Zeitzeugen – ein „Stachel im Fleisch“ — S&G 32

utw.Immer mehr Richter und Staatsanwälte äußern Kritik und teilweise ihr Entsetzen über die staatlichen Corona-Maßnahmen. So auch der ehemalige Richter Dr. Manfred Kölsch. Er gab aus Protest sein Bundesverdienstkreuz an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zurück und wandte sich in einem öffentlichen Brief an ihn.

Darin macht er akribisch auf die vielen unverhältnismäßigen, vor allem aber verfassungswidrigen Maßnahmen der Bundesregierung im Zusammenhang mit Covid-19 aufmerksam. Er habe „nie gedacht, dass ein Virus die deutsche Verfassungsarchitektur aus den Angeln heben könnte. […]

Eine Kontrolle von Legislative, Exe-kutive und Rechtsprechung findet nicht mehr statt.“

Dr. Kölsch ist sich voll bewusst,dass er sich der Gefahr aussetzt,„durch die Äußerung von nichtkonformen Ansichten in den heute üblichen Strudel aus Heuchelei, Scheinheiligkeit, Opportunismus und Böswilligkeit gezogen zu werden“.

Damit steht er keineswegs allein. Es gibt mittlerweile zahllose Mitstreiter anderer Berufsgruppen, die offen über die Missstände in unserem Land berichten. Sie alle sind ehrenwerte und nicht zu leugnende Zeitzeugen – für die einen Wohltäter, für andere „Stachel im Fleisch“.[7]

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