Begrenzungsinitiative: Das Argument des „Fachkräftemangels“ verhält nicht — S&G 40

djo. Seit Einführung des Personenfreizügigkeitsabkommens mit der EU im Jahr 2007 argumentieren Politik und Wirtschaft, dass dieses Abkommen unabdingbar sei, um einem inländischen Mangel an hochqualifizierten Arbeitskräften entgegenzuwirken. Dieses Argument nahm die SVP-Nationalrätin Sandra Sollberger in ihrem Bericht vom 5.8.2020 genauer unter die Lupe. Sie stellte fest,dass im Jahr 2019 brutto 140.544Personen in die Schweiz eingewandert seien. Von den Eingewanderten hätten rund die Hälfte eine Erwerbstätigkeit aufgenommen. Der Rest sei ohne Arbeitsvertrag oder über das Asylsystem in die Schweiz gekommen; wobei der Hauptanteil mit 40.197 Personen der Familiennachzug von bereits in der Schweiz wohnhaften Personen ausgemacht habe. Parallel dazu fände in gewissen Wirtschaftszweigen eine Verdrängung der einheimischen Arbeitskräfte statt. Ein Beispiel: Ende Dezember 2019 wanderten aus den EU/EFTA-Staaten 8.957 Personen zu, wobei 6.542 Personen im Gastgewerbe tätig wurden. Dies, obwohl im Gastgewerbe über 9.478 Inländer arbeitslos gemeldet waren. Mit einem JA zur Begrenzungsinitiative kann derartigen Entwicklungen Einhalt geboten werden.[2]

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