Nullzinspolitik – ein Verbrechen am Volk — S&G 36

ho/hag. Seit dem Jahr 1995 liegt der durch die Japanische Zentralbank festgelegte Leitzins* bei nahezu Null Prozent. In ähnlicher Weise verfolgt auch die Europäische Zentralbank EZB seit ca. 2015 eine konsequente Nullzinspolitik. Die Folgen einer solchen Zinspolitik sind laut dem Finanzexperten Dr.Markus Krall jedoch verheerend. Nach seinen Analysen haben sich dadurch in Japan rund ein Drittel der Unternehmen zu sogenannten Zombi-Unternehmen entwickelt.

Dies sind hoch verschuldete Unternehmen, die so unwirtschaftlich arbeiten, dass sie nicht einmal in der Lage sind, die Zinsen für aufgenommene Kredite zu zahlen. Dies führte dazu, dass gesamtwirtschaftlich die Produktivität nicht nur stagnierte, sondern sogar zurückging. In Folge dessen fielen die Realeinkommen in Japan seit 20 Jahren pro Jahr um ca. 1 Prozent. Schrumpfende Einkommen und unbezahlbare Immobilienpreise haben wiederum dafür gesorgt, dass bei jungen Ehepaaren beide Partner arbeiten müssen, um nicht in einen sozialen Absturz zugeraten. Durch diesen zunehmenden Existenzkampf ging in Japan die Geburtenrate kontinuierlich zurück, sodass immer weniger junge Japaner immer mehr Alte versorgen müssen. Laut Dr. Krall ist dies ein sich selbst beschleunigender Kreislauf, der quasi zum Völkerselbstmord führt.

Eine anhaltende Nullzinspolitik ist daher nichts anderes als ein Verbrechen an der ganzen Bevölkerung.[7]

*Zinssatz, zu dem eine Zentralbank Geld an Kreditinstitute verleiht

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