Politisch gezüchtete Dominanz – Über »deutsche Champions«, Quasimonopole und die sozialen Folgen der Konzentration

zebralogs

Wirtschaftsminister Altmaier will mit einer „Nationalen Industriestrategie“ große Konzerne wie Siemens, BASF, ThyssenKrupp oder die Deutsche Bank weiter stärken. Auch die Firmen des Mittelstands sollen durch erleichterte Fusionen und Übernahmen wachsen und wettbewerbsfähiger gemacht werden. Laut Altmaier sei die Schaffung deutscher und europäischer „Champions“ von „strategischer Bedeutung“ und im „nationalen Interesse“ (hier). Altmaiers Vorschläge drohen die Marktmacht großer Konzerne weiter zu steigern. Inwiefern marktdominante Unternehmen jedoch dem gesellschaftlichen Interesse dienen, wird kaum debattiert. Dabei zeigen die Erfahrungen, dass marktbestimmende Unternehmen Zulieferer unter Druck setzen und die Endverbraucherpreise mitunter steigen. Die Unternehmenskonzentration hat gravierende soziale und ökonomische Folgen: Löhne stagnieren und die soziale Ungleichheit nimmt zu, Produktionsbedingungen verschlechtern sich, Innovationen werden gehemmt und die Stabilität der Wirtschaft wird gefährdet.

Google, Amazon, Facebook und Co. – digitale Quasimonopole

In den letzten Jahren gab es immer wieder Diskussionen darüber wie mit der Marktmacht der großen IT-Firmen Google, Amazon und Facebook umzugehen…

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