Das haben Sie möglich gemacht!

Der foodwatch-Jahresrückblick 2018 Um den Newsletter online zu lesen,
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vermutlich haben Sie schon einige Newsletter mit Jahresrückblicken erhalten oder lassen gerade Ihr persönliches Jahr 2018 Revue passieren. Ganz ehrlich: Für uns bei foodwatch war 2018 ein anstrengendes Jahr. Ein Jahr mit immer wieder frustrierenden Diskussionen und Ereignissen, wie zum Beispiel der Verlängerung der betäubungslosen Kastration von Ferkeln, deren Ende eigentlich längst beschlossene Sache war.Doch wir lassen uns nicht unterkriegen. Denn eines wissen wir sicher: Wir haben alles gegeben, um den Verbraucherschutz zu stärken und Unternehmen nicht alles durchgehen zu lassen! In einigen Fällen waren wir damit auch erfolgreich. Und das haben wir Ihnen, liebe Unterstützerinnen und Unterstützern, zu verdanken!

Wir haben einige der schönsten Erfolge hier für Sie zusammengefasst und möchten uns von Herzen dafür bedanken, dass Sie nicht müde werden, unsere Forderungen zu unterstützen und zu teilen! Denn eines ist klar: Ohne Sie ist unsere Arbeit nicht möglich.

SchulmilchHessen hat auf die Kritik von foodwatch reagiert und das Aus für die Förderung gezuckerter Schulmilch angekündigt. Jetzt subventionieren nur noch NRW, Berlin und Brandenburg gezuckerte Milchprodukte an Schulen. Doch auch in diesen drei Ländern wird die Zucker-Förderung überprüft. Außerdem mussten nach Abmahnungen durch foodwatch der Molkereikonzern Landliebe, die zu Tetra Pak gehörende Schulmilchmarke „Joe Clever“ und ein Lobbyverband der Milchwirtschaft unzulässige Werbungen stoppen, mit denen sie den gezuckerten Schulkakao bei Eltern und Schulen als gesund darstellen wollten.

Endlich trinkbares Leitungswasser in Sangerhausen

Seit September fließt in Sangerhausen im Harz endlich Trinkwasser aus den Leitungen, das ohne Bedenken getrunken werden kann. Jahrelang war das Leitungswasser so stark mit Uran belastet, dass Eltern dieses Wasser besser nicht Kindern unter zwei Jahren geben sollten. Gemeinsam mit einer Bürgerinitiative vor Ort machte foodwatch Druck beim lokalen Wasserverband. Mit Erfolg.

Windbeutel wirkt
Mehr als 100 Mogelprodukte haben Menschen auf unserer neuen Beschwerdeplattform Schummelmelder.de hochgeladen. Bei der Wahl zum Goldenen Windbeutel 2018 stimmten rund 70.000 über die dreisteste Werbelüge des Jahres ab. Und unser gemeinsamer Protest gegen Etikettenschwindel im Supermarkt zeigt immer wieder Wirkung: Der Babynahrungshersteller „Bebivita“ beispielsweise kündigte an, keinen Milchbrei mehr mit zugesetztem Zucker zu verkaufen. Und Bio-Hersteller Dennree hat das irreführende Etikett seines Produkts „Bratöl Olive“ überarbeitet.

Europa diskutiert über einen besseren Schutz vor Lebensmittelskandalen
Ob Gammelfleisch und Dioxin, Pferdefleisch-Betrug und fipronilbelastete Eier: Dass es immer wieder zu solchen Lebensmittelskandalen kommt, liegt ganz wesentlich an den Lücken und Schwachstellen des europäischen Lebensmittelrechts. Mit den neuen Möglichkeiten als kleine internationale Organisation (wir haben jetzt auch Büros in Amsterdam und Paris!) haben wir den ersten Schritt gemacht: Es wird über eine Reform der Lebensmittelgesetzgebung gesprochen – und zwar über mehr als nur ein bisschen Kosmetik, wie von der Europäischen Kommission geplant. Auch mit unserer ersten Protestaktion in Brüssel konnten wir das Thema setzen. Ein kleiner, aber wichtiger Erfolg: Denn fast alle Gesetze, die den Verbraucherschutz betreffen, werden in der EU gemacht.
Industrie-Ampel gestoppt

Fünf große Lebensmittelkonzerne, darunter Nestlé und Unilever, haben ihr Projekt für eine eigene Nährwert-Ampel gestoppt. foodwatch und weitere Verbraucherorganisationen hatten die „Industrie-Ampel“ immer wieder als irreführend kritisiert, da sie Lebensmittel gesünder aussehen lässt als sie in Wirklichkeit sind. Selbst bei ungesunden Produkten wie Nutella oder Tuc-Crackern hätte die Ampel nicht Rot gezeigt.

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer, auch im nächsten Jahr werden wir uns wieder mit aller Kraft für die Rechte von Verbraucherinnen und Verbrauchern einsetzen. Für Ihre Unterstützung dabei möchten wir uns schon jetzt bedanken.

Herzliche Grüße
Ihr
Martin Rücker
Geschäftsführer

P.S.: Nach Geld fragen zu müssen ist nie besonders angenehm, dennoch sind wir darauf angewiesen, damit wir politisch unabhängig arbeiten können. Wenn Sie uns bei unserer Arbeit und politischen Erfolgen wie den oben genannten auch finanziell unterstützen können und wollen, freuen wir uns sehr! Werden Sie foodwatch-Fördermitglied: www.foodwatch.org/de/spenden/foerdermitglied-werden/

Quellen:
© Aktionsbild Windbeutel: Peter-Paul Weiler, dpa picture alliance
© Bild Schulmilch: Christian Schwier, MP2 – fotolia.com/Montage: Roland Koletzki – foodwatch

Impressum

Herausgeber: foodwatch e.V., Brunnenstr. 181, 10119 Berlin, Deutschland
E-Mail: 
aktuell@foodwatch.de
Info-Telefon: 030 – 28 09 39 95
foodwatch ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Berlin, VR 21908 B, AG Charlottenburg
Geschäftsführer sind Dr. Thilo Bode und Martin Rücker.

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