Eil-Aktion: Soforthilfe gegen Ernährungsarmut! — foodwatch

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Menschen leiden an „Hunger“ und „armutsbedingter Mangelernährung“, weil ihnen das Geld fehlt – und das in Deutschland. Diese Aussagen stammen nicht etwa aus dem Bericht eines Sozialverbands, sondern aus einem Gutachten des wissenschaftlichen Beratergremiums von Julia Klöckner. Die Einschätzung gilt bereits ohne Corona. Doch die Pandemie hat die Situation für Einkommensschwache noch einmal verschärft: Jobverlust und Kurzarbeit reduzieren viele Einkommen weiter, kostenlose Mittagessen in Schulen, Kitas und sozialen Einrichtungen fallen weg, Tafeln bleiben geschlossen. Teure FFP2-Masken muss sich so mancher vom Mund absparen – und in all der Zeit stiegen ausgerechnet die Preise für Obst und Gemüse gemessen an der allgemeinen Preisentwicklung auch noch überdurchschnittlich an. Angemessene Corona-Hilfen haben die Ärmsten in unserer Gesellschaft bislang nicht erhalten. Das muss sich ändern! Deswegen fordern wir gemeinsam mit dem Paritätischen Gesamtverband und 40 anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen Soforthilfen. Unterstützen Sie jetzt unsere Eil-Aktion an die Bundesregierung!
Ja, ich mache mit!
es darf nicht sein, dass die Gesundheit der Menschen vom Geldbeutel abhängig ist. Doch genau das bestätigt das Gutachten des wissenschaftlichen Beirats der Ernährungsministerin: „Armutsbedingte Mangelernährung und teils auch Hunger“ beschreiben renommierte Professorinnen und Professoren darin als echtes Problem im reichen Deutschland heißt es dort. Eindeutiger könnte die Analyse nicht sein.Dass es sich hierbei nicht um ein Luxusproblem handelt, stellt das Beratergremium eindeutig klar – denn es geht um Lebenschancen von Kindern. „Insbesondere für Kinder stellt Armut ein manifestes Entwicklungsrisiko für spätere kognitive und physische Beeinträchtigungen dar“, heißt es in dem Gutachten. Eine Langzeitauswertung von Schuleingangsuntersuchungen in Brandenburg zeigte bereits vor Jahren: Kinder aus armen Familien waren messbar kleiner als ihre Altersgenossen – ein schockierender Indikator für eine wahrscheinliche Mangelernährung. Meist fehlt es zwar nicht an Kalorien zum satt werden, aber an wichtigen Vitaminen und Mineralien, wie sie vor allem in teureren Lebensmitteln wie Obst und Gemüse stecken. Bekommen Kinder regelmäßig zu wenig dieser Nährstoffe, so sind die Folgen in ihrem späteren Leben nicht mehr wettzumachen..
Hier die Aktion unterzeichnen!
Die Bundesregierung hat auf den Hilferuf der von ihr beauftragten Wissenschaftler bislang nicht reagiert. Und nicht nur das: Bis vergangene Woche gingen auch alle Corona-Hilfspakete an den Bedürfnissen der Ärmsten weitgehend vorbei. Nun hat die Große Koalition beschlossen, dass Hartz-IV-Empfängerinnen und -Empfänger einen Zuschlag von 150 Euro erhalten sollen – als einmalige Bonuszahlung. Das macht für jeden bisherigen Pandemiemonat nicht einmal 15 Euro, und für jeden weiteren Monat, den der „Lockdown“ noch andauert und weitere Kosten verursacht, ist keine Hilfe vorgesehen. Wir halten das buchstäblich für ein Armutszeugnis. Unterstützen Sie deshalb jetzt unsere Eil-Aktion an die Bundesregierung, damit diese nachsteuert und unverzüglich angemessene Soforthilfen für Menschen in Armut beschließt.
Es darf nicht am Geld scheitern, dass Menschen sich gesund ernähren! Doch das wissenschaftliche Gremium der Bundesregierung zeigt unmissverständlich auf: Das bisherige, sogenannte „Existenzminimum“ sichert die Existenz überhaupt nicht, jedenfalls keine in Gesundheit! Wir wollen, dass alle Menschen sich eine gesunde Ernährung leisten können. Dass Kinder nicht deshalb weniger Chancen im Leben bekommen, weil sie in Armut aufwachsen. Und dass die Corona-Krise die Ärmsten nicht noch weiter zurücklässt. Deshalb unterstützen wir den Vorschlag des Paritätischen Gesamtverbandes: Höhere Regelsätze jetzt – und Soforthilfen zur Abmilderung der Corona-Folgen für die Ärmsten. Helfen Sie mit und unterzeichnen Sie jetzt unseren Eil-Appell an die Bundesregierung.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Herzliche Grüße
Martin Rücker
Geschäftsführer von foodwatch
Weitere Informationen und Quellen:
> Gutachten des wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung
> Entwicklung der Lebensmittelpreise im Jahr 2020

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