Große Aufregung um den Kleintiermarkt – offener Brief an den LR Waldhäusl! — respektiere

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Bevor wir mit dem eigentlichen Thema beginnen, noch eine Eilmeldung: Achtung, Achtung! Wer gerade in oder um München unterwegs ist, kommt’s uns besuchen! Wir sind am legendären Tollwood-Festival in der Bayernmetropole! Von Samstag, 14., bis Dienstag, 17. August, täglich bis 23 Uhr, dürfen wir einmal mehr unseren Stand im ,grünen Pavillon‘ präsentieren! Wir freuen uns auf euch!!!
Unser kürzlicher Bericht über den Kleintiermarkt in Großrupprechts muss ein wirklich interessanter und bewegender gewesen sein – warum sonst wohl fühlt sich nach einer im Prinzip doch eher kleineren Begebenheit sogar ein Landesrat und Tierschutzressort-Leiter bemüssigt darüber zu sinnieren und schließlich unsere dortigen Betrebungen dann auch noch mit ätzenden Kommentaren zu untergraben? Herr Waldhäusl, da wollen wir ihm jetzt wirklich gar nichts unterstellen, mag vielleicht tatsächlich ein Herz für Tiere haben – aber einen derartige Aussendung wie die seine, die offensichtlich nur aus Groll oder Zorn gegen uns – warum, weiß nur er selbst – solcherarts ausfallen hatte gekonnt – zu veröffentlichen, trägt leider herzlich wenig zu einer gesteigerten Reputation bezüglich der professionellen Aufarbeitung tierschutzbezogener Thematiken bei. Da werden vielmehr persönliche Differenzen bemüht und parteipolitische Duftmarken abgegeben. Ob so ein fast unwürdiges Szenarium wirklich notwendig ist? Besonders in Anbetracht der folgenden Bilder – aber bitte beurteilen Sie selbst, ob am besagten Markt vielleicht doch ein Nachholbedarf in Punkto Tierschutz besteht oder ob dann Herrn Waldhäusl’s Analyse zutreffend ist, nach welcher dort sogar ‚Tierschutz mit Hausverstand‘ betrieben wird…
Jedenfalls, eine Frage muss aber dem Herrn Landesrat dann doch gestellt werden; wenn jemand ganz offensichtliche Dinge, noch dazu mit Fotos sowas von eindeutig belegt, gegen eine Veranstaltung vorbringt, der Mann aber, der dann an den Hebeln sitzt, derart reagiert – jener, der es in der Hand hätte zu sagen, ok, klar, darum sollten wir uns mal kümmern, am besten zusammen – wieviel Vertrauen dürfen künftig Hilfesuchende in die Expertise eines solchen Politikers haben?
Die diesbezüglichen Rechechen vor Ort haben hohe Wellen geschlagen; so berichteten die Niederösterreichischen Nachrichten über ‚Kritik am Kleintiermarkt‘ folgendes: https://www.noen.at/waidhofen/lokalaugenschein-kritik-an-kleintiermarkt-in-grossrupprechts-vitis-verein-respektiere-tiermarkt-print-285232182 Schon etwas brisant: LR Waldhäusl, FPÖ, für Tierschutz in Niederösterreich politisch zuständig, schlägt sich in der Frage wenig überraschend und trotz so eindeutiger Fotobeweise auf Seiten der Organisatoren. Am Ende des Artikel stellt man übrigens die Frage: Ist die Kritik berechtigt? Bitte drückts hier den entsprechenden Button – das wäre dringend notwendig, um die Verhältnisse geradezurücken! Wer den Zeitungen schreiben möchte, kann dies bitte unter redaktion.waidhofen@noen.at bzw. unter waidhofen@bezirksblaetter.at tun!!!
Die Bezirksblätter Waidhofen schrieben: ‚Kleintierbörse in der Kritik von Tierschützern‘, https://www.meinbezirk.at/waidhofenthaya/c-lokales/kleintierboerse-in-der-kritik-von-tierschuetzern_a4813332

Wer den Zeitungen schreiben möchte, kann dies bitte unter redaktion.waidhofen@noen.at bzw. unter waidhofen@bezirksblaetter.at tun!!!
Wir möchten euch an dieser Stelle natürlich nicht die offizielle Presseaussendung des Herrn LR Waldhäusls zu unserem diesbezüglichen Newsletter vorenthalten:
  Landesrat Waldhäusl: Keine Tierquälereien, sondern Tierschutz mit Hausverstand bei Kleintiermarkt in NÖ! Tierschutz-Landesrat nimmt Stellung zu öffentlicher Kritik eines Tierschutzvereins Zur öffentlichen Kritik eines Tierschutzvereines über den Kleintiermarkt in Großrupprechts (Waidhofen/Thaya) nimmt jetzt Tierschutz-Landesrat Gottfried Waldhäusl Stellung: „Jegliche Unterstellungen, die in Richtung Tierquälerei gehen, sind hier nicht gerechtfertigt. Ganz im Gegenteil! Ich mache mir regelmäßig vor Ort selbst ein Bild und stelle fest, dass sowohl Aussteller als auch Besucher Tierschutz mit Hausverstand leben! Für mich haben die Aussteller, die meist auch in Kleintierzuchtvereine engagiert sind, sogar einen besonderen Mehrwert. Die Arbeit ist familienfreundlich und zudem lernen die Kinder den Umgang mit Tieren.“ Jeder Kleintiermarkt in Niederösterreich ist behördlich genehmigt und es gibt gesetzliche Regelungen, wie die Tiere ausgestellt werden dürfen. „Zudem finden Kontrollen statt und etwaige Mängel würden auffallen und geahndet werden. Auch wenn es dann und wann schwarze Schafe gibt, in Großrupprechts und bei vielen anderen von mir besuchten Märkten und Ausstellungen konnte ich keine wie immer gearteten Tierquälereien orten“, informiert Waldhäusl. „Daher mein Tipp an den kritikfreudigen Tierschutzverein: Lassen wir doch die Kirche im Dorf! Sehr oft wird der Ausdruck ‚Tierschutz‘ missbraucht, es handelt sich bei den handelnden Personen um reine Tierrechtler, denen es letztlich nicht um den Schutz geht.“

Was soll man dazu sagen? Seltsam, allemal. Wenn dann aber ein solches Schreiben auch noch vom Repräsentanten, vom ‚obersten‘ Tierschutzvertreter des Bundeslandes, kommt, umso mehr!
mehr unter http://www.respektiere.at

Gemäß § 7 Tierschutz-Veranstaltungsverordnung (BGBl. II Nr. 493/2004), in der die Mindestanforderungen an Unterkünfte für Kaninchen geregelt sind, dürfen Kaninchen nur in Unterkünften untergebracht werden, die mindestens die in Anlage 1 festgelegten Abmessungen aufweisen, unabhängig davon, ob sie nur für die Prämierung, nur für den Tausch oder Verkauf oder für einen gemischten Verwendungszweck vorgesehen sind.
In der Anlage 1 sind die Käfiggrößen folgendermaßen genannt:

  • Käfiggröße mindestens 50 x 50 x 45 cm – jeweils 1 Tier (Zwergrassen und Kleine Rassen):
  • Käfiggröße mindestens 60 x 60 x 47,5 cm – jeweils 1 Tier (Mittlere Rassen):
  • Käfiggröße mindestens 70 x 70 x 60 cm – jeweils 1 Tier(Große Rassen):
  • Volieren mindestens 100 x 100 x 100 cm

Einige der im gegenständlichen Blog (https://us12.campaign-archive.com/?u=934c73a0228dce0980c5a7fcb&id=72e96486c8) gezeigten Bilder lassen die Vermutung aufkommen, dass diese Mindestanforderungen nicht eingehalten wurden. Wenn das im behördlichen Kontrollprotokoll nicht aufscheint – oder es vielleicht gar keines gibt, dann wäre das als Mangel anzusehen. Bedenken hinsichtlich Tierquälerei sind hier sehr wohl gerechtfertigt und sollten konsequent überprüft statt pauschal abgewiesen werden.
Der Ausdruck „Tierschutz“ wird auch nicht missbraucht, wenn die Einhaltung von gesetzlichen Mindestnormen eingefordert wird und es wird die Tierrechtsphilosophie gründlich missverstanden, wenn behauptet wird, dass es reinen Tierrechtlern „letztlich nicht um den Schutz geht“. Den „reinen Tierrechtlern“ geht es aus pragmatischen Gründen natürlich primär zumindest um den Tierschutz und die Einhaltung der rechtlichen Mindestnormen, auch wenn deren „ideale Theorie bzw. realistische Utopie“ (nach John Rawls) deutlich weiter reicht. Es darf in diesem Zusammenhang auch darauf hingewiesen werden, dass aus philosophischer (tierethischer) Sicht die Tierrechtstheorie wesentlich kongruenter argumentiert werden kann als die Tierschutztheorie.

alles lesen unter http://www.respektiere.at

Wär Landesrat Waldhäusel gerne persönlich kontaktieren möchte, kann dies gerne unter gottfried.waldhaeusl@noel.gv.at tun; der Herr Abgeordnete freut sich sicher über jede Reaktion zu seinem Schreiben. Und Ihr wisst’s ja, PolitikerInnen haben immer ein offenes Ohr für unsere Anliegen! Davon gehen wir jedenfalls aus.
Zu unserer Webseite
Online Spenden
Verein RespekTiere
Gitzenweg 3
A-5101 Bergheim RespekTiere International e.V.
Nonner Str. 6b
D-83435 Bad Reichenhall

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