RUBIKON — Die Gedankenhygiene

Bild: Die Gedankenhygiene

Unsere paradoxe Aufgabe liegt darin, der abstoßenden Wahrheit ins Auge zu schauen und gerade daraus Mut für die Zukunft zu schöpfen.

am Freitag, 12. März 2021, 11:00 Uhr von Lisa Marie Binder

Menschen begegnen einander gern — wenn wir jetzt jemandem näher kommen, weicht er jedoch entsetzt zurück. Menschen singen gern — und doch haben sie sich das gemeinschaftliche Singen ein Jahr lang verbieten lassen. Menschen lieben ihre Kinder — und doch lassen sie zu, dass ihre Seelen nachhaltig deformiert werden. Wir leben in einer verkehrten Welt, die sensiblen Naturen geradezu widersinnig und unwirklich vorkommen muss. Bisher konnten wir wenig Erfahrung mit alternativen Realitäten sammeln, die in unserem Alltag eine solche alles durchdringende Macht entfalten. Deshalb hat uns Corona auch kalt erwischt. Um wieder einen klaren Kopf zu bekommen, lohnt sich der Blick auf indigene Völkern. Angebunden an ihre uralten Traditionen haben sie ihre Sicht auf das Ganze als Summe aller Teile nie aufgegeben. In Anlehnung an sie können wir eine Haltung entwickeln, aus der uns in dieser Krisensituation neue Stärke erwächst. Indem wir uns einverstanden erklären und doch im Widerstand bleiben. Indem wir uns unserer kulturellen und seelischen Ressourcen erinnern. Indem wir uns selbst ermächtigen und auf die Unzerstörbarkeit des Lebens vertrauen.

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