Goldener Windbeutel 2020: Haben Sie schon abgestimmt? — foodwatch

Wer kriegt den Preis für die dreisteste Werbelüge des Jahres?
Puddings, Schokoriegel, Knuspermüslis, Milchmixgetränke: Lebensmittel mit Extra-Protein sind ein riesiger Trend. Auf dieser Welle schwimmt auch der BeKind-Protein-Riegel von Mars, der dieses Jahr für den Goldenen Windbeutel nominiert ist. Doch was als sportlich-gesund vermarktet wird, ist häufig viel zu zuckrig und fettig.
Dass solche Produkte mit der Protein-Masche als gesund beworben werden dürfen, ist ein Skandal, denn irreführende Gesundheitsversprechen sollten eigentlich längst verboten sein. Um Werbelügen wie diese aufzudecken und dafür zu sorgen, dass Hersteller nicht mit ihnen davon kommen, verleihen wir jedes Jahr den Goldenen Windbeutel.
Neben dem Mars-Riegel stehen fünf weitere Produkte zur Wahl, die den Wunsch nach einem besseren, nachhaltigeren Konsum schamlos ausnutzen. Welche Lüge ist die dreisteste? Stimmen Sie jetzt ab! Ja, ich möchte abstimmen
Hallo,

Lebensmittel mit Protein-Werbung finden sich im Supermarkt zuhauf. Die Hersteller bewerben ihre Produkte als sportlich-gesunde Snacks – obwohl sie in vielen Fällen alles andere als ausgewogen sind.

Aktuelles Beispiel: Der Süßwarenkonzern Mars vermarktet seinen BeKind-Erdnussriegel wie einen gesunden Sport-Snack mit dem „pflanzlichen Protein-Kick“. Dabei besteht der Riegel zur Hälfte aus Fett und Zucker! Sie finden das auch dreist? Dann stimmen Sie hier über die dreisteste Werbelüge des Jahres ab:
Hier für den Goldenen Windbeutel abstimmen
Aber nicht nur Mars setzt auf die Protein-Masche, um ein unausgewogenes Produkt gesund wirken zu lassen:

Müllermilch zum Beispiel bietet ein Milchmischgetränk Protein mit Bananen-Geschmack an – Banane ist kaum drin, dafür enthält eine Flasche fast 40 Gramm Zucker. Laut den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation hat eine erwachsene Frau damit ihr Zuckerlimit für den Tag schon fast erfüllt.

Oder das Vitalis Supermüsli Protein von Dr. Oetker: Es besteht zwar zu 30 Prozent aus Protein – aber auch zu 18 Prozent aus Fett und zu 11 Prozent aus Zucker. Dass die Ernährungsindustrie ihre Zucker- und Fettbomben künstlich mit Vitaminen oder Proteinen anreichern und als gesund vermarkten darf, ist ein Skandal. Denn eigentlich verbietet die europäische „Health-Claims“-Verordnung solche irreführenden Gesundheitsversprechen – eigentlich.
Denn die EU-Kommission hätte bereits 2009 festlegen müssen, nach welchen Kriterien ein Produkt als unausgewogen gilt – das ist aber nicht passiert. Die Lebensmittelindustrie freut sich: Sie nutzt weiterhin den Protein-Trend, um ordentlich Kasse mit falschen Gesundheitsversprechen zu machen. Denn in vielen Fällen lassen sich die Hersteller den Proteinzusatz mit deftigen Preisaufschlägen bezahlen. Dabei ist das Extra-Protein laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung völlig überflüssig – entgegen den weit verbreiteten Aussagen in der Werbung. Auch sportliche Erwachsene können die von Expertinnen und Experten empfohlene Proteinmenge problemlos durch eine ausgewogene Ernährung aufnehmen.

Um falschen Werbeversprechen wie diesen ein Ende zu setzen, hat foodwatch Mars für den Goldenen Windbeutel nominiert.
Die diesjährigen Kandidaten für die dreisteste Werbelüge des Jahres zeigen: Wenn Verbraucherinnen und Verbraucher verantwortungsvolle Kaufentscheidungen wollen und sich dabei auf die Werbeaussagen der Hersteller verlassen, werden sie getäuscht oder abgezockt. Welcher der fünf Kandidaten am dreistesten täuscht, entscheiden Sie!
Jetzt abstimmen!

Vielen Dank und herzliche Grüße Ihr
Manuel Wiemann
Campaigner und Wahlleiter für den Goldenen Windbeutel
P.S.: In den letzten Monaten haben uns Verbraucherinnen und Verbraucher mehr als 200 Produkte als Kandidaten für den Goldenen Windbeutel vorgeschlagen, das zeigt: Werbelügen im Supermarkt sind leider nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Je mehr Menschen bei der Wahl zum Goldenen Windbeutel abstimmen, desto stärker das Signal: Wir lassen uns diese dreiste Irreführung nicht länger gefallen!
Bitte seien Sie  daher dabei, stimmen Sie jetzt ab und sagen Sie es weiter:
www.goldener-windbeutel.de

Impressum

Herausgeber: foodwatch e.V., Brunnenstr. 181, 10119 Berlin, Deutschland
E-Mail: 
aktuell@foodwatch.de
Info-Telefon: 030 – 28 09 39 95
foodwatch ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Berlin, VR 21908 B, AG Charlottenburg
Geschäftsführer sind Dr. Thilo Bode und Martin Rücker.

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