Serbien – der Reisebericht! Eselbenefiz! — respekTiere

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Serbien – der Reisebericht!
Esel-Benefiz, das Konzert!
Der Tag, so sagt die Wettervorhersage, soll ein gewittriger werden. Zur frühesten Morgenstunde ist es jetzt noch angenehm kühl, ganz so, wie es die zurückliegenden Tage auch war. Entgegen dem eindeutigen Trend, der zuletzt den heißesten Juni aller Zeiten gebracht hatte; ein Lächeln vom Himmel, welches freilich von einem Knochengesicht kommt. Vorbote Gevatter Todes, dann, wenn wir es endgültig geschafft haben, diesen so wunderbaren Planeten durch all unsere Einmischung an den verschiedensten Fronten in einen Dampfkessel verwandelt zu haben. Doch es macht den Anschein, selbst die düsterste Vorschau hält uns nicht davon ab, weiterhin zu leben, als ob wir mindestens eine ‚Reserve-Erde‘ zur Verfügung hätten…
Für das Heute aber werfen wir die traurigen Gedanken beiseite; die Koffer sind gepackt, das RespekTiere-Mobil ist beladen, der Schlüssel dreht sich im Zündschloss, und auf geht es, immer in Richtung Osten! Mit grimmigen Schnurren läuft der Motor zur Hochform, ganz so als ob er die neue Herausforderung genießen würde. Wieder einmal, zum gefühlten hundertsten Male, lenken wir das orange Ungetüm über die österreichische Westautobahn hinein ins Magyarenland, durch die pannonischen Tierfebenen mit ihrer Hundertschaft an Windrädern, weiter der aufgehenden Sonne zu, bis ins Karpatenland. Rumänien ist das Ziel der Reise, Frau Oprea und ihre Hundeschar erwarten uns dort bereits sehnsüchtig. Ja, eigentlich hätten wir schon vor vier oder mehr Wochen zu den Schutzbefohlenen unterwegs sein sollen, aber immer wieder hielten uns wichtige Aufgabe zu Hause zurück. Jetzt war der Einsatz unumgänglich geworden, die Futterreserven hatten sich einem gefährlichen Tiefstand angenähert. Deshalb war die Fahrt nun, zum verspäteten Zeitpunkt, schon vor dem Start zur Verpflichtung geworden, zur unaufschiebbaren Notwendigkeit.
Foto: es wird gebaut, als ob es kein Morgen gäbe; die einst endlos scheinende Ebene im niederösterreichischen Flachland wird immer mehr zum Industriepark…
Gut 800 kg an Tiernahrung haben wir im Laderaum gebunkert, dazu wieder Unmengen an Altkleidung, sowie Güter des täglichen Bedarfs; auch ein Rollstuhl hat Platz gefunden, genau wie die Rollatoren, welche allesamt nach Serbien kommen sollen – ein Besuch bei der so wunderbaren Frau Brukner steht doch ebenfalls mit am Programm! Und dort eine neuerliche Recherche an bestimmten Plätzen, um unsere Kampagne ‚Serbia – Shame on you‘ weiteren Hintergrund zu verleihen – wenn wir im Frühherbst nochmals auf der Botschaft in Wien vorsprechen, sollten wir doch möglichst gut vorbereitet sein und die Dringlichkeit des sofortigen Handelns unterstreichen können!
Tatsächlich ist der riesige Laderaum derart vollgestopft, dass wir kaum mehr unsere eigenen Reiseutensilien unterbringen; wie wir es schaffen sollen – im Burgenland treffen wir dann einmal mehr unsere so fantastische Mitstreiterin Doris, welche uns diese zusätzliche Ladung übergeben wird – dann auch noch eine Hundehütte, zwar zerlegt aber dennoch groß und sperrig, einzuladen, ist im Moment noch ein Rätsel; aber bisher hat es noch für jedes solches letztendlich eine zufriedenstellende Lösung gegeben – Inshalla, so Gott will! 🙂
Foto: sprichwörtlich ‚bis unters Dach‘ beladen…
Foto: die Hundehütte von Doris, wie sollen wir sie noch unterkriegen?
Neben mir hat die so treue Mitstreiterin Christine Platz genommen, Begleiterin unzähliger Auslands-Einsätze. Aus dem Radio ertönt gute Musik, der Kaffee ist heiß, das Wetter ideal für die lange Autofahrt – Herz, was willst Du mehr? Beide sind wir wieder erfasst von jener Gefühlsmischung aus leichter Angespanntheit – wird alles gut gehen? Wie geht es den liebgewonnenen Hunden? Wird das Auto den Strapazen einer neuerlichen Ostfahrt standhalten? etc. –  und der angenehm prickelnden Nervosität, die auch als Vorfreude auf das neue Abenteuer gewertet werden kann. Jedenfalls sind wir alsbald in Gespräche verstrickt, Gespräche, welche sich vorwiegend immer um selbige Thematiken drehen: einerseits um das große Glück, tatsächlich an vorderster Front helfen zu können, andererseits aber auch um die so traurige Aussicht, bestimmt dann auch wieder unfassbar Schlimmes bezeugen zu müssen…
Foto: wird es später auch Schönes zu berichten geben? Ja, es wird!!! 🙂
Es herrscht nebenbei gewisser Druck – irgendwie scheint es, als ob, geschuldet der so vielfältigen politischen Veränderungen, die Straßentier-Problematik als Gesamtes etwas in den Hintergrund geraten wäre; das darf nicht sein, sprechen wir hier doch von einer der allergrößten Schanden in einer an Schande leider überreichen Menschheitsgeschichte:

Einen Nachtrag sind wir ob all der Ereignisse noch schuldig geblieben!
Wir möchten uns an dieser Stelle von ganzem Herzen bei den wunderbaren KünstlerInnen und Künstlern bedanken, welche für das Projekt ‚Esel in Mauretanien‘ ihre Zeit und ihr unvergleichliches Talent zur Verfügung gestellt haben!
Liebe/r Tobias Regner (ehemaliger Sieger von DSDS), Chanson-Sängerin Sarah Laux, Sopranistinnen Yvonne Madrid sowie Kriemhild Maria Siegel, Jodel-Weltmeister Takeo Ischi, Folk-LiedermacherInnen Luisa Bogenberger und David Wenzl sowie Moderatorin Angelika Zwerenz – Ihr ward einfach großartig!!!
Leider machte das zu gute Wetter sowie zwei arrivierte Veranstaltungen zur selben Zeit einen kleinen Strich durch die Rechnung und so sollte ausgerechnet ‚unsere‘ Benefiz-Veranstaltung etwas unter mangelndem Besuch leiden – was uns doppelt leidtat, zum einen für die Esel, zum anderen für die InterpretInnen, die aber allesamt trotz des Ausbleibens des Publikums ihr allerbestes gaben – und so den Abend doch noch zu einem unvergesslichen Erlebnis machten!
Besonderer Dank gilt natürlich auch den OrganisatorInnen Berndt und Madeleine, welche keine Kosten und Mühen gescheut hatten – einfach nur wunderbar!!!
Foto: so unfassbar viel Talent auf einem Platz!
Fotos: außen und innen hatten wir wunderbare Infostände aufgebauen dürfen!
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