Worin sind den Sie Experte? — clubderklarenworte

Den Blick schärfen

Guten Tag, liebe Leserin,
guten Tag, lieber Leser, die verbogene Geradlinigkeit von politischen Akteuren in Berlin ist nicht nur Legende, sondern seit letzter Woche auch Legion. Dem am Dienstag beschlossenen Fortbestand der epidemischen Lüge [sic!] von nationaler Tragweite blieben rund 20 Prozent der Volksvertreter fern. Das Ergebnis ist bekannt. Wenn also nicht drei, nicht fünf, nicht sieben Prozent wegen entschuldbarer akuter Diarrhö oder dringender familiärer Abwendung des Boandlkramer-Besuchs dieser für unser Gemeinwesen, unseren Staat so entscheidenden Abstimmung fernbleiben, sondern fast 20 Prozent der von Ihnen und mir bezahlten Volksvertreter blaumachen im Angesicht jener bedeutenden Frage, dann ist das nicht nur ein skandalöses Staatsversagen, vielmehr der Beleg für offensichtlichen Bluff. Bei diesem meinem Urteil handelt es sich nicht nur um meine persönliche Meinung, ganz abseits von abgewogenem qualitätsbemühtem Contenance-Journalismus, das ist unschwer zu erkennen, sondern auch um eine Urschrei-gleiche Selbsttherapie, um nicht zu einem Amok-Schreiber mit Frustrationshintergrund zu werden.   So! Nun geht es mir wieder besser. Danke. Diese parlamentarische Unglaublichkeit ist aber nunmehr auch eine gute Entscheidungshilfe für die anstehende Wahl. Übrigens: Der Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki (FDP) hat sich an der Abstimmung nicht beteiligt. – Nur als Merkposten.
Sind Sie Experte? In diesem Newsletter, der sich stets um klare Worte bemüht, empfehle ich Ihnen zum Ausklang des Sonntags die wunderbare neue Glosse von Peter Löcke. Sie finden so eine spitze Feder nicht mehr in den alten Medien, dafür wieder hier
Die Premiere. So sehen Sie den Film „der Verschwörer“
Und weil wir gerade so viel Neues erleben und auf Altes so wenig Verlass scheint, zumindest in Bezug auf Medieninhalte, gleich noch einmal der Hinweis auf ein neues journalistisches Format, von dem ich mir sehr wünsche, dass Sie es nicht verpassen und es auch mit freundlich-kritischem Blick begleiten. Ich lade Sie dazu in diesem Video unbedingt persönlich ein.

https://vimeo.com/593744291/96bde4851e
Hier Ticket lösen
Wie ich Ihnen in diesem Video erläuterte, gibt es gute Gründe, schon jetzt ein Ticket zu lösen. Erzählen Sie gern Menschen von diesem Film, die den Newsletter noch nicht abonniert haben. Leiten Sie den Link weiter.
Vielen Dank.

Er fehlt. Sehr.

Sehen Sie hier einen Ausschnitt eines Vortrages anläßlich der Verleihung der Mercator-Professur in der Uni Duisburg Essen
vom 3. 12. 2009

Video sehen

Peter Scholl-Latour, ein profunder Kenner des Orients und des Journalismus, deswegen auch publizistisch mehrfach ausgezeichnet, zudem Kritiker der seinerzeit schon heraufziehenden politischen Berichterstattung mit Schlagseite – fehlt. 

Er verstarb vor sieben Jahren. Im Rückgriff auf seine Afghanistan-Expertise sei an seine Warnung nach 9/11 erinnert, ohne Exitstrategie nach Afghanistan einzumarschieren. Die in der westlichen Welt kultivierte Idee des state building, aber bitte schön nach unseren Werten und Normen, ist mal eine echte Mutante des Kolonialismus. Sie mag vielleicht noch sinnstiftend sein für die im intellektuellen Lockstep marschierenden Fabrikarbeiter in Denkfabriken, den Thinktanks, nicht aber für erlöste Klardenkler. 

Alles, was man zur Afghanistan-Problematik wissen müsste, hat Peter Scholl-Latour, wie so oft, auch anlässlich der Verleihung der Mercator-Professur an der Universität Duisburg-Essen vorgetragen:

Das Verhindern von Fragen, Zweifeln und Widerspruch

Text als pdf downloaden
Über die Ideologie und die Sprache in totalitären Systemen hat der Wirtschatftspsychologe Prof. Dr. Oliver Hirsch in der vergangenen Woche ein Essay exklusiv im Club der klaren Worte veröffentlicht. Ich empfehle Ihnen die Lektüre, die Sie hier auch als
.pdf downloaden können. Reichen Sie das Papier gerne in Ihrem Kreis weiter.
Hier geht es zum Artikel auf der Website im CdkW.

Ich wünsche Ihnen einen klaren und mutigen Start in die neue Woche.

Ihr 
Markus Langemann


  PS:  Was mir noch einfällt zum Thema „Frustration“.
Auch in Fragen des Spirituosenkonsums gibt es durchaus feinsinnige Unterschiede: 
„Schmeckst du diese Vanillenote? Die Honignuance? Da, ein Hauch Kirsche, frisch gemähtes Gras! Das ist mal ein Whisky.“ – „Du, haste mal ’ne Cola?“
Wir arbeiten wirtschaftlich und politisch unabhängig. Nur so ist kritischer Journalismus möglich, der aktuell eine historische Chance bekommt. Wahre Unabhängigkeit im Journalismus setzt finanzielle Unabhängigkeit voraus. Der Club der klaren Worte ist ein pro bono Projekt der Langemann Medien GmbH, deren Geschäftstätigkeit im Bereich der Kommunikation fernab des Journalismus liegt. Wenn Sie den Club der klaren Worte unterstützen möchten, empfehlen Sie uns gerne in Ihrem Kreis. Zuwendungen fließen in Serverbetrieb, Hosting, grafische Gestaltung, Technikinvestition, Informantenhonorare, Kameraequipment und zunehmend auch in kostenintensive juristische Beratung zur Aufrechterhaltung dieses Angebotes. Vielen Dank.
Langemann Medien GmbH
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