Freiheiten zurückbekommen? Sie sind vom Grundgesetzt gegeben. — clubderklarenworte

Vom überwintern

Guten Abend, liebe Leserin,
guten Abend, lieber Leser,

wie wunderbar wäre es, wenn Sie als Rezipientin oder Rezipient des jeweiligen Mediums selbst veröffentlichen könnten. 
In Interaktion treten mit dem Texter oder Verfasser der jeweiligen Publikation. Was wäre das doch für ein wunderbarer Diskursgewinn. Das alte Sender-Empfänger-Prinzip umkehren,  zumindest erweitern. 

Nun, Sie können einen Leserbrief alter Schule an Ihre Zeitung schreiben. Ob dieser veröffentlicht wird, hängt an der Laune des Redakteurs, der Ideologie des Blattes, Ihrer Schriftsprache oder Ihrem Titel und nicht zuletzt, am verfügbaren Platz im Blatt. 

Nicht selten befindet der diensthabende Redakteur aus dem Bauch über die Körbchengröße Ihres Gehirns und entscheidet dann „Nero“-gleich mit dem Daumen. 

Die Firewall aus politischer Ideologie und redaktioneller Arroganz zu durchbrechen ist also nicht einfach. Erst erst recht nicht, wenn Sie mit Ihrem Kommentar in intelligentem Widerspruch zum Verfasser stehen.

Sie können auch auf neue Medien ausweichen um Ihrer Meinung ein Gesicht zugeben. Sie könnten z.B. auf Twitter neben Typen rumstrunzen bei denen der BMI den IQ abgelöst hat oder sich auf Facebook in der Timeline hinter Frauen abarbeiten oder einreihen, bei denen ihr Zopfgummi schon den Schulabschluss verrät. Ja, dafür können Sie Ihre Lebenszeit verschwenden.

Sie dürfen aber auch hier im Club der klaren Worte ihren scharfen, kritischen, kantigen, wissenden, wertschätzenden oder humorigen Kommentar unter jedem Artikel abgeben und so zu einem offenen und kultivierten Diskurs beitragen. Solange Sie spitz und ohne Beleidigung kommentieren, solange Sie Behauptungen versuchen zu belegen und solange Ihnen die christlichen Werte und Normen etwas bedeuten, sind auch Ihre vor Dampf qualmenden Kommentare gerne gesehen. Menschen, die im echten Leben Anstand haben, haben den auch im Internet.

Machen Sie den clubderklarenworte.de zu Ihrer Seite. In der letzten Woche habe ich einen Leser und Kommentator aus Ihren Reihen eingeladen, künftig als Kolumnist zu schreiben. Das sollte die Tat sein, die meiner oben beschrieben Idee folgt. Zu wagen, das Sender-Empfänger-Prinzip zeitgemäß zu durchkreuzen und einen Teil zum neuen Journalismus beizutragen. Gandhi wird zugesprochen gesagt zu haben: „Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.“ Gesagt getan.

Ich freue mich, wenn Sie regelmäßig auf die Seite kommen und auch jene Kolumne lesen und gerne weitertragen. Hier geht es zur Kolumne und hier ist diese Kolumne für Sie auch vertont, falls Sie lieber hören möchten.
Die Website ist ein wenig modifiziert, Dank Ihrer Unterstützung, vorbereitet für künftig mehr Inhalt. Ihr freundlicher Zuspruch macht Mut den Weg eines neuen Angebotes weiterzugehen.

Und weil ich denke, Sie kehren der Lyrik nicht den Rücken zu, sondern dürsten im Alltag nach ein wenig Poesie, hier etwas Seelen-Labsal. Ein Geschenk am Sonntagabend, von Antje van der Maas, die schon mit einigen Werken unter Lyrik zu lesen ist.

 
Überwintern


Vergess ich sie nicht
Die lauen Sommernächte
Nicht der Sterne längst verloschnes Licht
Gar des Morgens zarte Röte
Nie des jungen Tages Angesicht


So denk ich an sie
In all den ach so langen Winternächten
Da nur der Kerze Licht mir scheint
Bis der Morgen jäh mir grauet 
Und der Tag vergeht vor seiner Zeit

https://youtu.be/cdDLdrB2BTQ

„Die Freiheiten kann ich nicht zurückbekommen, sie sind mir vom Grundgesetzt gegeben worden.“
 
Der renommierte Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Martin Schwab formuliert in einem ausführlichen Interview seine Analyse zum Zustand unseres Rechtsstaates. Der Lehrstuhlinhaber an der Universität Bielefeld, gibt erfrischend konkrete, unverblümte und klare Antworten, etwa
 „Man hat manchmal  das Gefühl, dass alle Staatsgewalt nicht mehr vom Volk ausgeht, sondern von Virologen.“
 
Diese mutige Klarheit ist fast irritierend. Insbesondere für jene Menschen in unserer Gesellschaft, die über die alten Medien sozialisiert wurden und die den Paradigmenwechsel – auch im Bezug auf Informationsbeschaffung und -verarbeitung durch nunmehr notwendig Eigeninitiative – noch nicht mitgehen. 
 
Information ist heutzutage mehr denn je eine Holschuld. Der „TV-On“-Knopf auf der Fernbedienung ist da oft der schlechteste aller möglichen Lösungswege.
 
Klare Aussagen und klare Haltungen, insbesondere in neuen Medien, und zwar dann, wenn diese Plattformen unabhängig sind, wirken deswegen auf jene Milieus mindestens kantig, oft provozierend und stoßen nicht selten auf ekelige Ablehnung. 
Ebendeswegen, weil solche Positionen selten mutig, kraftvoll und prominent in den alten, nunmehr aber stark glaubwürdigkeitserodierten Medien publiziert werden.   
 
So bilden eben jene alten, aber noch prominenten Medien-Kanäle mit den von Ihnen über Dekaden konditionierten Followern aus Entertainment-Junkies und Sofa-Demokraten eine homogene Einheit. 
 
Diese TV-Zombies leben in seltsamer Symbiose mit den Quoten-Dominas wie Sandra, Maybrit und Anne. Fristen ihr Dasein in einer Beschallungsblase, sediert durch Seinfeld-Sitcom und Gundula- „Gute Nacht“- Gause-Lesung am Abend, die der amerikanische Medienwissenschaftler Neil Postman 1985 schon so beschrieb:
 
„Problematisch am Fernsehen ist nicht, dass es uns unterhaltsame Themen präsentiert, problematisch ist, dass es jedes Thema als Unterhaltung präsentiert.“
 
Klarheit irritiert da oder wird als echtes Störsignal wahrgenommen. Der kantige Kritiker bekommt in ebendieser Medienwirklichkeit bestenfalls seinen Platz Nuhr [sic] als Hofnarr, also als Satiriker oder Comedian auf Barth-Niveau.
Er albert im Affengehege des TV mit Onlinern zum Popcornprusten, Das ist für einen wahrhaftigen gesellschaftlichen Diskurs nicht satisfaktionsfähig.
 
Das Verhaften also an einem nunmehr überkommenen Weltbild der Informationsbeschaffung ist großenteils eine Frage der Bildung, im Umgang mit medialen Inhalten. Es wird gerade an der künftigen Aufarbeitung des Corona-Komplexes offenbar werden, wie groß die Versäumnisse in den Schulen waren. Übergroß steht die Frage im Raum:
 
„Wie konnte eine Kommunikationsgesellschaft ohne Medienkunde auskommen?“
 
Mit Kommunikationswissenschaftler Prof. Dr. Michael Meyen von der Ludwig-Maximilians-Universität München habe ich ein erhellendes Gespräch zum Thema der Medien geführt. 
 
Das Interview mit Prof. Schwab ist in diesem Sinne eine Fortführung des Bemühens, Ihnen unaufgeregt und möglichst neutral einen Blick in unser Rechtswesen zu geben. Wahre Neutralität gibt es nicht. Aber es ist ein Wert an sich, darum zu ringen. 
 
Ich steige in den Ring.

Mit herzlichen sonntäglichen Grüßen 

Ihr 

Markus Langemann 


PS: Gerade denke ich: „Mit einer Mindest-IQ-Quote, statt einer Frauenquote in Führungsetagen, wäre diesem Land  weitaus mehr geholfen.“

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