der Liquidierung sämtlicher Gedanken

nur ich fühle mich einheitlich vollkommen

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