🍭Muss der Mensch Zucker essen?🍭 — foodwatch

Wir klĂ€ren ĂŒber 
Lebensmittelmythen auf

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Hallo , 
„Bier auf Wein, das lass‘ sein“, „Kaffee entzieht dem Körper Wasser“ – solche Mythen ĂŒber Lebensmittel kennen wir alle. Doch was davon stimmt eigentlich? Und welche Mythen werden von der Lebensmittelindustrie bewusst aufrechterhalten, um weiterhin bestimmte Produkte als „notwendig“ oder vermeintlich gesund vermarkten zu können? Wir klĂ€ren in unserem Newsletter zu fĂŒnf dieser Mythen ĂŒber Lebensmittel auf:
Mythos 1: Menschen mĂŒssen Zucker essen Die Lebensmittelindustrie setzt alles daran, den Mythos aufrecht zu erhalten, Menschen mĂŒssten ein gewisses Maß an Zucker verzehren. So behauptet die Zuckerlobby auf ihrer Website: „Kohlenhydrate wie Zucker sind wichtige Energielieferanten und somit lebensnotwendig, da der Körper sie als Energiequelle fĂŒr seinen Stoffwechsel braucht.“ Auch  der ehemalige ErnĂ€hrungsminister Christian Schmidt behauptete in einer Talkshow „Der Mensch braucht Zucker“. Weshalb der hier geweckte Eindruck schlichtweg falsch ist, können Sie hier nachlesen.
Mythos 2: „Bier auf Wein, das lass‘ sein; Wein auf Bier, das rat ich dir?“ Wer zu tief ins Glas schaut, dem droht am nĂ€chsten Morgen hĂ€ufig ein Kater. Ob Unwohlsein oder Kopfschmerzen – schön ist das nicht. HĂ€ngt der Kater nur damit zusammen, wieviel man getrunken hat oder auch damit, in welcher Reihenfolge? Dazu haben Forscherinnen und Forscher an der Uni Witten/Herdecke ein feuchtfröhliches Experiment durchgefĂŒhrt. Und Sie können es sich schon denken, Sprichwörter haben hĂ€ufig einen anderen Hintergrund als gedacht. Was bei dem Experiment heraus kam, können Sie hier nachlesen.
Mythos 3: Kaffee entzieht dem Körper Wasser Dieser Mythos hat sich auch bei uns im Team erstaunlich lange gehalten und, Überraschung – auch er ist nicht wahr. Denn: Ja, Kaffee fördert die Wasserausscheidung des Körpers. Aber diese Wirkung macht sich erst bei mehr als sechs Tassen Kaffee am Tag bemerkbar – wenn ĂŒberhaupt. Nach Angaben des Berufsverbands der Internisten (BDI) scheiden wir nach Kaffeegenuss 84 Prozent der aufgenommenen FlĂŒssigkeit innerhalb von 24 Stunden wieder aus. Bei Wasser sind es 81 Prozent. Weitere Details dazu und wie viel Kaffee tatsĂ€chlich gesund ist, können Sie hier nachlesen.
Mythos 4: Nach dem schweren Essen erstmal ein Verdauungsschnaps Nach Gerichten wie einem Braten oder KÀsefondue schwören viele Menschen auf einen Verdauungsschnaps. GrundsÀtzlich wird Bitterstoffen eine verdauungsfördernde Wirkung nachgesagt. In hochprozentigen KrÀuterlikören sind diese auch enthalten, doch der Alkohol darin macht die positive Wirkung wieder zunichte. Denn Alkohol lÀhmt die Magenmuskulatur- und hemmt damit sogar die Verdauung. Weitere Informationen dazu und was tatsÀchlich bei der Verdauung hilft, können Sie hier nachlesen.
Mythos 5: Apfeldicksaft ist gesĂŒnder als Zucker Dass Zucker ungesund ist, wissen die meisten. Daher sĂŒĂŸen Lebensmittelhersteller ihre Produkte jetzt hĂ€ufiger mit Alternativen wie Apfeldicksaft – klingt schließlich viel gesĂŒnder. Doch Hauptbestandteil von Apfeldicksaft ist: Zucker. WĂ€hrend ein durchschnittlicher Apfel etwa 10 Prozent Zucker enthĂ€lt, sind es bei dem Konzentrat ganze 80 Prozent. Im vergangenen Jahr haben wir den Goldenen Windbeutel an den Bio-Hersteller Zwergenwiese verliehen. Der Hersteller tĂ€uschte Verbraucherinnen und Verbraucher, in dem er seine Kindertomatensauce als kindgerecht vermarktete. Doch die Kindertomatensauce enthielt mehr als doppelt so viel Zucker wie die Erwachsenen-Version – und auch Zwergenwiese versuchte sich zunĂ€chst damit herauszureden, man sĂŒĂŸe ja schließlich aber mit Apfeldicksaft, als mache das den hohen Zuckergehalt wett. Auf unsere Kritik hin verĂ€nderte Zwergenwiese dann die Rezeptur seiner Kindertomatensauce. Diese enthĂ€lt nun 43 Prozent weniger Zucker und entspricht damit den Kriterien der Weltgesundheitsorganisation (WHO).
Weitere Informationen dazu können Sie hier nachlesen. Fragen rund um die ErnÀhrung werden monatlich auf unserer Website vorgestellt und gemeinsam mit unserer ErnÀhrungsberaterin Alice Luttropp beantwortet.
Weitere ErnÀhrungsfragen finden Sie hier: Mehr ErnÀhrungsfragen auf foodwatch.de.

Viel Spaß beim Lesen!
Vielen Dank fĂŒr Ihre UnterstĂŒtzung
Herzliche GrĂŒĂŸe Laura Knauf
Online-Campaignerin bei foodwatch
P.S.: Als foodwatch Mitglied können Sie sich ĂŒbrigens auch Ihre ganz persönlichen Fragen rund um das Thema ErnĂ€hrung kostenlos von unserer ErnĂ€hrungsberaterin Frau Luttropp beantworten lassen. Mehr Informationen zu den Vorteilen einer foodwatch-Mitgliedschaft finden Sie hier: www.mitglied-werden.foodwatch.de Impressum

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