‚Kreuzzug für Tierrechte‘, der 15.! — respektiere

Die Passion unsere ‚Kreuzzüge für Tierrechte’ ist es, die heilige katholische Kirche an den Auftrag ihres Gottes, der da Barmherzigkeit und Nächstenliebe an erste Stelle seiner Lehren setzt, zu erinnern und diesen endlich auch auf die Mitgeschöpfe auszudehnen. In Wahrheit nämlich hat genau jene Gemeinschaft stets Verrat an der christlichen Botschaft geübt, hat die Hölle, die sie so vehement mit erhobenem Zeigefinger als Drohmittel und zur Einschüchterung gegen die eigenen AnhängerInnen verbalisiert, selbst geschaffen – zumindest für die Tiere!
Fakt ist, die Kirche hat das Quälen der Tiere nie als Sünde qualifiziert, und, ganz im Gegenteil, durch zum Beispiel Hubertusgottesdienste das Unaussprechliche auch noch religiös überhöht und dadurch sogar gefördert!!
Ja, die ‚Kreuzzüge’ sind eine Anklage; aber nicht von uns, nein, sie sind eine Anklage von weit mehr als 50 Milliarden ‚Nutz’Tieren (und eine gar nicht mehr fassbaren Anzahl von Fischen und anderen MeeresbewohnerInnen), die jedes Jahr nach einem Leben in Triste, Pein und Schmerz für uns geschlachtet werden; aber sie sind gleichzeitig auch ein Entgegenstrecken der Hände unsererseits, für eine bessere Zukunft, eine Zukunft, welche die Kirche selbst zu gestalten gefordert ist. Diesbezüglich tat sich 2013 sogar tatsächlich ein Hoffnungsschimmer auf: der damals neugewählte Papst, der sich nach Franz von Assisi Franziskus nannte und diesen Namen wohl nicht ohne tiefe Überlegung gewählt hatte, so dachten wir, sollte er seinem Namenspatron nacheifern, einen längst überfälligen Umschwung einleiten. Allerdings, ist er nun auch schon wieder so einige Jahre im Amt, und er hat viel für die Menschen getan – aber auf die Tiere bisher leider wieder ziemlich vergessen…
Bis es also so weit ist, dass die Kirche ihr Weltbild gegenüber der tierlichen Schöpfung zu überdenken, werden wir nicht aufhören den kirchlichen Ethikbegriff zu hinterfragen, der sich unerklärbarer Weise doch immer nur auf den Menschen bezieht. Bis es so weit ist, werden wir Jahr für Jahr den Würdenträgern mit der ganzen Kraft unserer Stimme entgegen schreien: Wir sind hier und wir sind laut, so lang die Kirche nicht auf die Tiere schaut!
 
2021 ist nun, genau wie schon 2020, tatsächlich eingetreten, was Repression und angebliche ‚Herabwürdigung‘ in all den Jahren zuvor nicht schafften – wir mussten auch heuer den ‚Kreuzzug für Tierrechte‘ als spektakulärste Groß-Demo der Tierrechtsszene absagen, nachdem dieser als echte Traditionsveranstaltung bereits seit 15 Jahren in Folge stattgefunden hatte!
So ganz ohne ‚Ich sterbe für Deine (Ernährungs-)Sünden‘ darf aber das christliche Osterfest nicht vorübergehen; wir entschieden uns deshalb für einen ‚Kreuzzug Light‘, dann an einem besonderen Ort – wo wir möglichst unauffällig-auffällig auf die Tatsache hinweisen konnten, dass die größten Feiertage der Christenheit gleichzeitig in unfassbare Massaker gegen die Tierwelt münden. Und dass, obwohl der Schöpfer damals unabänderliche Worte mit eisernen Fingern in Steintafeln kratzte: ‚Du sollst nicht töten‘, ist das vielleicht oberste Dogma der Kirche. Dennoch passiert es milliardenfach, und nur darum, weil sich die Menschheit trotz mannigfaltiger anderer Möglichkeiten an Leichenteilen nähren möchte.
Karfreitag, Domplatz in Salzburg. Welcher Ort ist berufener für einen Protest als der nun gewählte, direkt in der Kirchenstadt Salzburg, noch dazu bewusst zur Stunde des Todes von Jesus Christus, in unmittelbarer Sichtweite des Doms?
So versammelten sich also auch in diesem so schwierigen Jahr wieder mehr als ein Dutzend TierrechtsaktivistInnen (mit allerherzlichstem Dank an den VGT Salzburg – https://www.facebook.com/vgt.salzburg/ – für deren andauernde, unerlässliche Unterstützung!!!), um der Rolle des Mitgeschöpfes in der Religion zu gedenken. ‚Du sollst nicht töten‘, lautet doch die unumstößliche Botschaft, und noch mehr vielleicht sogar das absolute Motto der ‚Kreuzzüge‘: ‚Wir kreuzigen Jesus jeden Tag auf ein Neues. In unseren Schlachthöfen!‘
Entgegen allen Ankündigungen meinte es dann auch noch das Wetter gut mit den TierschützerInnen, und während sich Transparente mit Botschaften wie ‚Ich sterbe für Deine Ernährungssünden‘, ‚Tiertransport ist purer Mord. Todsicher!‘ und ‚Solange es Schlachthöfe gibt, wird es auch Schlachtfelder geben!‘ im aufkeimenden Wind wiegten, fiel tatsächlich kein einziger Regentropfen während der Kundgebung! ‚Blutige Ostern? Werden Sie VegetarierIn und retten Sie Leben. Jeden Tag!‘, konnte beim Protest ebenso gelesen werden, das dornengekrönte Schwein am Kreuz dabei flankiert von Gevatter Tod und dem blutüberströmten Metzger. Letztendlich breitete ‚unser‘ Jesus seine Arme aus, ‚Seid barmherzig, wie auch Euer Vater barmherzig ist‘, verkündete er, während sich zu seinen Füßen all die gepeinigten Mitgeschöpfe sammelten. ‚Seht das Lamm Gottes‘, verriet so manches Schild, gehalten von AktivistInnen im blutbeflecktem Schafskostüm.
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http://www.respektiere.at
Worte, die uns jedes Jahr am Herzen liegen – die RespekTiere Osterbotschaft!

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