Corona und die Angst –Teil 1 — S&G 11

ks. Der Historiker Dr. Daniele Ganser spricht in seinem Vortrag über drei zentrale Ängste, die in der Coronasituation häufig zur Eskalation führen können:

Die Angst vor dem Virus, vor Diktatur und vor Armut.

Das Spaltungspotential beim Zusammentreffen ist enorm. Der Virus ängstliche verlangt z.B. oftmals laut und unfreundlich „Maske!!“, derMensch mit Diktaturangst kontert durch „Was geht dich das an? “Alle Typen sehen den anderen nicht in seiner Not, sondern empfinden diesen als Bedrohung – und schon ist die Spaltung perfekt.

Denn jede Angst ist real für den Menschen, der sie hat. Eine Deeskalation ist möglich, indem man andere mit ihrer Angst ernst nimmt und aufs Kontern verzichtet. Vielmehr bringt z.B. die Frage: „Welcher Teil von Corona macht Ihnen denn besonders Angst?“ das Gegenüber oft zum Innehalten und Nachdenken.

Um seine eigene Reaktion verstehen zu können, ist es notwendig, im Vorfeld die eigene Angst entlarvt zu haben. Wenn sie ins Bewusstsein kommen darf, können wir anstatt zu reagieren, der Situation entsprechend agieren.[1]

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