Auch im Advent darf man die Politik nicht machen lassen… — ZEITPUNKT

 

 

 

Liebe Leserinnen und Leser

Für das Referendum gegen die Privatisierung von Pass und ID müssen bis Weihnachten noch 10’000 Unterschriften gesammelt werden. «Wir schaffen das», würde Angela Merkel sagen. Aber ganz von allein wird es nicht gehen.

Die drei wichtigsten Argumente:
Bundesrat und Parlament wollen einen historischen Systemwechsel: Private Unternehmen sollen in Zukunft den digitalen Schweizer Pass (E-ID) ausstellen und sensible private Daten verwalten.
1. Die Sicherung der Identität ist eine staatliche Aufgabe, die unter demokratische Kontrolle gehört.
2. Die elektronische ID würde in Zukunft auch für Gesundheitsdaten, bei Abstimmungen und Wahlen sowie bei der E-Steuerrechnung eingesetzt werden. An die Stelle des staatlichen Passbüros treten im Internet Grossbanken, Versicherungsgesellschaften und staatsnahe Konzerne.
3. Umfragen zeigen, dass weit über 80 Prozent der Bevölkerung den digitalen Pass vom Staat beziehen wollen.
Mehr Informationen zum E-ID-Referendum: https://www.e-id-referendum.ch
Hier können Sie den Unterschriftenbogen herunterladen: 10-er Bogen, 5-er Bogen.

Es sind vor allem Handyvideos, die das Mobilfunknetz belasten und den Ausbau auf 5G quantitativ rechtfertigen (Anteil zwei Drittel). Mit 800 blockierten Baugesuchen ist der Ausbau allerdings praktisch zum Stillstand gekommen. Verantwortlich dafür ist der Verein «Schutz vor Strahlung» und sein «Antennenalarm». Seit dem Frühling haben sich 1600 Betroffene im Antennenalarm eingetragen. Sie erhalten bei Veröffentlichung eines Baugesuchs sofort eine Nachricht und Unterstützung beim Einreichen einer Einsprache.

Der Antennenalarm deckt rund die Hälfte der Baugesuche ab. Das ist ein sehr gutes Resultat, aber noch nicht genügend. Mobilfunkbetreiber reichen nämlich ihre Baugesuche gerne vor Ferien und Festtagen ein. Tragen Sie sich also in den Antennenalarm ein und helfen Sie mit, dass mit 5G nicht Fakten geschaffen werden, bevor die gesundheitlichen Auswirkungen erforscht sind und Rechtsgrundlagen geschaffen werden.

Man weiss im Moment nicht einmal, wie die erhöhte Strahlung der neuen adaptiven Antennen gemessen werden soll. Dies geht aus dem letzte Woche veröffentlichten Bericht der Arbeitsgruppe «Mobilfunk und Strahlung» hervor. Dazu mein ausführlicher Bericht «5G: Die heiklen Fragen bleiben»

Es gibt vernünftige Vorschläge zum strahlungsarmen Ausbau des Mobilfunknetzes. (Vorschlag der Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz, Mobilfunk-Initiative. 80 Prozent des mobilen Datenverkehrs finden nämlich im Innern von Gebäuden statt, die durch Glasfaser besser und sicherer zu versorgen sind. Aber ohne Druck der Bevölkerung wird sich eine profit- statt gesundheitsorientierte Lösung durchsetzen. Und all dies, damit man sich noch mehr Partyvideos auf dem Handy anschauen kann …

Die Wirkungen elektromagnetischer Strahlung kann man übrigens selber testen. Eine Schulklasse in den USA hat das Wachstum von Pflanzen mit und ohne WiFi untersucht, mit einem beeindruckenden Ergebnis (kurzer Bericht und Video von 4 Minuten)
Die Privatisierung der elektronischen ID und die rücksichtslose Verbreitung der ungeprüften 5G-Technologie sind nur zwei Beispiele der schrankenlosen Macht des Geldes.

Wie die Macht des Geldes gebrochen werden kann, zeigt mein jüngstes Buch «Die Strategie der friedlichen Umwälzung».
Unser Rabattangebot (fünf Ex. mit 20 und zehn mit 30 Prozent Rabatt) vor zwei Wochen ist so gut angekommen, dass wir hier noch einmal darauf aufmerksam machen. Da es nicht über den Webshop, sondern nur in diesem Newsletter kommuniziert wird, verwenden Sie für eine Bestellung bitte diese eMail-Vorlage und verschenken Sie friedliche Umwälzung.

Phantasieg! Wie ein ganzes Dorf die Kraft der friedlichen Umwälzung nutzt, zeigt der Film «Das Wunder von Mals» von Alexander Schiebel, den man sich hier noch ein paar Tage lang kostenlos anschauen kann (nicht auf dem Handy bitte). Ein Mutmacher.

Vor ein paar Tagen sind wunderbare Süssigkeiten vom tiefsten Punkt der Erde bei uns eingetroffen: Datteln aus Jericho. Die Früchte von der Sorte «Medjool» stammen aus dem Projekt «adopt a palm», an dem sich einige Zeitpunkt-Leser beteiligt haben und schmecken exzellent. Die Packungen in verschiedenen Grössen eignen sich für Leute, die nicht mehr am weihnächtlichen Geschenkrummel mitmachen, aber trotzdem eine sinnvolle Kleinigkeit (mit grosser Wirkung in Palästina) schenken wollen. Mehr dazu: https://www.adoptapalm.com

In eigener Sache: Der Zeitpunkt im Buchformat hat seine definitive Form noch nicht gefunden. Wir wir feststellen mussten, wollen die die Leser mehr thematische Vielfalt und mehr Farbigkeit. Wir sind deshalb buchstäblich über die Bücher gegangen und haben das Konzept überarbeitet. Die nächste Ausgabe erscheint deshalb erst im Januar anstatt wie vorgesehen noch im Dezember. Die Geduld wird sich lohnen.

Danke, dass Sie bis hierhin gelesen haben. Ich wünsche

rundum alles Gute!

Christoph Pfluger, Herausgeber

PS: Wenn Sie die Buchvernissage der Strategie der friedlichen Umwälzung mit Daniele Ganser vom 17. Oktober verpasst haben, finden Sie hier einen Mitschnitt des anregenden Abends.

Neu im Zeitpunkt-Infoportal


Auf dem Mittelweg zwischen Glauben und Wissen
Sam Harris bietet einen interessanten Weg durch das philosophische Minenfeld zwischen Gehirnforschung und Mystik

Der schwarze Freitag verdunkelt das ganze Jahr
Der grösste Shopping-Event des Jahrs auf Pump: 48 Millionen Amerikaner stottern immer noch die Kreditkartenschulden der letzten Festtage ab.
«But Beautiful»: Ein Film über eine zukunftsfähige Welt
Erwin Wagenhofers neuer Film «But Beautiful» fokussiert aufs Positive. Er zeigt, dass es trotz Konflikten, Kriegen und Umweltzerstörung Menschen gibt, die dazu beitragen, dass die Erde ein lebenswerter Ort bleibt. Der Film läuft jetzt in Schweizer Kinos.
Gebana stösst den Kunden vom Thron
Wenn der Kunde König ist, fliessen die Profite in die Kassen der grossen Konzerne, die die Kunst der Verführung am besten beherrschen. Um der Natur und den Bedürfnissen der Produzenten in den Ländern des Südens besser gerecht zu werden, ändert der Fairtrade-Pionier Gebana nun die Regeln. Und siehe da: Alle gewinnen.
Der NetzBon ist wieder im Geschäft
Der NetzBon, die alternative Währung im Raum Basel, ist wieder erhältlich, pünktlich vor Weihnachten – zum Beispiel als Gutschein für Sprach- und Kochkurse, Lebensmittel, Reparaturen und Feldenkrais. Neu dabei ist das Leihlager Basel.

Bargeld, eine Frage der Freiheit
Hansjörg Stützle, Trainer für den Umgang mit Geld, erklärt, warum mit dem Bargeldverbot auch unsere Freiheit verschwindet und was wir tun können.
Ist das noch menschenwürdig?
Weil Appartments selbst für Wohngemeinschaften unerschwinglich geworden sind, praktizieren Studenten in Los Angeles und New York seit kurzem das sog. «capsule living».

Bücher für die nächste Welt

Was bleibt!? Das Beste aus 27 Jahren Zeitpunkt. 27 Jahre lang hat der ZEITPUNKT das Bild einer besseren, gerechten Welt gemalt. Er hat analysiert, kritisiert und appelliert, er hat geträumt, gespottet, gelobt und vernetzt – auf mehr als elftausend Seiten. Was hat es gebracht?
Mit Beiträgen von Andreas von Bülow, Dorothe Frutiger, Paul Dominik Hasler, Geni Hackmann, Leopold Kohr, Klaus Petrus, Christoph Pfluger, Roland Rottenfußer, Peter Russell, Juliane Sacher, Beat von Scarpatetti, Vandana Shiva, Harald Welzer und vielen anderen.

«Das AntWort – die Wahrheit des Absurden», das Buch von Anton Brüschweiler hat einen guten Start erlebt. Rund 600 Exemplare dieser humoristischen Textsammlung haben in den letzten Wochen Leser gefunden. Hier können Sie in dem Buch blättern. Die edition zeitpunkt hat vom Autor die Erlaubnis, dieses Buch ausdrücklich auch als Lektüre für das stille Örtchen anzupreisen. Wenn das keine Empfehlung ist!

«Frau-Sein allein genügt nicht» die ungekürzten Erfahrungen von Leila Dregger als Aktivistin für Frieden und Liebe

«Unverblümt», die aphoristische Denkprosa von Erwin Schatzmann, die auch in kleinen Häppchen enorm anregend wirkt

Wenn Sie noch ein paar Argumente für die Energiewende brauchen:
«Die Macht der schwachen Strahlung», Cornelia Hesses eindrücklich illustrierte Schilderung von dem, was uns die Atomindustrie verschweigt

«Das nächste Geld», für das ich selber meine ganze Schreibkunst mobilisiert habe, um Sie aus den zehn Fallgruben des Geldsystems zu führen.
Manchmal ist es hilfreich, die Probleme zu kennen, bevor sie einem auf den Kopf fallen.

Geld-Magazin, Österreich:
«Christoph Pfluger ist wohl eines der besten Bücher zum Thema ‹Geld› gelungen. Wer es liest, versteht, was Sache ist.»

Christoph Pfluger: Das nächste Geld – die zehn Fallgruben des Geldsystems und wie wir sie überwinden. 2. rev. Aufl., 2016. 252 Seiten, Fr. 23.-/€ 21.- (hier bestellen)

Veränderungen kann man nicht bestellen,
aber die Anregungen dazu.

Wer den Zeitpunkt für ein Jahr abonniert, bezahlt, was er will. (Hier bestellen).

Den Zeitpunkt verschenken: (Bestellformular für Geschankabos)

Schnupperabo (2 Ausgaben für Fr. 20.–, null Risiko), Bestellformular

Postadresse:
Zeitpunkt

Werkhofstrasse 19

Solothurn 4500

Switzerland

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s