RUBIKON — Was vom Jahre übrig blieb

https://www.rubikon.news/artikel/was-vom-jahre-ubrig-blieb

Was vom Jahre übrig blieb

Wir sollten in der Coronakrise so handeln, dass wir im Urteil von Menschen bestehen können, die mit zwölf Jahren Abstand darauf zurückblicken.

von Aaron Richter

Foto: Sean Atalioti/Shutterstock.com

Die Dunkelheit kommt nicht von einem Augenblick auf den anderen. Wenn es dämmert, geschieht dies nach und nach, in kleinen, zunächst kaum spürbaren Schritten. Auch wenn es politisch dunkel wird, merken das die meisten Menschen nicht sofort.

Nur besonders Aufmerksame wittern den Gestank der Diktatur schon von Weitem. Um die aktuelle Lage einzuschätzen, hilft historisches Wissen darüber, wie sich andere despotische Regime angebahnt haben. Das geschah nicht immer mit einem großen Knall, mit Massenerschießungen und dem Bau von Gefangenenlagern.

Vielleicht bestanden die ersten Anzeichen darin, …

dass immer mehr Menschen begonnen haben, ihre Worte zu wägen;…

dass immer mehr kritische Meinungen aus dem öffentlichen Raum „verschwanden“; …

dass Polizisten und Politiker einen immer schärferen Ton anschlugen und man nicht mehr ohne ein Gefühl diffusen Unbehagens auf die Straße gehen konnte.

Daran gemessen befinden wir uns jetzt in Jahr 1 einer verhängnisvollen Entwicklung. Lassen wir nicht zu, dass es wieder 1.000 Jahre dauert — nicht einmal zwölf!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s