EU kündigt Ende der Käfighaltung an — foodwatch

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Stark! Mehr als 100.000 Menschen haben im Rahmen unserer E-Mail-Protestaktion von der EU-Kommission den gesetzlichen Ausstieg aus der Käfighaltung gefordert. Gestern hat die Kommission dann tatsächlich das EU-weite Ende dieser grausamen Praxis angekündigt – ein Erfolg! Aber: Das Verbot ist erst ab 2027 geplant. Das ist viel zu spät! Denn jeder Tag, an dem wir nicht handeln, ist ein Tag, an dem Millionen von Muttersauen ihre Ferkel nicht umsorgen können und Hühner und Kaninchen sich nicht so bewegen können, wie sie es brauchen.
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Guten Tag
nach einer erfolgreichen Bürgerinitiative, positiven Reaktionen im Europäischen Parlament und mehr als 100.000 Unterschriften für unsere Email-Aktion an Handelskommissar Dombrovskis und Präsidentin von der Leyen hat die EU-Kommission eingesehen, dass ein Ende der Käfighaltung in Europa nötig ist.

Gestern Mittag hat die EU-Kommission ihre Antwort auf die Europäische Bürgerinitiative „End the Cage Age“ bekannt gegeben und sich bereiterklärt, an einem Käfigverbot zu arbeiten. Damit werden sich hoffentlich die Haltungsbedingungen von mehr als 300 Millionen Schweinen, Hühnern und Kaninchen verbessern und ein erster Schritt für einen überfälligen konsequenteren Nutztier-Schutz in der EU eingeleitet.

Doch es wird noch eine Weile dauern, bis das geplante Gesetz auf dem Tisch liegt. Und das Käfig-Verbot soll erst ab 2027 gelten. Mögliche Übergangsphasen könnten den Prozess noch verlängern. Das ist definitiv zu spät, denn jeder weitere Tag bedeutet völlig unnötige Qualen, Leiden und Schmerzen für Millionen Schweine, Hühner und Kaninchen.

Tiere wurden in der EU schon viel zu lange eingesperrt, obwohl sogar im Artikel 13 der EU-‚Verfassung‘, also im Lissabon-Vertrag von 2007, steht, dass Tiere als „fühlende Wesen“ behandelt werden müssen. Genau damit begründet EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides nun die Entscheidung ihrer Behörde, die Käfige zu verbieten. Sie bezieht sich also nun endlich auf einen Vertrag, der seit 14 Jahren die wichtigste, die „primäre“ Rechtsgrundlage der EU darstellt.

Besserer Tierschutz geht nur, wenn auch Importware aus Drittstaaten nachweislich die Tierschutz-Anforderungen der EU erfüllt. Deshalb werden wir auch in Zukunft die Handelspolitik der EU im Auge behalten. Die EU muss gegenüber der Welthandelsorganisation (WTO) darauf bestehen, dass alle Importeure Tierschutzleistungen nachweisen, die mit denen der europäischen Landwirte vergleichbar sind. Denn der faire Umgang mit Europas Nutztieren und die Außenhandelspolitik der EU müssen kein Widerspruch sein!

Wir sind einen wichtigen Schritt weitergekommen auf unserem Ziel, dass Verbraucher*innen nur noch von gesunden und tiergerecht gehaltenen Tieren stammende Lebensmittel zum Kauf angeboten werden. Ein wichtiger Schritt, weil er für die ganze EU gelten wird. Aber dennoch leider nur ein Anfang.

Wir werden weiterhin dafür kämpfen, dass in Deutschland, in der EU und auch auf dem Weltmarkt guter Tierschutz zu einem elementaren Qualitätsmerkmal für Lebensmittel wird. Wo der politische Wille dazu ist, ist auch ein Weg.

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Vielen herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Ihr Matthias Wolfschmidt
Internationaler Strategiedirektor von foodwatch

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P.S.: Der Kampf gegen die Käfighaltung zeigt: Mit viel Einsatz und einem langen Atem lässt sich auch den mächtigen Lobbyinteressen von Tönnies & Co. etwas entgegensetzen. Wir sind ein kleines Team und sind unabhängig von Staat und Parteien. Helfen Sie uns mit einer Spende und unterstützen Sie unsere unermüdliche Arbeit für eine bessere Tierhaltung!
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