Leben zwischen Schleudertrauma und bakterieller Vaginose. — clubderklarenworte

Ist Geduld ein nachwachsender Rohstoff?

Guten Abend liebe Leserin.
Guten Abend lieber Leser.
 

Man sagt ja oft das die Geduld am seidenen Faden hängt. Wenn man bedenkt, was da in diesen Tagen so alles dranhängt: Missmanager, Maskenmasochisten, Impfstalinisten, Rücktrittverweigerer, Faktenleugner, App-Versager, Denunzianten, und viele Geduldsverzehrer mehr. Wie viel Geduld ist eigentlich noch da? So grundsätzlich. Gehört Geduld zu den nachwachsenden Rohstoffen im menschlichen Sein? Ich denke, sie ist irgendwann aufgebraucht.

Wenn man durch die Straßen geht, den Menschen zuhört bei flüchtigen Begegnungen, dann sieht man die leeren Blicke und hört hohle Klangkörper. Es ist der Widerhall der leeren Geduldsgefäße.

So denke ich mir wäre es wohl leicht, in diesen Tagen zum Misanthropen, Kulturpessimisten oder Technologieverweigerer zu werden. Ich würde keine dieser Zuschreibungen für mich in Anspruch nehmen und doch bekomme ich ein Schleudertrauma vom Kopfschütteln.

Dieses Geschüttel eint mich mit dem Leser und Zuschauer Dieter Ahlborn. Er sandte mir die E-Mail, die ich Ihnen hier als kurze Lektüre empfehlen möchte. Natürlich habe ich den Verfasser um Erlaubnis zur Veröffentlichung gebeten. Die Publikation, die er in seiner E-Mail anspricht, sehen Sie weiter unten verlinkt. Sie können dort die in der E-Mail erwähnten Artikel direkt downloaden.

Schönes Wochenende!

Ihr

Markus Langemann

PS: Tipp! Je früher man am Wochenende wach wird, desto länger kann man auf der Couch liegen.

Die Perversionen der digitalen Revolution.

Vermarkten lässt sich alles…das Corona-Desaster als Eisbrecher der digitalen Revolution, was vorher noch nicht möglich war geht jetzt, besonders wenn es den Menschen betrifft.
In der letzten Ausgabe eines bekannten Magazins für die Elektronikfertigung mit dem Titel „productronic“ des Hüthig Verlages (Ausgabe 03/2021) lese ich auf Seite 38 zunächst die Schlagzeile: „Mikroelektronik für die Kleidung von morgen, Leiterbahnen in Textilen integrieren“ und den Aufmacher: „Stellen Sie sich einmal vor: Die Mikroelektronik wird zum modischen Accessoire und verleiht Kleidungsstücken neue Funktionen. Mit Hilfe von Integrationstechnologien kann Kleidung vernetzt und textilintegrierte Sensorik verwendet werden, was Perspektiven von tragbaren Anwendungen zum Beispiel in der E-Health eröffnet“. 
Im weiteren Verlauf des Beitrages geht es um Smarte Reha-Shirts welche die Muskelbewegungen zum Beispiel von Schlaganfallspatienten messen. Die Forschung an der Entwicklung „künstlicher Haut“ ist mir nicht völlig fremd und ich erkenne bis hierhin sogar einen Sinn. Ich lese weiter, es folgt die Textschlagzeile: „Monitoring in der Unterwäsche“….. Die italienische Designerin Giulia Tomasello möchte zum Beispiel mit ihrem Vorhaben „Alma“ Tabus um die weibliche Gesundheit aufdecken und ein Monitoring der vaginalen Flora realisieren. Das Team aus Designern, einer Anthropologin und Fraunhofer-Forschern entwickelt Unterwäsche mit integriertem pH-Sensor: Somit soll eine nicht invasive Diagnose von bakterieller Vaginose sowie von fungaler Erkrankungen im Alltag ermöglicht und schwerwiegende Entzündungen verhindert werden. Im Zwickel der Unterwäsche sammelt der wieder verwendbare Biosensor Daten und leitet diese an ein circa ein Quadratzentimeter kleines Modul… „ 
Ich brauche eine kurze Pause.
Des Denkens noch nicht völlig unfähig erhöht sich mein Puls beim Gedanken an eine Kleidung im Strafvollzug der Zukunft oder bei Demenzkranken. Ich blättere hastig um und lese auf Seite 40 des Magazins die Headline:
„Computer und Gehirn verbinden, 3D-Implantate herstellen“ mit dem Aufmacher: „Ein internationales Forscherteam hat die Möglichkeit des 3-D Drucks genutzt, um über gedruckte 3D-Implantate Gehirne mit Computern zu verbinden. Ergebnis der Forschung ist ein Prototyp eines neuronalen Implantats, das zur Entwicklung von Behandlungsmethoden bei Problemen im Nervensystem eingesetzt werden könnte“. 
Ich klappe das Magazin zu und verbiete mir zu denken. Auf dem Weg zum Kaffeeautomaten setzt das Denken wieder ein: Es ist schon gut, denke ich mir, dass ich in meine täglichen Yoga-Übungen das Kopfnicken eingebaut habe, denn das Kopfschütteln wird bei mir zunehmend zu einer einseitigen Bewegung. Am sehr langen Osterwochenende baue ich weiter an meinem analogen Raum.
Mit freundlichen Grüßen
Dieter Ahlborn
productronic Heft zur Ansicht

Wir arbeiten wirtschaftlich und politisch unabhängig. Nur so ist kritischer Journalismus möglich, der aktuell eine historische Chance bekommt. Wahre Unabhängigkeit im Journalismus setzt finanzielle Unabhängigkeit voraus. Der Club der klaren Worte ist ein pro bono Projekt der Langemann Medien GmbH, deren Geschäftstätigkeit im Bereich der Kommunikation fernab des Journalismus liegt. Wenn Sie den Club der klaren Worte unterstützen möchten, empfehlen Sie uns gerne in Ihrem Kreis. Zuwendungen fließen in Serverbetrieb, Hosting, grafische Gestaltung, Technikinvestition, Informantenhonorare, Kameraequipment und zunehmend auch in kostenintensive juristische Beratung zur Aufrechterhaltung dieses Angebotes. Vielen Dank.

Langemann Medien GmbH
Raffeisenbank Isar-Loisachtal eG IBAN:
DE05 7016 9543 0100 9017 84
BIC: GENODEF1HHS
Oder via PayPal.
Einfach auf das Logo klicken.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s