Gründer und Geschäftsführer eines gemeinnützigen Kitaträgers in Köln spricht

Hallo,
ich bin Gründer und Geschäftsführer eines gemeinnützigen Kitaträgers in Köln.

Ich schicke dir gleich einen Artikel weiter, den ich im März/April an viele Tageszeitungen (z.B. Welt), Wochenzeitungen (z. B. Cicero) und Fachzeitschriften (Betrifft Kind, Kita heute usw.) geschickt hatte. Nicht ein einziger hat diesen Artikel veröffentlicht. Ich würde mich freuen, wenn er über euren Kanal einige Interessenten erreicht.
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„Vor einem Jahr begannen die ersten coronabedingten Kitaschließungen. Seitdem hat der Staat junge Familien nachhaltig an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit getrieben und oftmals darüber hinaus. Die Kollateralschäden von Lockdown und „Pandemie-Management“ auf die Kitakinder sind inzwischen immens – unter psychologischen, pädagogischen und sozialen Aspekten. Wir brauchen dringend eine Corona-Exit-Strategie, um die Kitas aus ihrer gesellschaftlichen Schockstarre zu befreien.

Im Rückblick auf das erste Jahr Corona können wir feststellen: Die prognostizierten Horrorszenarios sind ausgeblieben. Es ist nicht so schlimm gekommen, wie es anfangs befürchtet wurde. Die Sterbezahlen liegen sogar weit unter dem „Best Case Szenario“, mit denen das Bundesinnenministerium im März 2020 Panik verbreitet hatte.

Seit Beginn der Corona-Maßnahmen ist die Perspektive von Kita-Kindern bislang weitgehend unberücksichtigt geblieben. Das ist eine Entwicklung, die uns Sorgen macht, angesichts der inzwischen erheblichen Dauer der Einschränkungen im Verhältnis zum „Gesamtlebensalter“ der Kita-Kinder. Sie steht auch im Widerspruch zu dem pädagogischen Grundauftrag an uns Kitas, wonach wir Kinder darin unterstützen wollen, zu autonomen Persönlichkeiten heranzuwachsen, die aktiv am gesellschaftlichen Leben partizipieren.

Es ist an der Zeit, bei den momentanen Fehlentwicklungen genauer hinzugucken und wo nötig auch gegenzusteuern. Denn im schlimmsten Fall führen Lockdown, „social distancing“, Maskenpflicht und Gruppentrennung in unseren Kitas dazu, dass wir eine Generation von Kindern heranziehen, die angstgesteuert einfach nur noch funktioniert.

Über die psychologischen Mechanismen, die eine solche Entwicklung begünstigen, hatte zuletzt der Hirnforscher Gerald Hüther berichtet: Erwachsene könnten Bedürfnisse vorübergehend zurückstellen ohne Schaden zu nehmen. Kinder besäßen diese Fähigkeit jedoch noch nicht. Sie können ihre Bedürfnisbefriedigung nicht vertagen, weil sie noch nicht gelernt hätten, ihre Bedürfnisse selbst zu stillen. Würden – so wie momentan – die Bedürfnisse der Kinder nachhaltig unterdrückt, führe dies im Gehirn zu Vernetzungen, die dafür sorgten, dass diese Bedürfnisse aberzogen würden und den Kindern langfristig komplett verloren gingen. Kinder degradierten zu „Robotern“ und „Befehlsempfängern“.

(Fortsetzung siehe angehängte PDF ❤️)


☀️ Anmerkung Admin Erzieher + Lehrer:

Wir haben diesen wundervollen Beitrag jetzt gekürzt und hängen ihn als PDF an.

Wir bitten alle MitleserInnen:

Bitte schickt uns eure eigenen Gedanken und Erlebnisse zum Thema Pädagogen in der Coronazeit! Belebt diesen Kanal damit und erzählt allen Pädagogen (Erzieher, Lehrer, Sozialpädagogen, Kinderpflegern, Kinder-Sporttrainern etc.) Eltern, Großeltern von uns ☀️

PDF:

https://www.dropbox.com/s/m7nwt2bo21y2riw/2_5314744350574383161.pdf?dl=0

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