RUBIKON — Die unerträgliche Freiheit

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Die unerträgliche Freiheit

Einige hochaktuelle Passagen aus Schillers „Don Carlos“ zeigen: Freiheitsentzug ist immer Menschenverachtung. Teil 2/2.

von Agnes Imhof

Foto: Liudmyla Guniavaia/Shutterstock.com

Wäre Friedrich Schiller heute noch am Leben, würde er Maske tragen. So sagte es jedenfalls Corona-Inquisitor Christian Drosten. Wirklich? War da nicht noch was mit Gesslerhut und „Geben Sie Gedankenfreiheit“? Besonders der „Don Carlos“ scheint sich den Vereinnahmungsversuchen durch eine Clique zu widersetzen, deren Politik allenfalls die Ruhe eines Kirchhofs zu erzeugen vermag. Schillers Werk zeigt in zeitloser Weise auf, wie sich Mächtige zu Überwesen zu stilisieren versuchen, denen alles Menschliche fremd ist. In ihrer sterilen Überlegenheitspose denken sie gering von den Bürgern, zwingen diese in die Rolle von Kindern und sehen sich selbst als „Erziehungsberechtigte“. Aber auch einen Ausweg zeigt das Drama auf: Die Natur ist auf Freiheit gegründet, und Freiheit ist es auch, was wiederhergestellt werden muss. Denn der Mensch ist nicht zum Sklaven bestimmt, er ist „der Krone Zweck“. Die Fortsetzung von Agnes Imhofs Artikel „Die unerträgliche Freiheit“.

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