RUBIKON — Kollektive Selbstzerstörung

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Kollektive Selbstzerstörung

Der derzeitige Zivilisationsbruch ist letztlich auch auf unsere individuellen Versäumnisse zurückzuführen.

von Elke Grözinger

Foto: PopTika/Shutterstock.com

Andere zu beschuldigen, ist leicht. Aber was hat diese „Krise“ mit uns zu tun, mit dir und mit mir? Könnten wir nicht einmal innehalten mit all dem Schimpfen, Fordern und Klagen und uns unseren eigenen Anteil an dem Desaster schonungslos anschauen?

Waren wir nicht über Jahrzehnte zu bequem geworden und gleichgültig gegenüber dem Leid anderer? Haben wir uns nicht allzu bereitwillig mit einem Machtsystem arrangiert, das schon lange vor Corona seine Schattenseiten offenbart hatte — einfach, weil es leichter war, sich mit „denen da oben“ nicht anzulegen? Da sitzen wir nun, inmitten des ganzen Drecks, den wir seit Jahrzehnten selbst angehäuft haben und in dem wir nun langsam ersticken.

Wir haben nicht mehr unendlich viel Zeit, um gegen den Terror aufzustehen, denn die Mächtigen sind dabei, den Sack zuzumachen. Ostern wäre eine gute Gelegenheit, die Wiederauferstehung eines alten Bekannten zu feiern, der viel zu lange geruht hat: des Widerstands.

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