RKI-Akte Exklusiv. Wie entstand das Covid-19 Strategiepapier? — clubderklarenworte

Um die gewünscht Schockwirkung zu erzielen

Guten Abend liebe Leserin.
Guten Abend lieber Leser. In diesen Minuten habe ich exklusiv ein Dokument veröffentlicht, das nach meiner Einschätzung von zeitgeschichtlicher Bedeutung ist. Ein Dokument, das man kennen sollte, da es ein nicht unwesentlicher Mosaikstein ist, der die aktuelle gesellschaftliche Situation in unserem Land verständlicher macht. Zur Erläuterung:
Im März 2020 habe ich ein Strategiepapier veröffentlicht, das damals noch als „VS – vertraulich; nur für den Dienstgebrauch“ eingestuft war. Es trug den Titel: „Wie wir COVID-19 unter Kontrolle bekommen“. Das Strategiepapier beginnt mit dem Satz: „Das pandemische COVID-19-Virus ist für die Politik, Gesellschaft und Wirtschaft in Deutschland die größte Herausforderung seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs.“ Auf 17 Seiten wird in diesem Papier dann erläutert, was zu tun ist. Schon auf Seite 1 heißt es: „Soziale Kontakte sind für eine bestimmte Zeit auf ein Minimum zu reduzieren.“ Auf den folgenden Seiten wird mit erstaunlich holzschnittartigen, boulevardesten Vokalen gearbeitet. Es ist von der deutschen Volkswirtschaft als „Hochleistungsmaschine“ die Rede, von einer „Kernschmelze“ des gesamten Systems und dem „Holzhammer“, mit dem man für eine soziale Distanzierung sorgen muss. „Um die gewünschte Schockwirkung zu erzielen, müssen die konkreten Auswirkungen einer Durchseuchung auf die menschliche Gesellschaft verdeutlicht werden“, heißt es auf Seite 13. Die Sprache in dem umfangreichen Papier ist nicht kohärent und verwunderte jene, die Kenntnis von dem Papier erlangten. Sie erinnert zuweilen an Headlines der BILD. Für ein internes Papier, das im Auftrag des RKI und des Bundesinnenministeriums erstellt wurde, hatte die Ausdrucksweise oft den Anschein, als sei es die Hausarbeit eines Sekundarstufe-II-Schülers oder bestenfalls eines Volontärs im BMI. – Das Papier finden Sie noch immer auf der Website clubderklarenworte.de unter „Dokumente“, ganz unten in der Auflistung. Jedenfalls machte die Diktion in dem Strategiepapier misstrauisch. „Handelt es sich um ein bewusst geleaktes Papier, haben daran mehrere Personen geschrieben, ist es ein Fake?“ Das waren schon damals die Fragen. Durch Schulterschluss mit der Medizinjuristin Dr. Marion Rosenke haben wir dann hier im Club der klaren Worte im Juni 2020 Gewissheit erhalten. Jenes Papier ist von mehreren Autoren verfasst worden. Marion Rosenke hatte am 23. April 2020 beim Bundesinnenministerium Auskunft über die Verfasser des Papiers erbeten. Nach rund acht Wochen, am 9. Juni 2020, wurden die Namen herausgegeben. Demnach haben acht externe Wissenschaftler daran mitgearbeitet. Bemerkenswert, wenn nicht sogar höchst verwunderlich ist die Tatsache, dass ausschließlich Wirtschaftswissenschaftler und Politologen zurate gezogen wurden. Einer der Politologen, Dr. Maximilian Meyer, damals noch tätig als Assistenzprofessor für internationale Beziehungen an einer Uni in der Nähe von Schanghai, hat jetzt auf seiner Website bei der Technischen Universität in München folgende Forschungsschwerpunkte bzw. Expertisen angegeben: „Globale Politik von Wissenschaft, Innovation und Technologie; China-Studien (insbesondere Außen-, Energie- und Umweltpolitik); globale Energie- und Klimapolitik; Theorien der internationalen Beziehungen“. In einem noch heute auf Youtube verfügbaren Interview mit ihm sagt er gegenüber Phoenix: „[…] diese Quarantäne […] wird Leben retten. Die Isolation, die wir brauchen, […] kann man auf dem Land machen, kann man in Hotels machen. Das ist im Prinzip ein Urlaub auf Staatskosten.“  Warum werden für ein acht Kopf starkes Expertengremium zur Erstellung eines internen Strategiepapiers, an dem die Bundesbehörde RKI, die dem Gesundheitsministerium unterstellt ist, ausschließlich Wirtschaftswissenschaftler und Politologen zurate gezogen? Es geht doch um eine Gesundheitskrise, oder? Wo sind die Externen? Soziologen, Psychologen, Theologen oder auch Staatsrechtler? Um nur ein paar interdisziplinäre Fachrichtungen zu nennen. Fragen, die wie Leuchtreklamen groß im Raum stehen. Wie kam es nun wirklich zu diesem Papier? Was war intendiert, zu schreiben? Nun, etwas mehr als ein Jahr später gibt es einen weiteren wichtigen Baustein, der den Antworten näher kommt. Im Zuge einer Auskunftsklage gegen die Bundesrepublik Deutschland hat Dr. Rosenke die E-Mail-Korrespondenz zur Entstehung des Papiers erhalten. Ich stelle Ihnen dieses mächtige PDF mit 218 Seiten exklusiv öffentlich zur Verfügung. Die Tageszeitung „Die Welt“ hatte über das Papier auch schon berichtet, und daraus zitiert.  Zahlreiche Seiten sind komplett geschwärzt worden vom RKI. Allein schon die sichtbaren Stellen sind aufschlussreich. Dr. Marion Rosenke kommentiert das Papier zu ausgewählten Aspekten als Gastautorin auf clubderklarenworte.de. Ihre Analyse lesen Sie hier, schauen Sie auf den Artikel unter dem Video. Das Dokument selbst können Sie hier einsehen.
RKI Akte
Sollte Ihnen meine Polemik zur Einlassung eines ZDF-„Entertainers“, nach der Veröffentlichung der Schauspieleraktion #allesdichtmachen entgangen sein, können Sie hier nochmal vorbeischauen.

Gute Nacht Deutschland! Ihr  Markus Langemann
  PS: Eine freie Presse kann gut oder schlecht sein, aber eine Presse ohne Freiheit kann nur schlecht sein
– Albert Camus
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