Kind im Wind

Gottes Liebling Mensch

.

Sieh doch, dort ein Wind,
wie er in den Wipfeln der Bäume,
die Blätter tanzen lässt.

Offensichtlich ist der Wind,
dennoch der Mensch sieht
und greift ihn nicht.

Auch der Wind ist ein Geschöpf. Und der Mensch kann den Wind  hören, riechen, schmecken, auf der Haut und im Haar fühlen, aber wahrlich sehen – in Form und Gewand, in Farbe und haltbar – wird der Wind ihm nicht. Der Wind hat kein Gesicht, hat keinen Körper, hat weder Hand noch Fuß. Erscheint uns lediglich in der Bewegung des Bewegten und auch in einem Empfinden auf der Haut, wenn er uns direkt umarmt. So rein dabei bleibt und unfassbar erscheint.

Für das menschliche Auge zeigt sich der Wind als Paradox, dessen Wesen sicht- und unsichtbar zugleich und darüber hinaus, allumfassend sinnlich wahrnehmbar ist. Und in all dieser offensichtlichen Nichtigkeit, entfesselt des Windes unsichtbarer Leib eine Kraft, die ihres gleichen vergeblich…

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