Diese Bilder sind kaum zu fassen! — foodwatch

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Es ist kaum zu fassen – doch unter diesen katastrophalen Zuständen wurden Zutaten für deutsches Bier hergestellt.

Wasser, Malz, Hopfen und Hefe. Mehr braucht es nicht für deutsches Bier. Das Reinheitsgebot ist ein Aushängeschild und auf der ganzen Welt bekannt. Der Brauer-Bund, Deutschlands Bier-Lobby, bezeichnet das Gebot als die „älteste, heute noch gültige lebensmittelrechtliche Vorschrift der Welt“ und verspricht:

Die deutschen Brauer [achten] in besonderer Weise auf höchste Qualität der von ihnen eingesetzten Rohstoffe. Wenn die deutsche Brauwirtschaft in den letzten Jahren von Lebensmittelskandalen verschont blieb, dann liegt dies auch daran, dass die Rohstoffe einer kontinuierlichen und umfassenden Rückstands- und Schadstoffkontrolle über alle Verarbeitungsstufen unterliegen. – Brauer-Bund, Deutschlands Bier-Lobby

Doch die Fotos, die uns anonym zugespielt wurden, dokumentieren ein völlig anderes Bild: Sie zeigen massiven Schimmelbefall in einer großen Malzfabrik, die nach eigenen Angaben 50 deutsche Brauereien beliefert hat – darunter auch Augustiner. Die Fotos sind so ekelerregend, dass sie kaum zu fassen sind. Doch sie sind real. Was wie eine Szene aus einem Horror-Film anmutet, zeigt in Wahrheit die Lüftungsanlage der schimmeligen Malzfabrik Johann Zeitler KG am 4. Februar 2021. In diesen massiv verschimmelten Räumen wurden Zutaten für das ach so „reine“ und „umfassend kontrollierte“ deutsche Bier hergestellt. Wenn Sie auch der Meinung sind, dass solche Widerwärtigkeiten in Zukunft verhindert werden müssen, dann werden Sie Fördermitglied von foodwatch.

So viel ist klar: Diese Zustände sind nicht über Nacht entstanden! Die lokale Behörde, die bis vor kurzem für den Betrieb zuständig war, hat auf ganzer Linie versagt. Es ist unvorstellbar, dass in Deutschland ein solcher Betrieb Zutaten für die Nahrungsmittelkette produziert hat. Wir bei foodwatch kämpfen seit Jahren gegen solches Behörden-Versagen an, damit Skandale wie dieser nicht immer wieder vorkommen! Mit umfassenden Recherchen, teuren Klageverfahren und mit groß angelegten Kampagnen. Das ist alles nur möglich mit Ihrem Einsatz, denn unser kleines Team braucht Ihre Unterstützung. Helfen Sie uns gegen solche unhaltbaren Zustände vorzugehen und werden Sie Fördermitglied von foodwatch!

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Unvorstellbar und doch Realität: Eine vollkommen verschimmelte Tür in einem Betrieb, der Zutaten für die Nahrungsmittelkette produziert. Es gibt nur zwei mögliche Erklärungen dafür, dass es überhaupt zu solchen Zuständen in der Malzfabrik kommen konnte: Entweder wusste die lokale Überwachungsbehörde Bescheid und hat die Firma gedeckt – oder die Behörde hat die Schimmel-Fabrik schlicht und einfach nicht kontrolliert. Beide Optionen sind völlig inakzeptabel!

Der Fall zeigt: Die Lebensmittelkontrollen in Deutschland funktionieren keinesfalls so einwandfrei, wie man es uns weismachen will. Wir bei foodwatch setzen uns für effektive und regelmäßige Lebensmittelkontrollen ein – für mehr Personal, mehr Transparenz und weniger Skandale. Sie möchten diese Ziele unterstützen? Dann werden Sie Fördermitglied von foodwatch!

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Schwarzer Schimmel, wohin das Auge reicht. Auch an dieser Decke im Bereich der Luftzufuhr für die Keimkästen. Es ist ein Lebensmittel-Skandal der Superlative. Doch nicht nur das. Es ist auch ein Behörden-Skandal der Superlative. Nicht nur, dass die lokale Behörde angeblich nichts gefunden haben möchte. Sondern auch die bayerische Landesbehörde KBLV, die die Mängel letztlich festgestellt und die Fotos gemacht hat, muss sich schwere Vorwürfe gefallen lassen. Denn leider müssen wir feststellen: Auch die Landesbehörde hat den Ekel-Betrieb gedeckt. Aus zwei Gründen: 

Die Behörde hat keinen einzigen Euro Bußgeld verhängt! Das muss man sich mal vorstellen: Falschparken wird härter bestraft als diese Zustände! Wir fragen uns: Wie kann es sein, dass selbst ein von Decke bis Fußboden verschimmelter Betrieb, der gesperrt werden musste, nicht finanziell belangt wird? Wie soll ein Lebensmittelbetrieb denn bitte aussehen, damit es zu einem Bußgeld kommt!? Es gibt nur eine einzige Erklärung: Ab einer Bußgeldhöhe von 350 Euro hätte der Fall öffentlich gemacht werden müssen und genau das wollte die Behörde offenbar vermeiden.Und setzt damit dem Ganzen die Krone auf: Die Behörde wollte den Fall allen Ernstes geheim halten! Obwohl seit Jahren schon vorgeschrieben ist, dass bei schweren Hygienemängeln die Öffentlichkeit informiert werden muss, sollten wir alle nichts davon erfahren. Wenn nicht ein mutiger „Whistleblower“ uns diese Fotos anonym zugespielt hätte, wäre der Fall wohl heute noch Geheimsache!
Eines kann ich Ihnen versprechen: Wir bei foodwatch werden das nicht einfach so hinnehmen. Wir nennen Ross und Reiter. Wir veröffentlichen Fotos wie diese. Wir kämpfen für eine wirksame Lebensmittelkontrolle. Damit die Ekel-Betriebe nicht mehr ungeschoren davonkommen. Damit genügend Druck entsteht, dass solche Zustände künftig der Vergangenheit angehören! Damit Behörden ihren Job machen und wir alle wirksam geschützt werden! Mit einer Fördermitgliedschaft sorgen Sie dafür, dass die Stimme von foodwatch in der Öffentlichkeit Gewicht hat. Seien Sie dabei, denn jede einzelne Stimme zählt!  Bitte helfen Sie uns:
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Vielen Dank und herzliche Grüße

Oliver Huizinga

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Herausgeber: foodwatch e.V., Brunnenstr. 181, 10119 Berlin, Deutschland
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Info-Telefon: 030 – 28 09 39 95
foodwatch ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Berlin, VR 21908 B, AG Charlottenburg, Geschäftsführer ist Dr. Thilo Bode.

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