S&G — Unternehmer Hayek: „Von der EU nicht erpressen lassen“

msb. Nick Hayek, der Chef des
Uhrenkonzerns „Swatch“ äußerte
sich kürzlich in einem Interview
mit SRF zur Beziehung Schweiz-
EU und dem geplanten Rahmen-
abkommen: Die Schweiz sei
doch das perfekte Beispiel, wie
eine EU funktionieren könnte!
Die Schweiz sei föderalistisch,
habe lösungsorientierte Gewerk-
schaften und Arbeitgeber, viel
Unabhängigkeit, sei nicht zentra-
listisch geführt und habe zum
Glück bis jetzt nur wenige Berufs-
politiker. Sobald die Schweiz auf
ihre Eigenheiten poche, die ihre
Stärken seien, setze die EU Druck
auf, wie etwa mit dem Entzug
der Börsenäquivalenz*. „Das ist
doch nicht akzeptabel. Wir dür-
fen uns nicht erpressen lassen“,
führt Hayek aus. Die Schweiz
neige zu stark dazu, sich defensiv
zu verhalten. „Schauen wir doch
einmal, was passiert.“ Aus seiner
Sicht ist das Rahmenabkommen
wichtiger für Europa als für die
Schweiz, auch wenn ständig da-
mit argumentiert werde, der
Markt in Europa sei viel größer.
Die Märkte in Amerika, Japan
und China seien auch groß und
schweizerische Produkte würden
dort geschätzt. [6]
*Dabei geht es um die Anerkennung der
Schweizer Börsengesetze im EU-Raum,
ohne diese würden alle Aktienhändler
und Investoren aus dem EU-Raum vom
Schweizer Handelsplatz abgeschnitten.

 

„Die EU könnte lernen von uns. Die Schweiz sollte Europa ein
Rahmenabkommen anbieten, wie es sich organisieren soll.
Ihr zeigen, wie sie von der Schweiz vieles übernehmen kann.“
Nick Hayek, Konzernchef der Swatch-Group

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