Im Ahrtal wurde der Notstand aufgehoben!!! — esistallesda

Hochwasserkatastrophe , [18.08.21 00:03]
Liebe Mitmenschen!

Aktuell geht es im Ahrtal drunter und drüber. In einigen Gebieten wurde der Notstand aufgehoben. Für die Betroffenen hat das gravierende Folgen.

>> So ist es zum Beispiel jetzt möglich, den Anwohnern die Kosten und die Verantwortung für die Entsorgung des Bauschutts und Sperrmülls selbst anzulasten. Die Gemeinden sind nicht mehr verpflichtet, Notunterkünfte für die Betroffenen und die Hilfskräfte zur Verfügung zu stellen. Es gäbe nutzbare Freiflächen für Containerdörfer, die den nötigen Anforderungen entsprächen. Es gäbe private Spender, die es bezahlen würden. Die Gemeinden verweigern die Genehmigung.

Der Winter kommt. Es gibt keine Supermärkte, keine medizinische Versorgung, in vielen Teilen des Gebietes kein Wasser oder Abwasser, stellenweise keinen Strom. Die Menschen haben alles verloren, auch ihre Autos. Öffentliche Verkehrsmittel gibt es nicht. Die Infrastruktur ist zerstört. Straßen, Brücken, Versorgungswege einfach weg. Bei den rund 40.000 betroffenen Haushalten fehlt es an Notunterkünften, an frischen Lebensmitteln, an Kühl- und Verteilmöglichkeiten. Es fehlt an Baumaterial und Maschinen, es fehlt an Material. Die meisten betroffenen Haushalte haben keine Heizung. Bis zum Winter eine neue zu bestellen und einzubauen so gut wie unmöglich (Lieferzeiten 9 Monate aufwärts). Alte Ölheizungen erfüllen die Richtlinien oft nicht und dürfen deshalb nicht verbaut werden.

Die Senioren werden vollkommen vergessen. Wie soll ein alter Mensch kilometerweit durch ein zerstörtes Gebiet laufen, um an einem (noch vorhandenen) Infopunkt seinen Bedarf an Hilfe zu beantragen oder Lebensmittel zu besorgen? Wie soll ein alter Mensch an medizinische Versorgung und Arzneimittel kommen?

Einige Bürgermeister der betroffenen Gemeinden sind nicht auffindbar, andere verweigern jede Kommunikation. Einige Gemeinden versuchen ihr Bestes, brauchen aber unsere Hilfe. Öffentliche Quellen sind nicht zuverlässig, denn sie stellen die Sachlage nicht so dar, wie sie ist.

Die Wichtigsten Dinge, die im Moment benötigt werden:

  • Notunterkünfte für die Anwohner in der Nähe
  • Wohnwagen oder ähnliches als Notunterkünfte, große Zelte (Gerne 5×7 Meter) als Helferunterkünfte
  • Radiatoren, Gasheizungen, Heizungsanlagen und alles, was man für die Installation braucht.
  • Handwerker wie Glaser, Heizungsbauer, Trockenbauer
    -Kleinmaschinen wie Bohrmaschinen, Akkuschrauber, Sägen ect.
  • Material in jeder Form: angefangen von Dachschindeln über Holz, Fenster, Schrauben, Estrich….
    Darüber hinaus fehlen elektrische Haushaltsgeräte
    Kleiderspenden und Spielzeug werden NICHT mehr angenommen!

Etwas, was darüber hinaus fehlt, sind frische Lebensmittel. Es fehlt an Obst und Gemüse, Milch, Brot, Aufstrich, Fleisch. Diese Lebensmittel müssen idealerweise verpackt sein ( belasteter Staub).

Wir arbeiten mit einer Gruppe privater engagierter Menschen an Hilfestellung und Vernetzung im Krisengebiet und würden uns über Unterstützung freuen.

Alexandra
Kontakt via Telegram @AlexDieAndere

t.me/Hochwasserkatastrophe

http://t.me/Hochwasserkatastrophe

Bildquelle: Raymund vom Ahrtal / Privat / Freie Nutzung

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