Profiteure heimischer Holzverknappung — S&G 24

sda. Holz wird knapper und die Preise explodieren. Was ist hier los?

Von den 25 Mio. m Nadelschnittholz, die 2020 in Deutschland gesägt wurden, gingen 10 Mio. in den Export. Hauptabnehmer waren die USA und China. Beide bezahlen erheblich höhere Preise als die europäischen Abnehmer, da Holz zur Mangelware wurde: In den USA aufgrund von Zoll-Streitigkeiten mit Kanada, in China wegen des russischen Exportstopps auf Rundholz.

So können zurzeit europäische Sägewerk-Besitzer Bäume in Bretter und damit in Gold verwandeln. Beispiel: 1 m ungesägtes Fichtenholz bringt einem europäischen Waldbauern derzeit 90-120 €. Nach dem Sägen ist es jedoch ein Vielfaches (!) wert. Vor allem die großen Sägewerke verdienen hier ein Vermögen, die Waldbauern bleiben auf der Strecke und mit ihnen die Häuslbauer aufgrund hoher Preise oder Holzmangel. Sie stehen vor einer finanziellen Herausforderung und können sich ein Eigenheim zunehmend kaum mehr leisten.

Wo ist hier die Regierung? Steht die freie Marktwirtschaft über dem Wohle des eigenen Volkes oder ist seine Verarmung sogar gewollt?

Russland hingegen schützt durch Exportstopps die heimische Holzwirtschaft. Daran könnten sich europäische Regierungen doch auch ein Beispiel nehmen! [2]

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