Aufgedeckt – hunderte Schafe im rumänischen Tiertransporter in den betäubungslosen Tod gekarrt — respektiere

Es ist eigentlich unfassbar – die Opfertage 2021 haben noch gar nicht begonnen, und schon gibt es den ersten handfesten Skandal! Ja, die Gerüchte aus dem letzten Jahr bestätigten sich leider: gestern Abend, nach einem ganzen Tag des Zuwartens vor Ort im Auto, mussten TierschützerInnen tatsächlich AugenzeugInnen werden, als zwei drei- bis vierstöckige Tiertransporter mit rumänischen Kennzeichen samt jeweils mindestens 300 Tieren im vollgepferchten Laderaum zu einem österreichischen Schächtschlachthof einbogen! Man mag gar nicht darüber nachdenken, gerade noch im Tiertransporter nach einer Wahnsinnsfahrt durch das brennend heiße Osteuropa, über hunderte Kilometer hinweg, nur um einen Tag später, immer noch völlig mitgenommen von den ‚Reise’strapazen, in unserem Land einen furchtbaren Tod ohne vorhergehende Betäubung entgegenzusehen…
Ein Vor-Ort-Bericht: ‚Es war ein langer Tag gewesen; zu Mittag war erstmals ein Adrinalinschub spürbar, dann, als wir auf der Autobahn einen Schweinetransporter erspähten – an einem Sonntag noch dazu, wo im allgemeinen LKW-Fahrverbot herrscht – und wir diesen bis zum nächstgelegenen Schlachthof verfolgten. Dort angekommen, stieg der Fahrer aus, nur um aus dem am stacheldrahtumzäunten Gelände geparktem Privatauto Zigaretten zu holen. Das Kennzeichen sollte ein tschechisches sein – nicht überraschend, denn fast sämtliche Tötungsanstalten bauen inzwischen zum allergrößten Teil auf dem Anschein nach leichter auszubeutende Hilfskräfte aus Ost-Europa… dass aber auch diese längst die Tierschutzproblematik erkannt haben, bewies die Tatsache, dass der gute Mann schließlich trotz aller Vorsichtsmaßnahmen irgendwie doch auf uns aufmerksam wurde und schon im nächsten Augenblick durch den Zaun hindurch die TierschützerInnen fotografierten…
Hier konnten wir ohnehin heute nichts mehr ausrichten, und so machten uns alsbald wieder auf den Weg zurück zum Ausgangspunkt; unser Ziel für den heutigen Tag sollte ja ein gänzlich anders sein – es galt nämlich, Gerüchte zu belegen, dass für das kommende Opferfest auch jede Menge Schafe aus dem Osten angekarrt werden! Die Hartnäckigkeit machte sich schließlich bezahlt; tatsächlich, es war nun bereits ein langer Tag gewesen und die Uhr läutete mittlerweile die 19. Stunde ein, wurde der Spähposten plötzlich aus der sich über die langen Stunden hinweg langsam einschleichenden Lethargie gerissen. 2 riesige LKW’S donnerten vorbei, Tiertransporter, mit rumänischen Kennzeichen! Aufregung zuerst, dann sofortiges Handeln. Motor starten, Druck auf’s Gaspedal, und los! Bald holten wir die PS-Monster ein und konnten die riesigen LKW’s von der Ausfahrt weg verfolgt, über einige Kilometer Landstraße hin zum Ort des Geschehens; es stellte sich schnell heraus, der Käufer der armen Tiere sollte kein Unbekannter sein, war er doch die letzten Jahre hinweg immer wieder durch regelrechter Ausraster im Zuge der RespekTiere-Anti-Schächt-Kampagnen aufgefallen.
So auch dieses Mal; im Wissen, nur unabdingbares Vorgehen – Zögern als auserkorenes Unwort – kann in so einem Falle den nötigen Erfolg bringen, folgte die vorbestimmte Einsicht: das Fotografieren wäre unmöglich, sobald der Innenhof der Tötungsanstalt den Transporter verschluckt haben würde. Weil es aber ihrer zwei Fahrzeuge waren, musste das erste vorerst entlang der Umzäunung des Geländes parken – und diese Chance packten wir beim Schopf. Starker Regen war noch dazu der Freund der Mutigen, denn nur dadurch wohl sollten die Arbeiter, zudem inzwischen mit dem Abladen beschäftigt, nicht in der Laune sein, sich wie sonst üblich außerhalb aufzuhalten.
Allerdings, der Fahrer wartete im Cockpit! Keine Zeit zum Grübeln, was soll’s – Augen zu und durch. Schon legten wir die gut zweihundert Meter lange Strecke von der Straßeneinmündung im Laufschritt zurück, und im nächsten Moment schauten wir bereits in das Angesicht der Todgeweihten. Unfassbar traurig, aber dennoch pure Realität. Sie alle auserwählt, um Gott geopfert das Leben in einem staubigen Hinterhof in einem der angeblich fortschrittlichsten Ländern der Welt mit ohne jeder Betäubung geöffneter Kehle auszuhauchen. Das einzige, was wir jetzt noch für sie tun konnten, war, deren Schicksal öffentlich zu machen. Es der Anonymität des verlassenen Dorfes im niederösterreichischen Weinviertel zu entreißen. Menschen aufmerksam zu machen, den Gesetzgeber an seine Verantwortung zu erinnern.
Bildermaschinen gezückt, bannten wir die Szenerie auf Speicherkarte. Im folgenden Augenblick aber öffnete sich auch schon die Fahrzeugkabine, der Lenker sprang heraus und fragte, die Worte in englische Sprache gepackt, nach dem Begehren. Eine vorsichtige Diskussion folgte, ruhig zuerst. Mehr ein Austausch unter Interessierten.
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Es ist eigentlich unfassbar – die Opfertage 2021 haben noch gar nicht begonnen, und schon gibt es den ersten handfesten Skandal! Ja, die Gerüchte aus dem letzten Jahr bestätigten sich leider: gestern Abend, nach einem ganzen Tag des Zuwartens vor Ort im Auto, mussten TierschützerInnen tatsächlich AugenzeugInnen werden, als zwei drei- bis vierstöckige Tiertransporter mit rumänischen Kennzeichen samt jeweils mindestens 300 Tieren im vollgepferchten Laderaum zu einem österreichischen Schächtschlachthof einbogen! Man mag gar nicht darüber nachdenken, gerade noch im Tiertransporter nach einer Wahnsinnsfahrt durch das brennend heiße Osteuropa, über hunderte Kilometer hinweg, nur um einen Tag später, immer noch völlig mitgenommen von den ‚Reise’strapazen, in unserem Land einen furchtbaren Tod ohne vorhergehende Betäubung entgegenzusehen…


Ein Vor-Ort-Bericht: ‚Es war ein langer Tag gewesen; zu Mittag war erstmals ein Adrinalinschub spürbar, dann, als wir auf der Autobahn einen Schweinetransporter erspähten – an einem Sonntag noch dazu, wo im allgemeinen LKW-Fahrverbot herrscht – und wir diesen bis zum nächstgelegenen Schlachthof verfolgten. Dort angekommen, stieg der Fahrer aus, nur um aus dem am stacheldrahtumzäunten Gelände geparktem Privatauto Zigaretten zu holen. Das Kennzeichen sollte ein tschechisches sein – nicht überraschend, denn fast sämtliche Tötungsanstalten bauen inzwischen zum allergrößten Teil auf dem Anschein nach leichter auszubeutende Hilfskräfte aus Ost-Europa… dass aber auch diese längst die Tierschutzproblematik erkannt haben, bewies die Tatsache, dass der gute Mann schließlich trotz aller Vorsichtsmaßnahmen irgendwie doch auf uns aufmerksam wurde und schon im nächsten Augenblick durch den Zaun hindurch die TierschützerInnen fotografierten…


Hier konnten wir ohnehin heute nichts mehr ausrichten, und so machten uns alsbald wieder auf den Weg zurück zum Ausgangspunkt; unser Ziel für den heutigen Tag sollte ja ein gänzlich anders sein – es galt nämlich, Gerüchte zu belegen, dass für das kommende Opferfest auch jede Menge Schafe aus dem Osten angekarrt werden! Die Hartnäckigkeit machte sich schließlich bezahlt; tatsächlich, es war nun bereits ein langer Tag gewesen und die Uhr läutete mittlerweile die 19. Stunde ein, wurde der Spähposten plötzlich aus der sich über die langen Stunden hinweg langsam einschleichenden Lethargie gerissen. 2 riesige LKW’S donnerten vorbei, Tiertransporter, mit rumänischen Kennzeichen! Aufregung zuerst, dann sofortiges Handeln. Motor starten, Druck auf’s Gaspedal, und los! Bald holten wir die PS-Monster ein und konnten die riesigen LKW’s von der Ausfahrt weg verfolgt, über einige Kilometer Landstraße hin zum Ort des Geschehens; es stellte sich schnell heraus, der Käufer der armen Tiere sollte kein Unbekannter sein, war er doch die letzten Jahre hinweg immer wieder durch regelrechter Ausraster im Zuge der RespekTiere-Anti-Schächt-Kampagnen aufgefallen.


So auch dieses Mal; im Wissen, nur unabdingbares Vorgehen – Zögern als auserkorenes Unwort – kann in so einem Falle den nötigen Erfolg bringen, folgte die vorbestimmte Einsicht: das Fotografieren wäre unmöglich, sobald der Innenhof der Tötungsanstalt den Transporter verschluckt haben würde. Weil es aber ihrer zwei Fahrzeuge waren, musste das erste vorerst entlang der Umzäunung des Geländes parken – und diese Chance packten wir beim Schopf. Starker Regen war noch dazu der Freund der Mutigen, denn nur dadurch wohl sollten die Arbeiter, zudem inzwischen mit dem Abladen beschäftigt, nicht in der Laune sein, sich wie sonst üblich außerhalb aufzuhalten.
Allerdings, der Fahrer wartete im Cockpit! Keine Zeit zum Grübeln, was soll’s – Augen zu und durch. Schon legten wir die gut zweihundert Meter lange Strecke von der Straßeneinmündung im Laufschritt zurück, und im nächsten Moment schauten wir bereits in das Angesicht der Todgeweihten. Unfassbar traurig, aber dennoch pure Realität. Sie alle auserwählt, um Gott geopfert das Leben in einem staubigen Hinterhof in einem der angeblich fortschrittlichsten Ländern der Welt mit ohne jeder Betäubung geöffneter Kehle auszuhauchen. Das einzige, was wir jetzt noch für sie tun konnten, war, deren Schicksal öffentlich zu machen. Es der Anonymität des verlassenen Dorfes im niederösterreichischen Weinviertel zu entreißen. Menschen aufmerksam zu machen, den Gesetzgeber an seine Verantwortung zu erinnern.


Bildermaschinen gezückt, bannten wir die Szenerie auf Speicherkarte. Im folgenden Augenblick aber öffnete sich auch schon die Fahrzeugkabine, der Lenker sprang heraus und fragte, die Worte in englische Sprache gepackt, nach dem Begehren. Eine vorsichtige Diskussion folgte, ruhig zuerst. Mehr ein Austausch unter Interessierten.spektiere.at

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