Wer spielt gegen die Demokratie? — clubderklarenworte

Vom Pressing.

Guten Abend, liebe Leserin,
guten Abend, lieber Leser,

zu später Stunde gestatte ich mir hier einen Kommentar.
Beim Fußball versteht man unter Pressing, bestimmte Bereiche des Spielfeldes so zu verengen, dass der ballbesitzende Gegner unter Druck gerät. Im Fußball ist das eine spieltaktische Variante unter mehreren. 

Unsere Gesellschaft ist kein Ballspiel und dennoch werden hier derzeit die gleichen Techniken angewandt, wenn die Demokratie das Spiel dominiert. Der große Unterschied liegt darin, dass man den nicht ballbesitzenden Gegner, der jene Pressingtechniken anwendet, nicht sieht. Man kann diesen Gegner nur vermuten. Man darf aber sicher sein, er steht  im braunen Trikot auf dem Platz und gehört zum totalitären Klub. Trainerin ist die berühmte und so oft erfolgreiche Feigheit.

Pressing und das Verengen von Meinungsräumen führt auf dem freien Feld der Pressefreiheit, die für eine freie Gesellschaft überlebenswichtig ist, am Ende zum Verlust von bürgerlichen Freiheiten, demokratischen Ordnungen und zu einem gesellschaftlichen Gleichschritt.

Einige Leser haben mich darüber informiert, dass sie seit Kurzem von ihrem Anti-Virus-Programm NORTON eine Warnung erhalten.
 

Natürlich ist die Seite nicht gefährlich, sie ist auch nicht Virusträger. Sie mag nur in den Augen derer gefährlich sein, die Pressing betreiben und Fakten- und Meinungsräume verengen. Für jene ist Anregen zum eigenständigen Denken offenbar eine größere Gefahr, was viel über ebenjene gesellschaftlichen Teilnehmer aussagt.

Ich hörte auch, dass für User des Providers 1&1 die Website zuweilen nicht zu erreichen oder das letzte Video über die Youtube-Suche nicht zu finden sei. Denn löschen kann man das Video nach den eigens aufgestellten Communityregeln nicht. Man kann aber sehr wohl mit Pressing, Fakten-, Denk-, Diskussions- und Meinungsräumen verengen.
So weit nur ein kleiner Einblick in die Pressingtaktik. 

Das Pressing ist umso trauriger, da ich persönlich stets darauf bedacht bin, zurückhaltend und abgewogen zu befragen und den Interviewpartnern Raum zu geben, ohne eine vorschnelle Einordnung, denn ich halte meine Leserinnen und Leser und meine Zuschauer für klug genug, selbst zu urteilen. Wer bin ich, dass ich Ihnen vorgeben sollte, was Sie zu denken haben?

Sollte es dennoch mal zu einer Meinungsäußerung kommen wie dieser hier, mache ich sie stets deutlich, auch wenn ich weiß, Sie können selbst differenzieren.

Leider ist das hier kein Fußballspiel, nicht mal Rugby.
 
Ihr

Markus Langemann

 PS: Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben. Prost.
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